Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Band VIII (1871)
- Issue
- Viertes Heft. (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 215)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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-013- Nur ein übler Einfluss traditioneller Auffassung ist es, dass man die Frage nach einer Gewissheit der menschlichen Fortdauer für eins nimmt mit der Gewissheit einer künftigen Vergeltung, wie Klosterm&nn schon richtig bemerkt. ״Weil in der Entwicklung unserer philosophischen ReÜgionslehre, das Postulat, dass die Ausgieichtyg äimaeren Befindens mit der sittlichen Beschaffenheit des Menschen, welche in, diesem Leben erfahruogsmftsrig noch nicht vollzogen ist, den• noch irgendwo erfolgen müsse, eine grosse Rolle als Beweismitte! für ein künftiges Leben gespielt hat, wenn es galt, dieses aus andern Gedanken als denknothwendig darzustellen, und weil der, weicher dH Glaubens an ein künftiges Dasein lebt, der Zweifel an Gottes gerechter Vergeltung' überhoben zu sein scheint, so meint •man ohne Weiteres, der Glaube der alttestamcntlichcn Frommen müsse, wo er sich finde, ebenfalls auf solche Gedankenverknüpfung gestützt sein, und wenn er sich ohne solche Verknüpfung zeige, so könne er auch nicht den Inhalt haben, nach dem wir fragen.... Wenn man freilich unter diesem Einflüsse moderner Denkweise im A. T. die Hoffnung eines künftigen Lebens als Condusio aus andern gewusen Prämissen zu finden erwartet, so findet man eie vielleicht nicht, weil sic den Frommen auf diesem. Wege nicht gewiss geworden ist“. . . . .***). Und sicher bat er Recht Welcher Art die Denker ci$c Idee begründen und entwickeln, im Volksbewusst- •ein nimmt sie immer einen ganz andern Entwicklung»• verlauf. Mag diese Idee eine noch so unerschütterliche •••) KlosUraam Uutsmcbuttgcn zur k)Ue11*meDÜichea Theotogi« pag. 5 f. Qotht 1868.