Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Band VIII (1871)
- Issue
- Viertes Heft. (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 213)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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— 211 — der Auffassung 9er Seele Anerkanntermassen von unserer Zeit nicht überholt wurde, dennoch in Ansehang der Kenntnis« ron der Fortdauer hinter allen wilden Völkern der Alten und neueren Zeit zurück• geblieben «ein? Gleiche Ursachen, gleiche Wirkungen. Wenn da« Bedürfnis« des Glaubens an eine menschliche Fortdauer bei allen Völkern gleich ist, «0 können sich bei verschiedenen Nationen gleiche Vonteilungen unabhängig von einander ausgcbildet haben. Nimmt man doch heute auch die pythagoreische Lehre von der Seelcnw&nderung nicht als eine von Aegypten nach Griechenland importirte an: warum also gerade die Israeliten in ihrem trostlosen sterblichen Zustande mehr alt eia Jahrtausend schmachten lassen, bis die Perser sich ihrer erbarmend ihnen grossmuthig einen Theil von ihrem Ilimmelreich einr&umen f *“) Uebrigent hatten sie in Aegypten Gelegenheit genug, mit dieser Lehre vertraut fcu werden, und wenn es bekanntlich in der Natur dieses Glaubens liegt, dass er gerade bei unterdrückten, unter einer traurigen socialen Ungleichheit leidenden Völkern einen besonders fruchtbaren Boden findet,.weil sie nämlich für die Noth and die Plagen der Gegenwart in einer bessern Zukunft sich entschädigen, die Ungleichheit, das Missverhältnis« der Weltordnung in einem Jenseits ausgfeichea und alles ton dieser Welt vergeben* Gewünschte dort, womöglich י**) H*& kann daher andereneü• die UnstarbliehkeiUidee huch nicht als ״ein Product and Eigenthum de• semitischen Geistes betrachten“, wie l B. Huber (a. Sehr. p. 16} aunehmen will; jede• Volk konnte sie selbestindig ausbilden, denn jeder Me&Kh fehlt data da• gleiche B* d&rfhise.