Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Band VIII (1871)
- Issue
- Viertes Heft. (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 164)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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ansulegcn, ist eben so thöriohft, wie ihn um Minen Katechismus zu frsgea. Der gante Charakter Kohe» let’s, Min־ innerste! Weaen, •eine Ideen and Anschaunagen Wiederspiegeln du elastische Alterthum. Zwar fremd iat ihm der ewig heitre Himmel der Griechen, ihnen hatte nach die kleine Gestalt ihrer Götter den Menschen desto grösser and bedeutender erschauen lassen — Kohelet dagegen ist der lebte Sohn der alten Hebräer, die in der Gottheit, die gewaltige, ״furohtbare“, absolut waltende Allmacht sahen, der gegenüber der Mensch nur ein Grashalm, ein Schatten, an Nichts. Wer aber in Kohelet einen Vertreter Christ• lieber Anschauungen gefunden hat, der muss eine Brille getragen haben, mit der es nicht gant geheuer war, durch die man vielleicht einen Berg von einem Kirch• thanne ebenfalls nicht unterscheiden könnte. Wenn Hengstenbcrg fragt: ״warum bei der Beienchtnng innerer Sehldes die Abgötterei nicht vor• kommt, welche von Salomo bis sur Abführung in'• Exil in 60 hohem Masse versachlich war״ so liegt dieser Frage ebenfalls nur jene Verkennung dea Cha• rakters des Buche« tu Grunde. Zwischen traurigen Betrsebhmgen über die Mlngel des menschlichen Lebens, Klagen über die Disharmonien der Natur und des Geistes, sohmenliehen Aeuitenmgw über das Unbefriedigende aller Erdendinge and du Nichtige aller GttckMÜgkett, wäre ein plötaücher Tadel der Abgötterei wenigstens ganz unharmonisch. Wenn derselbe water behauptet, das Buch müsse tu einer Zeit verfasst sein, da sieh der Gedanke auf■ dringt«: Beeser als tu leben mb das Sterben (pag. 3) so wftisteo wir nicht, (abgesehen davon, dass die letztes