Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 21 (15.11.1935)
- Date
- 1935-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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i n i n , H, d:r Ter T- Yraenfeltcb, SrJuer'CK'r?kästide 'düngen ira [j!7. fialir r c ti h a ir aehjcht >ittc als - ttUcn keim idfeif tmd tulteit. Semitti ihd Jtcllca, :|o ti’ic ihn 'VhCllfCll. chlwortlicb tyi trug fc 4 her" i chiebung 1 ehrte, das cftltehfeit 2 o b c 1?rmte die jjirart der V ,'ecrf utin ^nteriurfnitiijc Tiiehett . ' ’tcbammehi eben dank triitauin; de rotier tLeiv \u trab:. \ ööhtb. i.’a i i.e r i l. der utid eftt ium ihr der Tr Vorstands ,;al* d Unzarte rbcucnt Lpever| der ~;=: 1 m NN » eie t Ausdifu Amt otcbalt aidi zu Elter inige B der Fei icbli Meujck e ibi und» d engefaßt n über Uin au ' betrage abend 3ü>' Ter iijjriae Wi '2;0rtrdg des >ortri bat t b ii f e t: ir ttaif utelodt. 2 ijldb besetzt Ter Vo e iierenbe p mkt seines! Znnerba^! 6 pochen der si wie sieb ei ftc Spache l<itcte bemv -i beite Epoch ■5 Ubeitfum e: febüttern,? <ttur her ft üiblich für si h dies v b fenbarte; <t tf, die ficb In der rialism tt C lauben auck v m denen ö ottesglauhc a 4 ewig giil fi cht und de Heute $ ritif geübt tt cnfeblitb ii it i’aufc bet a t Hand v? 'aturwiffen n gefcte, entroll ifi - qroiateit bet Wissen Grade, nach ki ft, wird Jede Cntwi falschen anderen sagt über d Auch nach^dh nicht erklärt a> Gla r rhe > Breslauer Jüdisches rfiand Eier Lvnagoaeiwemeinde und dap Kuratorium der tift uta hielten jm überfüllten .fr'ctfutafaale eine für Tot nt Tr. Heinrich Lpever ab. der Txau rnutrieb aus dein 3. Latz ^eri „Cfroica“ rer 2V er des Z üb sieben Resormreälgt»mnasiums den irr rag gebracht batte, ergnss. I Tr. Wilhelm Vorstand der Lvnagogengenseinpe das Wort Epevers. der feine Arbeit nur genau zwei Jahre nit.llied in best Tienft der Lvstauogengemeinde s ^'kannes. der mit feinem Wissen, feiner Lach listskeit berufen war, ein Borstcochsanit zu rer d tls der inet t bat rrtkilt efclii -utr 3 bei der 23re slaike Mittel bet kam an das en hat, ine in d.. Leben in dem l:t ilch-konje erarbei Kölner ges, , ine •r grone ft. es tragend, oblem d Referate s. b der udij Beziehui igen ^5 trj; n 6 e b l a 11 Nr. 2[l Sedentfeier für De. §einem Speyer ier Lvnaaoaeiwemeinde und dass Kuratorium der bann erschütternde und schließlich bealtick "VN , rta.i ich en, er en dt. wei Wdi Albert Lewkowin führte als der freund feiner Giidäcbtnisrede etcha jolgendes aus alS Dozenten fab; fo ist >in uns beute das .Mieter 'Liebe. Lpener trug! feikx schönes, rer- Dozent der Bibelwissenschast, oder besser Tborab „durch die, brausenden Wogen", wie Stelle in Zosua sagt. Leiitse Jugend, feine s, in dem ihn der Barer zuerst die Tborab nis zu feiner Mutter, diq ib em Lohne die chankte,' feine Schulung >ei Rabbiner bei Prof. Joseph Horovit — das alles dem Wille und Wissen vom Judentum die Arbeit gaben. Leine in ciithm umfangreichen Arbeiten, die an der Leitis jüdischen Quellen im Ko en und den Nachweis und. ihren Cr.zahlungen gen. die großzügig nligten, ror der Herausga hiesige Nadbinerseminar,. dal eine Tradider Verbindung von Dibel md Volk, ron Geschichte das Judentum ieht. Theodor < truf des eisten Volkes das c tft abstoßende, - . und P •ofefl'or Rifdj err4tine Gemeindeverein eröffnet Lonntag, den 3.?Jordtnb erfitätspröfessors Bruno Hisst esglattde und 0|a t tbetiaus zahlreiche und interessiei La tl der Lessingloge-war bis att liin Gott e Ite m l e < l er si b «3t S Prob kannte gie ssfolge a e. in infUißtln war itbet die aiibcni wahr erkanfti!5. in her ei : faßt Natut tegenfeitiig ächsten, mtss i im 19. u im Zuyentt : höhere Au wird ftitifi ig angefebei tr eifeit. wir tn wird; wir nur Ltust Gefchicht .ablrcicberr in f chaft. THähti ^stelle er im von Gott und Gla verschieden. er oft, svie cslung macht ben vor xien all ic Cntwfi r Leleklior Sie ferntet übet He L.f diu ti v m Geigers tan die christlichj>el Verhältnisses rbringen' werden stchs an der Aufbann erfchütternhe und schließlich begltistende Gefühl erzielte, ließ Mit feiner Idee Lpener dieses Gefühl in der einheitlichen, jüdischen <3>o meinschaft Litauens, wo er als Lchulleiter wirkte, erleben tmd den Weg suchen, dieses Judentum aus den sozialen, wirtschaftlichen Und religiösen Geiahren des Ghettos zu befreien. - Leine Kenntnisse jüdischer Neligionsphilofophie und der Bibel kommentare stärkten feine Ehrfurcht vor der Tborab. Iacharsas F r a n k'e l h't sab in ihr den Quell und daS Fundament des Lebens, und dieser Tradition schloß sich Lpever an. Leine tiefe Liebe zu Vialik, der in der Ehrfurcht vor den Traditionen sie erneuern will, zeugt von feinein Willen. Und so stellte Lpeyer sein Amt in den Dienst des jüdischen Volkes zur religiös-geistigen Einheit, so lebte sein Zionismus, der dem jüdischen Volke von Ost und West den Weg ins Freie bahnen will, so war er seinen Hörern ein Vater, der mit Liebe und Wissen die ewige Einheit des Judentums ersehnte, Cand. theol. Vernhard W e ch s b e r g sprach im?>amen der Hörerschaft des Rabbinerseminars. Er knüpfte an -'r°i2 "rrn*, das Todesgedicht Vialiks an, zu dem sich Lpever in feiner Liebe zum Lande der Väter und zur hebräischen Sprache bingezogen fühlte. Ter Schmerz der Trauer gelte dem Lehrer tmd Freunde und dem Führer, der seinen Hörern ein Leben des Geistes und des fanatischen Willens vorgelebt habe. Nabbtner Dr. Max L i m o n s o h n sprach hebräisch über Lpeners Bedeutung für die jüdische Jugend, der er das Gefühl und die Aiifgäbe ihres Ludeseins wiedergegeben habe in seiner Herzlichkeit, die den Verlust ^unendlich schwer ertragen lasse. Tr. Walter Lux/her für die Breslauer Zionistische Vereinigung und den Misralbi sprach, denen Tr. Lpever gesinnungsmäßig zugehörte, rühmte Lpeyers Verbindung des jüdischen Wissens und der'Weltanschauung und ries zur Pflanzung eines Heinrich-Lpeyer-Gartens im Lande seiner Sehnsucht aus. Das Cl-mole-Nachamim-Gebet, vorgetragen Aron Weiß, beschloß die schlichte, eindrucksvolle für Heinrich Lpever. von Oberkanlior srauerktmdgebung F. G. ' : feine dies- :r mit einem Das Thema u r ro i f f e n Hörerschaft if den letzten rtc au das uns heutige Juden tzchonders Inter- Glaubens und des Wissen^ in den Mittelchen Geistesentwicklung uiliterschied er vier zwischen Thora und Naturwissenschaft, d. h. >om jüdischen Standpunkt aus darstellt. Die Hora als die'Grundlage apes! Wissens und Wissen von der Tchora her. Eine remde geistige Erscheinungen bereits das ' i»mochte zwar nicht den Tporaglauben zu gezwungen, vom Wissen her und von der einen Beweis des von uns als seibstverten religiösen Glaubens' zu bringen, wie istzigartigen Persönlichkeit des Maimonides und Thora als zwei unabhängige Größen sfützen. | nur zu wohlbekannten Epstcke des Matestd 2V. Jahrhunderts wenden Wissen und m als zwei gegensätzliche fffrö' ien befrachtet, oritat dem Wissen zugeschtiel en wird. Ter untersucht und behändst;, in Hand des Wissens werden'seine Wälxbeiten unterwickelt werden, werden dadurch aber nicht geschaffen. An uns selbst erkennen wir, daß die Entwicklung nicht allein aus dem Materiellen kommt und. dadurch bedingt ist. Man muß Welt und Wissenschaft, wie der Vortragende lim einem Beispiele darlegte, auch mit den Augen der gläubigen Zuhen ansehen, sonst kann man sie nicht verstehen. Wenn man dies aber tun will, muß man T gs chuw o tun, d. h. zu dem zurückkehren, von wo man gekommen ist. Man muß wieder die Gläubigkeit den Ahnen ußd ihre Aufopferung für das Judentum neu zu erwerben suchen, jener Vorfahren, die uns durch ihre Existenz im Galuth das größte Beispiel dafür gegeben haben, daß wahrer Glaube über alle Materie siegt. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Freyhan, dankte dem Vortragenden mit bewegten Worten. der vierten Epoche, in der Zstitik an der biaben erkannt, daß die Wissenschaft, weil sie ck verk ist, und Irrungen und Wandlungen u tierworsen ist; das beroiess der Vortragende 1 eressanter Beispiele aus det t Gebiet der c nd er die Subjektivität alles Wissens klar- Gegensatz dazu die!lnve-bri chlichkeit und selbst den Juden gegeben«n Lehre, t sind nickt Gegensätze, sond:m nur dem 2 rissen hat did Tönung griVfere: Beweisbarpätet erkannt wird, zum alscien Glauben. fsveitei Gebiete des Wissens vor Gestern zum ute.j Ter Darwinismus,! der man neben ung, aller Menschheifsrätkel betrachtet hat, g dfr Arten in WirklichkÄf nichts aus. ir^tbeorie wird die Entstehlung ider Anlagen durch den Kamps ums ^Dasein nur ent- Rameradfdjiaftsabend des Tteidfsbundes ffrontfoldaten Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Breslctu, hielt am 26. Oktober im großen Saal der L e s s i n g l'o g e einen Kameradschastsabend ab, zu dem die Mitglieder der Berliner Bundesleitung Dr. R o s e n.t h a l und Tr. 'W o l 1 e n b e r g erschienen waren. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Kamerad C l k e l e s eröffnete den Abend mit einem Gedenken an die im Weltkriege im Dienst des deutschen Heeres gefallenen Juden. Dann hielt Dr. Wolle nbeijg eine Ansprache. Er schilderte die Lage der Juden in Deutschland, ttfie sie sich nach den Nürnberger Gesetzen darstellt und erinnerte daran, daß das Judentum Gehortam gegen die Obrigkeit gebietet und Ungehorsam gegen die Gesetze sowie deren Umgehung untersagt. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten bemühe sich um das Wohl sämtlicher in Deutschland lebenden Juden. In der Auswanderunasangelegenheit arbeite, wie der Redner weiter erklärte, der Bund mit hmt eigentlichen jüdischen Auswanderungsorganisationen zusammen. Der Redner warnte vor Illusionen hinsichtlich der Auswanderung und her Auswanderungsländer. Bei der Palästina-Auswanderung arbeite der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten mit dem Keren hajischuw zjusammen, denn er lege Wert aus die Entwicklung und Erhaltung eines religiösen Judentums in Palästina. Aber die Äusnahmesähigkeit her Auswanderungsländer sei noch gering und deshalb die MÖglichkeit, auszuwandern, beschränkt. Es liege an den Juden in Deutschland, fich auch aus der verschmälerten Lebensbasis eine Existenz zu erhalten. Sie mußten bescheiden leben und dürsten sich keiner Panikstimmung hingeben, vor allem müßten sie in eiserner Disziplin tistd strenger sozialer Pflichterfüllung treu zusammenstehen. Der Reichs- Hund jüdischer Frontsoldaten sei bereit und entschlossen, sie betreuen zu Helsen. CiniAeit und Opfersinn zu beweisen gebe das Werk her Jüdischen Winterhilfe grade im Augenblick die beste Gelegenheit.