Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 20 (31.10.1935)
- Date
- 1935-10-31
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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71r. 27) Breslau er k> u b t s ch e v <S>emetnb«blt l ( §ebväif<f)e ilultutacbeit in 3"ie 'JliificMuriistätiiefcit in iuiu'u' '„’luüwl'c aefteüt. Tiebe» bei beinnbere die aciftic^c .tv'pmpeuente ihrer die v-prachcnira^o, bie einet enter aronen, Zeit große Problem nidn ituntme tinb sprachunkundige Pitläitiitii hat die wildern die ererdie, wieder jung gewordene hebräische l>>< iluth rer eine n’irtktniitlidien des Aufbauwerks geschichtsbewustte > i zu lö en gepe».? O.W'itiehen nach jiidiietten .Wenid-en unterer Sage e ls lebendiges Gut aedeit. Zu t nierer Otemeinfe, in d:r neben de» , Tieli |it ustutlerrichts 21nitalten der Synagogen gemeinde in üertp und Arbe iS zemeinschaslen der ^Züude und Bereinigungen, ittsdesondere in der B (TT-., eine (fr lernung bw. Verkiesung hebräiider Met ntniffe betr et en wird, gibt es neben (fimelunterridtt eine n. ntemicbaitliche Schulung und (fr uehnna in den hebräiidten Tiinplnten an dei^ drei ji di scheu Schulen, im hebräischen Sprachvereiii (mit seiner feit: 17 3d tritt bestebenden 2prawticbnle und seiner Vorher eitttiigsanst>jl1 füt :-alästinensische Lehrerseminare) und.schließlich am Züdisch-Tbeologitclei: Seminar. 'ie bebräische 'Arbeit be 7l e l i g i o tt S t tt t e r r i ch t s a u st alte u, die sich nottt endigeri'eise auf die Durch ta tme religiösen slottes im afchkenasifchen Dialekt, der bebräische t 6>ebetssj?rache '.tuierer Länder, beschränkt! reib! fit, tatfräftia eilt tu din Kampi um die jüdische Tienaissanee. Zn den j ü d i f ch e tt| L » uli n werde» die .'vinber von den untersten Klasien an durch bebräische csi der im ascbke angeregt und im Vaife ihrer 2lus ir bebrgistzen Literatur .tusgezeichnete nasische» und tepbardifchen Dialekt l sildung ausier in religiösen Stoöeii auch in d unterer Tage nnterwieseii. Dieser Schulung ging eit T urcbbilduua der Lehret cbait roraus. Der iepbarditche Dialekt, der zur hebräischen flntizitlngssprach worden ist, wird wegen seiner sprachlichen (f inbeitlichs Daläsiina, als auch in de» philologischen Bebandlun t< dungssiätten der (.'talutb bevorzugt und bat sich berpittz Zn Breslau isi es unter Leitung von Yrefj Dr. ...vtebriiifcbe Sprachverein", der sich vornehmlich die Xtljuf pagierung hehriiiteber Beerte gestellt bat,! Dieser teilt sich in wei Abteilungen: btt >t e b r <i i j i * e die je tu ihr öl, rSemefter begonnen bat, steht unter t"eiaint»ntenidu verantwortlichen Leitung von Spra 7f cutiee r, unter Äitisieitz eliaiotislebreriu Vt erta 0' l a a u e r von Ttabbiner! Der 'nach taut ansier der hebräischen .Konversation Llteraturkurie, die aus allen ( reisen der! Breslauer Zndenbeit' sowohl in den Unterals aiteJi in de» Cbertnrien rieht stark besucht sind: weiterhin besieht seit Zutti in: Tu, hm eit des,.SSet ratschen Sprach verein?" die B o r b e r e i t u n g s k u r s e s ü r die Palästin e u fisch e tt i.' e-br erse nt inar e. Diese teilen s dt wiederum in eilten Ausänger- und einen Zortgesibrittenenktlrs. 'en bet Dienst dieser einriditmm Habe» sich neben Sprachlehrer 13. Ne ni:ov Dozenten und, besonders für die sprachliche Unterweisung. blb olventen des biesiaen?labbi»ersemttiars gestellt Die Tutbbitter ä. Gcld,,.Dr. A, Chrenjtein, Dr, (f. (f. Urbach, Dr, (f. Hossman t u, a, wären in diesem Zusammenhänge besonders u> erwäbnen. 3« den (Utnen >r erden neben den allgemeinen Pächtern ((fbemie, te bn. Zeichnen, Pädagogik, (fnglitcl), Arabisch, jü'. (beschichte) vorn ch nlich die bi b r ä i s ch> e n F'ä ch e r in hebräischer Sprach ’ > rteilt: 6'ramttuitif, Liturgie, D'itach, Mischnab, Midrasch, bebr ’iteratur uttd mittelalterliche Philosophie. Tie Ctörer, die sich aut taut Deutschland in Breslau eitigesunden haben (So Trcv jtiit Aai ttr) haben ihr erstes Semester bereits abgeleistet Tie Anstalt! verd in t ihre Tätigseit der 3>>i>iative von Sem Nach. Dr, 3- N a b i »^ der auch am Züdisch-Theologischen Seminar im bamiuvotb" und dessen „fbilchotb prache behandelte. Die hebräisch theologischen Fa hgebiete sind Sommersetnester 7! M'lachim" lediali b "simviiiiimiiii um eite ist es ins tnb innerhalb (Generation in e (,'ialutb soll ahüstina senden, prache dem selbstverständlich mit de Tie bebräische Arbeit > seinen Beraiistaltuttcten, die bebräische pur (Seit allgemeinen 1 hebräiidten Schulung verbunden, n Nabbinerseminar rindet ihren Ausdruck in an denen regelmäßig der deutsche» Ansprache gestellt wird, die dem Bortragenken immer das Zeugnis gewisienbl stester Durchbildung ausstellte. An der be- ,V riid. und not* biäiichen Sprachschulun Dr. freiurich Lpever, s 79i»tersemester leitet, bebräische Sprachkreise BZB,), in keneu Bö: Sprache abgebalten wt Schwierigkeit der ^itev^lurbetchastttug. Böen» ein deutsch bester Zungbebräij Aussübrullgen im Zilrtt .(renutnisie aus den erl er gepackt von der gebet ^dcvhebräischen Sprach: "Teerte erkenn e » ge sollen binaebett und „l grosten Zeit ihre grost. Vees/av wirkten insbesondere der verewigte Do teilt itt'ie 7?abb. Dr. (f. (f, Urbach mit, der sie im beben triefen Schtilungen gibt es noch private Ijeinen derartigen ,,(fbug Zwri" nnterbielt die träge und DiskunionSabende in hebräischer den. Leider leiden diese Kreise unter der dender Zude beute das sog, 7(eubebräisch, ch, in Borträgen, Treten, Ttesitationen und und Bühne vernimmt, so rafft er. all seine ritten (gebeten ,zusammen, immer wieder itt ilitisvoll anziehenden (gemeinschastsgestaltung Die Zuden unserer Tage haben jüdische irnt, sie sollen sie auch k e n tt e n lernen. Sie teil“, wie ihre Bäter, die sich und das Zudentuw. erhielten und es mfer (.(reiteratittp anvertraut haben, die in eines jüdische Aufgabe zu leisten bat. / Zritz OMititer ,7i a t b a n . ge eit sowohl in an den Bildurchgeiebt, ch b o l b der labe der Dro ~ praebrerein rachs ch n \ e, der für den iblehrer Ziauk Ge ld und brplan um uttd bebräische a ttbams „Seser in hebräischer ». Herren-Moden dach Maß / Eigenes Stofflager- ‘ NIRolekistrj.äOc 53, II. Tel. 55498 t>ie CeheocausbL düng füv Patäftina Als eine groste <2 bwierigkeit bei der Borbereitung tun Beruie in Palästina bat fictr da- Zeblen von Znstitutionen bemerkbar gemacht, deren Ziel einc-facfrlicb > ochwertige und palästiilolentrische Ausbildung . von Lehrkräften für Dolästina ist. Das Bedürfnis nac t gut ausgebildeten Lehrern, die aus Deuts» laud kommen und di: mit der Kultur und der TBeuralitat des deuticheii Zuden vertr, ut sind, ist gerade beute im Lande gröster denn je. Andererseits siebt eine große Ainabl junger 77Ieni»en ihre (logischen Arbeit in Palästina und sucht—eine nicht nur allgemeiu.jüdisches und sachliches er» in deren Mjttelpnnkr die lepe b r a i f i e ■; und des L e b r st o s s e s siebt, und deren Garantie für eine Zortfebnng und einen Ab in Daläsiina ohne Zeit- und (füergieverlust iten gibt.! i >g der L e b r e r v o r b e r e i t u » g s k u r i e itt begrüstenSwerter DLerfe diesem akuten seit worden. Das Dkefentliche nnd (fbarakterisiische dieses Seminchls ist,'dast hier erstmalig der sachliche Stofs - zunächst in alle» judai ische» 'Zächern — in hebräischer Sprache fitjer tniftelt wird. / Unter der pädag tgischen »eitung von Tr neben dem Leiter der liebräischen Sprachschule allem die Dozenten dejiidisch.tbeologischen.SemiuarS'und die ersten pachkräite der jüditchcr: Schulen in Breslau Unterricht in ffebräisch (Grammatik, KonversUion, Literatur, Literaturgeschichtej. Bibel, TAischna, Agada, jüdischer Geschichte, TLeltgetchicbte. Pädagogik, ^svchologie,'Tdaturwi senschasten. .(f nglisch und Arabisch."- Die AtiS- _ bildungszeit ist aus. ztcej Zabre berechnet. Das Wintersemester beginnt am l. November 1975. Neuanmeldungen werden noch entgegengenommen. Anschrist: ffr. Z. Nabin^ Breslau. THallstraste I). Ausgabe in einer päd> Ausbildungsstätte, di Wisieu vermittelt, sondj r u n g des D e n k e n Absolvierung damit di schlust der Ausbilduno durch Sprachschwierigkc Mit der Grüudt in Breslau ist tut: Mangel Abhilfe gesch,, Tr. Z. Na bin erteile» le, Z. 7i e z it j e o v, vor Zedenten füv ‘Dozent 2)r. ffvittvidj Speyer b"*': Tiabb. Dr. (f. E. Urbach zur 'Dabrnebmung der »ilelwiffenschastlichen Disziplinen an das Züdischr Theologische Sc ninar berufen 7dach den Gedenkworten si'ros. Tr. Z. Hein emannS in seiner Sdiemini-Azeretbpredigt ut:d Kurator Dr. Z r i e d e b e r'g s anlästlich einer interneit Seminar reranstaltuug widtt et i Dozent Dr. Albert Lewkow itz zum Beginy des Wintersemester i am hiesigen 7>abbi»erseminar dem versiorbenan Dozenten Tr. :)c nrich Speyer bewegte Worte deS TdachrusS. (fr würdigte die Der önlichkeit des Dabingegangenen, die von seiner innigen, glühende t, Lüche zu den Werten nnd zu der Zukunft deS jüdischen Volkes zeug e. Seine aufopfernde Arbeit, die er in den Dienst des jüdischen Swlkes gestellt bat, must in seinem Sinne fortgesetzt werden, wenn atch eine Ter sönlichkeit, wie die Dr. Speyers!, in ihrer vielseit gc n Bedeutung unersetzlich ist. Dr. Lewkowitz begrüßte dann Tiabbiner Dr. (fpbrsiim (flimele* flrbach, der das hiesige Seminar absolvierte, in Ron. p iomoviert und sich aus kulturgeschichtlichem und bebräisch-wissenscha sil chem Gebiete (Tosiasisten) schon in seinen jungen Zähren einten Rus erworben bat. Dr. Urbach wird die bibelwisienschastlichen,: talchul^ische, kultur geschichtliche und arabische Disziplinen wahrnelimen. ... Zn feiner Anspra Gedolim seiner Zeit in wunderbare halach'schc be gelobte retz und Lew i, die dem Seminar ihre-". Zorm 3- .' Urbach, sich treu an die Tradition eines Zrankl, Gs 'gaben, zu halten. 60. Geburtstag Am 22. Oktober 1875 wurde der Dichter Arthur K i e j e r in Breslau geboren. Bon seinen Werken in Toesie und Drosa, wisiewschartlichen, belletristissi en und dramatischen seien zwei Vorträge ae» nattntL „'Sie iiraelitiidtc Zrau" (1908 itt der ersten Tovnbee-lötaUe) und ^Der Zude als l t ultursaktor" <1914 im Züdisch-Liberalen Verein) und Purim 1916 im Literarischen Verein in Bremerhaven. $0. Geburtstag Am 11. Novemkur!r. begebt der KultuSbeamte a. D. Antel Ne bst sch, hier, fiöstzenstraste 29, I. in seltener körperlicher - und geistiger Frische seinen SO. Geburtstag. ÄlS Lohn des in der talmudischeu Welt berühmten Dajan 7keb Eimche N e b s i s chsiempen s. Ä., stand er mit den Geonim und einen lebhaften Gedankenaustausch. — Zm Zabre 1917 gab er das Verbindung und unterhielt mit diesen Größen Werk seineS- VaterS „Mischkan HoeduS" heraus. was große talm» fische Kenntniffe und Belesenheit erforderte.