Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 20 (31.10.1935)
- Date
- 1935-10-31
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Breslauer f\ * [d J - - - - - . - - ' ' * I' ' AMTLICHES BLATT DER SYNAGOGENGEMEINDE BRESLAU Hauptfchrlftleiter: Manfred Nosenf Verlag: Hellmulkh und Erich Breslau, Gartenstrabe 19 Anzeigenpreis: Die 8 gespaltene IN! Erscheinungstermin vierzehntägig — Preis Fllr die unter dem Namen des Verfassers erscheinet Ti mi iii e 16, Breslau | Druck und Anzeigen-Annahme: chatzkg, I Druckerei-Schatzkg, Breslau 5; Gartenstraße |19 1 Telefon 23175 1 eter-Zeile ober deren Raum 11 Pfennige — Bei laufenden Aufträgen Rabatt Pfennig vierteljährlich (einschließlich Zustellgebühr) — Postscheck-Konto 62092 Artikel und die VereinSnachrichten übernehmen wir nur die preffegesetzliche Verantwortung. k en 12. Jahrgang 3i. Oktober 1933 Nummer 20 f il\tfeee Winterhilfe „0» den nüchternen Worten, die von i bitte sprechen, ist uns ein (Trostes gesagt. Wir stehen vermöge der Wintcrbilse, die rins übergeben ist, gäbe, die uns groß und bedeutungsvoll gestellt deittet zugleich, wir sind zu einer Freiheit King das ist sittliche Freiheit: eiine Aufgabe best anderer einem abncbmcn ka in, der man st i ganzes V>erz, seine ganze Kraft zuwenden dcr Alles Große im?)!enschenleben ist ein eine??!öglichkeit. Die Bgrschung schickt nichts Erfülltes, sondern sie uns ist nun helfen, Men- ~ic Gelegerrbcit, m Menschen schickt ibm die Stirnde, die Ge lcgenbeit. Alle Schuld ist versäumte Gelegenheit und aller Segen im Leben des einzelnen rvic der Gesa ntbcitcn ist be Gelegenheit.;i die Stunde geschickt, die Stande, Menschen zr schen zu finden und darin uts alle ztlsammcnz|rfindeir. S tunde ist bei uns, damit nir sie ergreifen. Um uns erhebt sich das Schicksal. Cs dkcfbt uns oft zu erdrücke». Aber das wäre dus Schlimmste, nze mit seinem Druck uns sinnlos werden sollte Glaube ist Glaube, der sich über das Schicksa Wille, der in diesem- Glaulien erwächst, der staltcn und zu schaffen, das Gesetz zu erfüllen Winterbilse können wir stärker werden als ei!rr Wir sehnen uns nach einem Lichtstreifcr wir warten auf dieses Stiebt, nicht das lücht vergessen, das Wir sollten übcir dem Warten wir entzünden kinnen und dasuns in der Finsternis leuchten soll. Wieiel Helligkeit, nsteviel Wärrne können wir!n uns und in alteren schaffen. In lins dadurch, dass wir geben, in anderen de durch, dass wir ibncn geben durch Mitdenken, Mitftthlen mi> Mittragen. CS gibt nur eine Einigkeit, hie, welche durch tie Pflicht geschaffen wird. Dadurch, daß sich einer in den anderen bineinverseht, hineinempsindiet, dadurch, da s gleiches Licht leuchtet, von hem einen bereitet, lveitergetragen.! serer Winter- Bor 36 IabreN, im Monat. Tischri, bat Bia.lstk in einem Gedicht, dem bewegtesten, dem erlebtesten vielleicht, wr einer Ausdas er geschaffen bat, zur Hilfe aufgerujpn. „Jeden Istrnkcn ist. Das be- > Kraft und Licht, den Gott in die Brust uns gab, wir wollen fübrt. Denn sie sammeln, sie zusammcnfügcn in eines. Reichtet auf das neu, die kein' Volk, erhöbt daS Geschlecht, bolt hervor das Licht, bolt l Selbst, sein bervor das Licht." So bat er gesprochen imt> so spricht er zu uns in dieser Stunde. Bor uns siebt die Aufgabe, vor uns diese Zreibeit, vor uns die Gelegenheit, vor rrrrs die Stunde, vor uns drs Opfer: Holt bervor das Liebt/ bolt bervor das Licht!"??uin kann dajenige, was beute die jiidischen Herzen in Deutschland bewegt, gewiß nicht schöner, schlichter und mitreißender zrnn 2 usdruck bringen, als dies in den vorstcbendeir Sätzeir gcs.heben ist. Ist doch auch der, der sic gesprochen, der Mani^, der am ehesten berufen ist, vor den Juden in Deutschland und für sic seine Stimme zu erbeben: der Präsident der Neichsucrtretung, Rabbiner Dr. Leo Baeck. Dem, was er uns sagt, baden wir, tun unsere.Gemeinde über dasjenige zu unterrichten, was in Breslau geschehen und im Werden ist, nur folgendes btnzuzufssgen: Als cs nach Wochen dcS Zweifels fcststand, daß wir Iliden llirscre Winterhilfe selbst aufzubaucn baden,grinst die Leitung der Gemeinde sofort tatkräftig ans Werk, Unter der Berantwortung der Dorstandsdezerncnten nir das Wobtfabrtsamt und die Wirtschaftsfragcn ist der vom Borstande bestellte Leiter und der durch das Zuströmen freiwilliger Helfer ständig wachsende Stab der Winterhilfe unermüdlich am Werke, um drrrch Bcrbandlung mit den beteiligten Berussgruppcn, Geryinnüng von Nänmen und Ausbau der Organisation nach d<r Dichtung der Spender wie nach derjenigen der zu Betretenden das .Hilfswerk in wenigen Tagen so allen ein auf die Beine zu sti llen: CS ist durch straffste Arbeist geden anderen lungen, die Borberntungen soweit zu fördern, daß^ am 4. November mit ders Arrsgabp begonnen werden kann. > Bern das Leberr Aller wabrc nhebt, ist der Wille zu ge- Drrrch unsere Schicksal, un Horizont, 75803146