Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 15 (15.8.1935)
- Date
- 1935-08-15
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/3970005-7569529-7569762--2376-3972214- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Breslauer Jüdisches Gemeindebiatt Nr. 15 ligä zum crffenmat in ein, jördertc mit Drama Gerhart > r c m < n gegeben jnfcmblc -einer Einder Stabführung jjibrfc > iele "Kerfe Grillparzers, Hebbels, Lu ehrest» egui. Taue bau trat er für junge Raebdr let Carl hauptmanzi und das" mo halipin anns. Ibsens und Ludermanns.?fc chdem er bereits 1896 ein Gastspiel batte, s >lare er im Jahre 1898 mit dem Op, ladung des Zaren nach PeterSburg. wo Julius Priiwers das! erstemal in Rußland Li£rjiftan und Isoldes ./Tie / Iceistersinger'L „Ter fliegende Holland:rf u. a. ausgejührt wurden Ebenso bedeutsam waren seine Gastsp elreiien nacb Wien und 3i.fapc.ft (19<*7), er brachte in diesen Stäpt^n Richard Strauß , Salon e' als Erstäüssiihrung auf die Bühn^ Ter Ruf BreSlauS als Tb Vaterstadt war überall anerkannt. Loatze^konnte eine Schar von >\i nstlern um sich vereinen, wie man sitz Nur an den ersten Bühnei fand. Unter d'en vielen, deren glahzppller Ausstieg unter seiner Führung in Breslau begann, feien nur Sophie Sedlmayr. Barbarp H'cmp, Tv. Otto ^rtefemcifter, Leo (jflekaf, 'Paul Bender. Walten. Bsilma Illing. Tilla Durieux, jRudolf Lettinger, Albert Eteinrück, Hans Marr, Bitter BartzywSky, Erich Ziegel. Earl T lallauer genannt. Biele andere wären HußerHem zu nennen: Im Zehre I9N übernahm Theodor Loewe noch die Leitung des Schatisp ielhause«. so hast nunmehr alle Dreslqüer^ Bühnen in seiner Hand v creiniat waren. Die Subventionssrage!l»erl Opwr führte dann 913. baut, dast er das Stadttheater und das Lyde-iund Thaliatheater ausgebe i mußte, während er das Schauspielhaus bih 1929 geleitet hat. 'Kelchei?tui er ihm als führende OperettenbpHns zu sichern wußte, ist noch in irischer Erinnerung. 49 Jahre Theaterleiter in einer Stadt Mi fein, und im allgemeine i nur Hohe iAuerkennung zu finden, hMeutet einen nicht alltägliche! /.Aufwand an Tütkraft und künstlerischitr Leistungsfähigkeit. Lein Wirken lenkte die Blicke der deutschen ÄUnlenleiter in starkem 'Maße ■ e uf ihn. Iw ei?leuekungen, die er einsülme," sind von mehreren ""uh,teu des Reiches überndmmen worden: Ipi Jahre 189Z richtete r im Thaliatheater „Volkstümliche Vorstellungen" zu billigen Preisen ein. die ungewöhnliche Erfolge hatten:/ im gleichen Sinne arbeitete später u. a. das Berliner Schillertheater. Die zweite Anregung Loeives war die Veranstaltung besonderer Theaterseiern für Dichterjubilare, insbesondere für solche, die noch um ihre AnerkennunA zu ringen hatten. Theodor Loewe war bis 1933 zweiter Vize- Präsident und Ebirenmitglied des Deutschen Bühnen-VereiiiS und Obmann seines ÄezirksverhandeS Breslau. Sein 25jäHriges DirektionSjubiläum wupde für die gesamte Bühnenwelt zum Anlaß, ihm wärmste Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. Seine schriftstellerischen Reigungen hätte er, alS er sich ganz dem Theater zuivandte, aujgeben müssen^ doch erschienen — hauptsächlich im „Osten" — öfherS tiefempsundene Gedichte, die die ursprüngliche Zdraft seiner Lyrik zeigeit. Iu seinem Wesen gehört auch seine Liehe zur bildenden Kunst. Die Galerie Loewe war eine Sehenswürdigkeit Bresla es. und manches große Museum beneidete sie um° ihre «chätzo. Da! hingen italienische Hochrenaissance- und Baroämeister, u. a. worein^Giorgone, Tizian, Tintoretto, Iaeopo Bastano, Tiepvlo, Eorreggih und Carlo Maratti vertreten, unter den Riederländern sanp man! Ban Dyck, Jacob van RuiSdal und Jan Mastn, unter den Franzosen Elaude Lorrain, Antoine PeSne und Jacques LouiS David, unter den Deutschen und Oesterreichern ragten eine Lukas Cranach zügeschriebene „Frau", Wilhelm Tischbein, Anselm Feuerbach und Ferdinand Waldmüller hervor. Loewe bewahrte seine Liebe zur Kämst bis an sein Cnye, auch die letzten Jahre hindurch, die ihn mit wirtschaftlichen Sorgen belasteten. In dieser Ieit war seine Aufmerksamkeit vor allem den jüdischen Kultursrc^gen gewidmet. Cs gab kaiim eine jüdische Kunst- Veranstaltung, bei der man nicht die trotz des hohen Alters aufrechte gnd elastische Gestalt Theodor LoeweS bemerkt hätte. Am Judentum hat er trotz manwer Bersuchungen, die schon früh an ihn herangetreten sind, in Treue sestgehalten. Iahlreiche Anekdoten bewahren seine Gradheit, seine Liebenswürdigkeit und schlichte Natürlichkeit. Ein großer Mensch ist mit ihm dahingegangen, desien Berdienste un vergesien bleiben werden. Kurt Schwerin. 4-n>">*iiiamimu...... ie niSmuS sehr gün- Slauer Zionistische rng eingeladen, in ß ausgestellten Einit Fragen Stellung inerte zunächst Ausihwish Agency und Evischen Parteitag sjeherhlick über den Ses Verhältnis zu n und von einer : Habe, deren Ab- »hünge. .Die Zerti- Vetfammlung öec Sdjetelgatjlet ich Beendigung der für den deutschen stig au, gefallenen Schekelaklion Hatte die Bereini >ung die' Schekelzahler zu cirtcr Dersan!vr drei Bertveter der für den Lnzeruer Kong Mit-list. deutscher Zionisten zu den wesentlw nahmen. Di. Walt ex Lux ('Allgem. Zion.) ert bau uw Ziele, der Z. O., des Eouneil der! schließlic des Kongresses, der .ein Mitteldiv und Pa lament darftelle. Er gab einen kurz Eriola! er Arbeit d r letzten Exekutive, die ein den Arc bern und d:r Mandatsregierung gefd Londone Großbank eine hohe Anleihe erba' deaung 1 >on der La. ie der nationalen Fonds fikalspol tik der Exe utive, "durch deren bisheriäi Vermittlung zwanzig Pro ent aller Z rtijikate nach Deutschlands stehen, werde sich besonders mit den au jerorventlich harten Bestiimnnngen unterworienen. üb, r .45 Jahre alten Auswanderungswiklme i zu beschäftigen haben. Tas Galutjhproblem, Fragen der Land virtschast, soziale Gerechtst keit. und wo es noch nicht vorhanden, ist, Schäftung hebrätschen Lebens seien Ausgaben deS Kongreßes d:r vor allem auch eine Stc rkung. der Au'bausonds erreichen müsse! i Se itinarvabbiner Tr. Israel R a b i «(!<"! llisrachi) beschäftigte siet vornehmlich »it den kulturellen, d.ljh. hebräischen Problemeil, die HDeitS daS Thema deS zweiten! IionistenkongresteS waren u >d Aw^v Haams positive Stellungnahmo Hervorriefen. ES gklte, di, geistigen Kräfte und Potenzen zu weftrn da ein'jüdrscher Ausbau 2alästinäs 'r.z'n cr~r «p d. b. nicht Hu für daS tägliche Brot gei hebe. In der derzeitigen Rot, nicht alle n der Iudenheit, sondern C2 Iudenttnns müsie die hebräische Kultu arbeit neben Fivanz un' "Wirtschaft ihren Platz sinden." Tie» Arbeit müsse den Einwänk erer zu einem wirklichen sormen, Ni t. zu einem Mensehen, de von der einen zur anderen Seite hiniwe rzugehen vermag. Die »jSrbnt geschehe i bereits durch bas Schulwtxk, daS jedoch mehr als bisher die Sprach i irha l t c, das jüdische DiHkcil und Empfinden vermittelt müffe. '?on 5<>ixx> hindern heiiijdeil sich 5.4 000 in hebräisch, n Schulen, davon 59 Prozent in allgemein-zionistischen Schulen. 26 Prozent in Misrachischulen, 15 Prcswiit in den Schulen der Hist, drutb. Die Ewigkeit und Totalität nitar von Mose bis Akiba Ei er reichenden jüdischen Tradition misste der Sinn eines hebräischen Kulturpr«arainms sein.! E r n st Bauer-Berlin shechaluz) - tyschäfttgte sich mit den Win ichaftspjrobl men in einer Zeit pälästiimsisischer Prosperität und in ei ter Periode der Wirklichkeit. Die neud'Grekutive habe die Ausgabe virtschastlieher Pla»,ung und finde dazft, e^ne Organisation vor, die chuldensrei .sei und der Weltbanken Äfcfitc geben. Im südlichen Teile Judas, im Hulegebiet und in Tpsnpjordarrien müsie eine Ansi:dlung jüdischer Masten stattfinden, i'jynr die Verwirklichung ic [eher Plänefseien die Aussichten günstitj, lEin "von Spekularion ire es, privates Kapital müste fieh-ausefaetjer Initiative in atzen. Eng damit zusammen Hänge Hie Frage der jüdischen Arbeit. Bauer mahnte eindringlich, die FvndS der Zionistischen Organisation und der Iewish ÄgeneH auSgtebig zu unterstützen. Tie Veranstaltung begann mit hebräischen Gesängen des MakkabichorS und schloß mit der HatikwaH.! Tr. Lux hatte zu Beginn noch aufmerksam gemacht, daß während deS Kongrestes eine Kongreßzeitung im hiesigen Palästinaamt (Gartenswatze 25, 11) auSliegen werde. F. G. R. es, privates Kapital müste fich-äuse den jüdischen WirtschystSprozeß in Palästina ciij Drucksachen für Tagesbedarf und Werbung DRUCKEREI KHATZKY GARTENtTR« IO FERNRUF 24468/69 Plakate Etiketten Packungen