Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 11 (15.6.1935)
- Date
- 1935-06-15
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 11 Breslauer güdische» Gemeinbebl at t Die fitbeit des tfilfsveeeins Vor kurzem forU> unter reger Beteiligung ein« Sitzung des Geschäftsführenden Ausschusses -es Hilfsvereins der deutschen Juden unter dem Vorsitz von Max M. Marburg statt. Der Vorsitze n>de teilt« mit, daß der Gcschästsführende Ausschutz durch solgend« Persönlichkeiten erweitert wurde: Generalkonsul Siezfrieb Aufhäuser- München; Siegfried Bieber, Dr. Alfred Kl« e- Berlin; Emil O« 11 i ng e r - Frankfurt a. M.; Moritz R ose n t h a l, Direktor Heinrich Stahl-Berlin; Friedrich A. Strauß Karlsruhe; Gustav Würzweiler -Mannheim. Anschließend erstattet der Generalsekretär Dr. W i s ch n i tz « r einen Bericht über di« Tättgkeit bts Hilfsvereins. Er gibt «in« Darstellung der Auswandererfürsorge feit April 1933. Angesichts der nicht nur auf dem Kontinent, sondern auch in den überseeischen Ländern bestehenden Einwanderungs- und Niederlasfungsbedingungen war die Arbeit des Hilfsoereins besonders schwierig und verantwortungsvoll; die Beratungen erfordern in den meisten Fällen ein« eingehende, individuelle Bearbeitung. In dem Zeitraum bis 31. März 1935 wurden über 100 000 Menschen beraten und mit Jnsormattonen jeder Art versehen, und zwar etiva 60 000 im Jahre 1933, 39 000 im Jahre 1934 und einige Tausend in den ersten drei' Monaten des Jahres 1935. 11416 Personen konnten die Austvanderung dank der Finanzierung durch den Hilfsverein anfrete». Größer war di« Zahl derjenigen, die ein planmätziges Auswanderung^Vorhaben erst nach Einholung umsia s'f e n d « r Informationen 'durch den Hilfsverein verwirklichen konnten. Zwecks Beschaffung und Erteilung dieser Informationen fetzt sich der Hilsverein mit Gemeinden, Komitees, Privatpersonen in europäischen und überseeischen Ländern in Berbindüng. In Deutschland arbeitet er mit Gemeinden, Provinzialverbänden und Wirtschastsstellen, die bei den Gemeinden ins Leben gerufen wurden. Es gehett dicm Hilfsverein Nachrichten zu, aus denen hervorgeht, daß es vielen Auswanderern gelungen ist, nach verhältnismäßig kurzer Zeit sich eine Existenz auszubauen, und daß sie bereits in der Lage find, ihre Angehörigen Nachkommen zu lassen. Die Auswande. rung nach Uedersee erstreckt sich aus etwa dreißig Länder. Bon anderen Arbeitsgebieten erwähnt Dr. Mschnitzer noch die S t u d « n te n s ü rs o r'g e. Des weiteren berichtet er über die Wiederaufnahme der Tättgkeit der H a f fk ine- Stiftung. Nachdem der Prozeß, der gegen die Stiftung vor zwei Jahren angestrengt wurde, gewonnen, und der Stistungsrat am 5. Januar 1935 neu konstttuiert wurde, kann sich der Hilfsverein wieder dieser Arbeit widmen, die den Jeschiwoth gilt. Ruege Tladftiäften * Die Zentralstelle für Jüdische Wirtschaftshilfe, Abteilung Aerztedezernat bei der Reichsvertretung der deutschen Juden teilt mit, daß sie bereit sei, die F e r i« n o e rs ch i cku ng v o n A rz tkindern zu Arztsamilien zu vermitteln. Sie bittet daher um Mit. teilung von Anschriften solcher Familien, die bereit sind, Kinder der Kollegen während der Ferien aufzunehmen, bzw. um die Anschriften von Aerzten, die ihre Kinder verschicken wollen. * Wie aus London gemeldet wird, hat 'die Royal Society of Mcdicine in ihrer lej ten Sitzung Prof. Dr. Sigmund Freud in Wien, den Begründer glied gewählt. Der -ungarisch« von ihm ein Exemplcr entgegengencmmen. In Wie di« Iüdi P a l ä st i n a « i n w a der Psychoanalyse, einstimmig zum Ehrenmit- Ministerpräsident General G opibös hat den aus Deutschland stamnfenüen jüdischen Schriftsteller Otto, Z a r e k. der in den letzten 1^ Jal ren in Budapest gelebt und cfn von Fach, kreisen als epochemachend bezeichnetes Werk über, de Nattonalhelden Ludwig Kvssuth verfaßt hat. der ungarischen Uebersetzung der Zarek'schen Kossuth-Biogro ein interessanter! Abschnitt über, die Beteiligung von ungarischen Freiheitskämpfer] enthalten. d>e Telegraphen-Agentur erfährt, betrug die d e r u n g im Monat Mai 4110 Personen. ungarischen ^pfangen und ieses Werkes hie ist auch iden-an den Unter ihnen befanden ich 350 Einwanderer der Kapitaliftenklasie. In Jerusalem Ola'mith Lesimrja Ziel gesetzt hat, das wurde eine Gesellschaft asamir Brith th IIsrael" gegründet, die es sich zum ebrätfche Lied überall in der Welt zti verbreiten und hebräif he Lied-Dichter und -Komponisten zu fördern. In regelmäßigen Zeit« bständen sollen „Tage des hebräischen Liedes" stattfinden, alle zwei Jihre sollen sich di« hebräischen Chöre an irgend- -1 ... — Liederfest treffen. Ein Preisausschreiben für t Chorlieder wurde veranstaltet. Adresse des riats ist^ Frau M. Cahan, Rechov Bialik 10. einem Punkt zu einen die 20 besten hebräischen palästinensischen Sekretpr Tel Awiw. High Commisionjer Sir Arthur Wauchope hat am ll>. Juni ' , .. dem .Theatergebäude 'für die „Habrma" in Tel Awiw oorgenommin. Der Rat des Synagogenüerbandes in Amerika beschloß die Herausgabe von Werkln in hebräischer Blindenschrift, die Breoss erfunden wurde, zur Benutzung durch jüdische Blindenanstalten in der ganzen Welt. Rabbiner Brevis. selbst ein Blindes, arb itete vier Jahre an seinem System. berkommissar für Auswandererfürsorge begibt Der Völkerbunds,, sich nach längerem Au enthalt in Südamerika, wo er mit einer Reihe von Regienungei der Auswanderer aus zurück. Oberkomfnissar filtert, um di« mit der begeben hatte. G. Mac Donald, daß rung, einer bestjimmtdn N i ederla sfungserlaubni s * In Rom fand Dorothea B ll o ch, führung gestaltete sich äußert sich begeistert ü * Erich S eel ig und Halbschwergewicht Schwergewichtsmeister Verhcmdlungen betreffend di« Unterbringung Deutschland gesührt hat. nach Re w P o r k MacDonald weilte eine zeitlang in Bradortigen Regierung im April ausgenommenen Verhandlungen zu Endie zu führen. Vorher war er in Uruguay, wohin er sich nach ein« i dreiwöchigen Aufenthalt in Argentinien Vor sei ier Abreise aus Buenos Aires erklärte James 'die argentinische Regierung der. Forde Zahl von Auswanderern aus Deutschland zu gewähren, freundlich gegenübersteht, die Uraufführung der Oper „Asfodelo" von einet jüdischen Komponisttn^ statt. Die Auszu einem großen Erfolg. Die Tagespresse I er die musikalischen Qualitäten des Werkes.' der ehemalige deutsche Meister im Mittel, boiie in London gegen den schottischen lxel Bell und konnte durch einen begeistert aufgenommenen k. o.-Lieg in der sechsten Runde sein immer noch großes Können unter Beweis stellte. Optiker Garai Der bewahrte Fachmann Alle für passende Augengläser Krankenkassen 4 Albrcchistr. 4 Fernruf 27493. Leere» od. möbl. {rtcrjlmmtr an börufst. Dame od. Herrn per 1.7. zu vermieten.. Markus, Loheftr. 60. Tel. 363 92. -kur der beschäftigte Handwerker schafft neue Lehrstellen! Gut mSbl. Zimmer nach schön.Garten gelegen, Zimmerstraße 1l, I, per 1.7. zu vermieten. J9" Kaufen Sie ''•C bei unseren Inserenten! Für 1 A Ma flseäube I Mk. ' vird xug öfter t e l tu.gsbögett Rep« raturen 34 Monatsraten *5.io Alte Tasdwnstrafte 3/6 Kaiser-WilMm-Strafte 3 Mit der Kleinen Anzeige im „Gemeindeblatt*4 erreichen Sie alle Breslauer jüdischen Kreisel Helft alle mit! Der Wille, an der jüdischen Gemeinschaft tätigen Anteil zu nehmen, und! den bedrängten Glaubensgenossen beizustehen, verkörpert sich in der blauen Beitragskarie Helft alle mit! Erwerbt die blaue Beitragskarte für Hilfe und Aufbaal Wir bitten unsere Gemeindemitglieder, die bisher noch nicht aufgesucht worden sind, um schriftliche Mitteilung oder telefonischen Bescheid unter Nr. 542 69 oder Nr. 542 10, Jüdisches Wohlfahrtsamt, Breslau, Wallstrafie 9. P r Oartak Tal.2Se7l. und Zu« ellung ncfbilllg S t O str. 21 Abholung frei. 2 Zinmer- Wohitung mit K Del B u. Beigel. feVU.Tel w.)p. MO. v. t Dimi n «t aucht mit Preis- S4 G.d. Z. Offerten »ng n. B. henr laltngn lUnlM« g««liM(ih. •er*« e ceh* . J. W.I353? Laat dfe ,.Jüd. 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