Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 11 (15.6.1935)
- Date
- 1935-06-15
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt Nr. 11 ' Zuki-Abschluß L'cr ®interarb it hatte der Mittel- und N i e d e r s ch l e s i e n die Der^ Ortsgruppen zu einer Tagung noö' Breslau -I Ani Bormilmg hatten die T nlnehmer G^l Palästina,Tosiflm ,^Land der Berhüßung" zu s dsnii in der- Lesiingloge die eigentliche Arb Aittelpunkr stand, da Generalsekretär Pollak Hmderr iv>ir^, das Referat von ldr. schloß „ZietNsmus vor dem 19. Kongreß - Zionismus U»n". Der Rcdster bcschäsügte sich ausführlich sinia-ion des deutschen Judentums, er wies nach Jahre eine gewisse Stabilisierung > nd Beruht zu i sei. wie man angefangen habe, f ch auf ein tiiaum" einzrir-ichten. Inzwischen abn habe man der TluZsctiallungg- und AuSgliek erungsprozetz )r. Schloßberg beschäftigte sich det fdjfefifdjett fiiontften Gruppenverba nd für eter der zionistischen geladen. egenheit, den ersten en. Nachmittag fand stagunq statt. Im weiteren Verlauf seiner Darlegung'et ausiührlich Anspruch auf Führung des in Deutschland lederst gmg dann^auf die Lage im Zionismus ein. starken der zionistische,!. Wellorgans ation durch bauwcrles in Palästina, den Abschl iß der engli weiteren entsprechenden. Pläne.' ferner wurdesr Schwierigkeiten, die sich aus eimm gewissen tverden,der privaten Wirtschaft in Palästina ei die Differenzen mildem Revisionismus. I Fahrräder von MO&SNER I | Nikolaistraße 10-11 - Femspreiher 21964 | am Erscheinen vere r g, Berlin, über im Leu-Ischen Juden it der gegenwärtigen wie im vergangenen g wieder eingetreten „Leben auf eigeneni mkenven müssen, daß weltergegangen sei. Ausführungen im mit dem zionistischen den Judentums und schilderte das Erue Erfolge des Aufi Anleihe und die auch erörtert die überschnellen Stark, rsgeben haben, .ebenso Aber gerade nach der-Bereinigl gestärkt zum 19i Kongreß Mich einige wichtige Fragen der 3101, könne». zchen könnet istischen fium Paläftina*UQett Die Pressestelle der Zionistische Vereinigusr - -'e il - daraus hin, daß die z i c n i st i s ch e D e u l i,h l a n d in diesem-Jahr mit einer st a r kse Vocteagsabehd des ng dieser Disige werde der Zio. und dort vielleicht isation selbst lösen Org in Bersammlung des Breslau, der frühere Elkeles, Berlin.;s jüdischer Front' sihen Atn l. Juni sprach in einer; ut besuchten Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe stellvertretende Bundesführer des R I. F., R.- iiber das Tbcma „Die Ausgaben -dess Reichsbnndse ioldalen in der heurigen Zei?". ^Auch der Erlaß des neuen »Wehr alle jüdischen Frontsoldaten noch-stü 1 der Redner aus. wie manche.meinen Der R. I. Fl habe nach wie vor f und seeluchen Ertüchtigung, der jüdisl bleibett wolle, müsse ip jeder Beziehuckg Die cportabkeilungen hättest uommeii. notig fei aber ein« etwas gi Bevölkerung an. den sportlichen Beita Redner erörterte in diesem Zusainm) lung in^ G r 0 ß - G a gl 0 w. An der Umschichtung gestellten Probleme müs e gestützt aus erfahrene und sachkundig« aller handwerklichen und landwirrschst die Pflege der geistigen Bild Menschhetr immer den größten Wert werden. Ein weiteres Aufgabengebiet sorge und Betreuung de-t jüdisches» und nicht' a r i I ch e n K r i e g s 0 p f « r. ' Der R. I. F. habe heute mehr al- -25 000 Mitgsö mit Len Familienangehörigen-einen lxträchtlichen iä Deutschland. Er wolle weiterg irren seiner Kulturgüter p'legen, die Jugend in'seinem Sinne echter kameradschaftlicher Bund bleiben GeoF.-Gag/oro Aus der Erkenntnis heraus, daß die Wirtschaft ücutichen Judentums vor üent Krieg« die denkbar hat die Biindesleilung des RjF. den <Zle>anken der durch di« Gründung einer jüdischen S edlung in di 23. jüdische Familien haben in Größ-G/ig arbeite» müssen, aber', ihre Siedlerst, llen -warfen bessere Erträgnisse ab, so daß sie eist auskömmliches gesetzes, den,, fei kein zu einer Auf ' ine Aufgabe' Jugend, die Sorge einend starken höhere Ameili nstaitunzen »Hang das Lösung der und' werde Kräfte intensiv stlichen Aus u t n g, aus gelegt habe, sei auch in j ü d i sch e g für Deutschland Bewegung in n Delegation am' Zionistcnkontzreß teilnehmen wird, um aus die zukünftige Gestaltung des Palästinaaufbaus im siinblick auf feine zentrale Bedeutung für «inen großen Teil auch der in Deutschland lebenden Juden Ein siuß nehmen zu können. - - Um die jüdische Oefsentlichkcit in Deutschland über die gegen, »rärtigen Probleme des zionistische» Ausbauwerks und die Ausgabe» der zukünftigen ^Entwicklung zu informieren, verbreitet die Pressestelle «ine» Artifel. in dem unter der Ueberschrifl „Festigung und Fortschritt l—Zwsi Jahre Pglästina-Aufbau" u. a. dargelegt wird, daß das^Schicksal des Judentums in den letzten Jahren klarftellt, daß unter den vielen Ländern der Welt Erez Jisrael allein die Möglichkeit für ^>ie Einwatideriinjz einer erheblichen Anzahl von Juden bietet. In den .beiden letzten Jahren sind 80 000 Juden, unter ihnen allein 22 000 aus Deutschland, nach Palästina gekommen und die Einwanderung von, 18 000 Juden im ersten Vierteljahr 1935 zeigt «ine weitere starke Steigerung^ Es folgt eine Darstellung der Leistungen der gegenwärtigen Exekutive, wobei im'Zusammenhang mit der Erwerbung des §> u l e hgcbiets betont wird, daß nur die jüdische Kclonisationßleistung selbst geeignet ist, Forderungen auf Ausbreitung des Äolonisations gcbiets und Verstärkung der Einwandcrungsmöglichkeiten zu legitiltiniereii. Sdjemaejafju Cemitt f. fl. 3n Haifa verschied plötzlich im Alter von 68 Jahren am Herzschlag der ^bekannte zionistische Führer und Schriftsteller Professor Schema rijahu Lewin. Schettarjahu L e w i n. stemmte aus Rußland und hat in feinem kutl>.rhistorisch wie künstlerisch gleich werlvollem Buche „K i n dheil im Exil" die Erlebnisse und Eindrücke seines Jugendallers eingehend f «schildert. Später studierte er in Berlin »nd Königsberg, wurde dam Kronrabbiner. in G r 0 d n 0 und Jekaierinoslaw und im Jazre 1905 Prediger in Wilna, 1906 ipprde er zum Ab, geordnete» der ersten zaristischen Duma gewählt. Er hat schon i» dieser Per» de seines Lebens eine ausgedehnte jüdisch-publizistische Tätigkeit ausgeübt. Für de 1 Palästina-Aufbau und den Zionismus hat sich Schmarjahu Lewin jahrzehntelang in einem großen Teile der Kulkurivelt eingesetzt und er war. zweifellos einer der begabtesten und ersolgreichsten Vorkämpfer dieser Ideen. Seit 192-1 lebte er in Palästina. Schmar ahu Lewin hat wiederholt, auch schon in der Borkriegs zeit, in Bre llau Vorträge gehalten. Tietdjsbundes J mdifdjee ffcontfotdaten er dessen Eindruck Anlaß, so führte ösung des Bundes. Der körperlichen die in Deutschland R. I- F. gelten. Aufschwung ge. '1 ahme der! jüdischen 'der Jugend. Der Schicksal »er Sied durch die Berufssich der R. I. F., beteiligen. Neben lldung dürfe aber >oelche die jüdische nicht vernachlässigt s Zukunft die Für, Tsts ieider, umfasse also des Judentums Ueberzei'gung die ergehen und ein iche Struktur des ungünstigste war, st'ms ch i ch t u n g Toi umgesetzc. 0 w zivar schwer ihnen allmählich Leben hatten. Zahlreiche jüdische Jugend wurde aus Groß-Gaglow in der Landwirlschaft ausgerildet. Die Regierung forderte die Räumung der Siedlung. Der Anordnung mußte selbstverständlich nachgekommen werden. Die umsangreichin mündliche» und schriftlichen Berhandlungen mit de» zuständigen Behörden, fanden ihren Niederschlag in dem Bescheid des Reichs- und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirt schaft vom lj. April 1935, in welchem es heißt: „Es haitdell sich im vorliegenden Falle nicht um die grundsätzliche Frag«, ob Nichtarier, insbesoii'der« ehemalige Frontsoldaten, in Deutschland überhaupt Grundbesitz erwerben dürfen, sondern nur darum, ob it dem behördlich geleitete» Siedlungsverfahren von Groß- Gaglow aris he oder nichtarische Siedler angesetzl werden. Für dieses Siedlungsveifahren aber muß ich entsprechend meinen allgemeinen Richtlinien' für die Auswahl und Bermitttung neuer Bauern in behördlich gi leiteten Siedlunzsverfahren daran festhaltenz daß nur solche Persor en angcsetzt werden, ,die gemäß § 13 des Reichserbhofgesetzes vom 29. September 1933 deutschen oder stammesgleichen Blutes find, und zwar auch auf Stellen, die der Größe nach keine Erbhöfe sind. Hier kann ich auch für ehemalige Frontkämpfer keine Ausnahme nlachen. Die rechtliche Grundlage fllr die Aussiedlung der n chlarischen Siedler in diesem Verfahren liegt, wie ich bereits in meinem Be. scheid vom 2!>. Februar an die jüdische Landarbeit G. m. b. fj. mit« geteilt habe, darin, daß es in einem solchen behördlich geleiteten siedlungsirrt) Renten gutsverfahr«» im Ermessen der Behörde steht, men sie als Siedler zulassen will. Dabei ist die Behörde auch berechtigt, bereits erteilt) Genehmigungen im La-uf« des Verfahrens wieder zurückzunehmem Es muß -daher bei den von mir für die Ueberleitung der Siedlerstellen aus arische Siedler angeordneten Maßnahmen verbleiben. Unberührt trteibt hierdurch di« grundsätzliche Frag«, ob außerhalb eines behördtich geleiteten Siedlungsverfahrens Nichtarier Grund besitz erwerben dürfen." Groß-Gaglow ist für di« Juden verloren gegangen, aber nicht aus Umständen, die aus der Siedlung herrllhren und mit ihrer Leistung irgendetwas zu tim haben.