Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 10 (31.5.1935)
- Date
- 1935-05-31
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Breslauer Jüdisches ©emejnbeblatt Nr. 10 J\m Veesfam /udifäfem Runftleben Konzerte Cln priuareni Kr«ise liefe sich kü> ztich der Breslauer Geiger Dr. ilurt Xi inner zum enten Mat? mit einem abendfüllenden Pro flrampi vernehmen, das über seine k instlerischen Qualitäten ziemlich erschöpseickien Aufschlufe gab. Es begann mit dem a.-moll-Kon,zert von Viraidi, denen strenge Linienführung in stilrsti'cher Hinsicht bis zum Icgien gewahrt wurde. Dafe hier «ne auch stellenweise im PrÄudium und Allegro von Pugnani-Kreisler dit Griff- und Bogentechnik noch nicht jenen Krad der Vollkommenheit aufwies, den man in den übrigen Werken beobachtete, ist auf die a ifänglich sehr heftige Befangenheit des Spielers .zurückzuführen, An handwerkhchen Können allein lag es nicht: dafür ist Xintner, der j > indirekt aus d-.r schule Carl Fleichs heroorging, zu weit fortgefch itten, Dom rein musikalischen Standpunkt gesehen, iit -übrigens >erade diese vorklassische Musik seine stärkste Seile: sie liegt ihm und Zitier Wesensart offenbar viel näher als die»zarte Melodik Mozart!, dessen L Hur-Lonate, bis auf das Finale, -recht unpersönlich miede gegeben würde. Xonlich sehr fein und auch 'im' Stimmungsgehalt »üsgezeichnef erfafet hörte man Smeianas hübsche Impression .Aus i er Heimat" <g-moll), und auch der Lorrraq der kleineren Stücke von Wieniawsk fehlte nicht seine Wirkung aus das A iditorium. » treten vor die Oeffentlichkeit wird die geigerifchei n:rs beflügeln und seine! unleugbare Zegabung berg (Kpvier) hatte er die jsich nur wünschen jn einem Hauskon-!es zeigte sich, dafe räun iichen Verhältnissen, ildete hier übrigens nur uns unu icmci uiutu^vutt In seiner Gattin I.rene Meifeer beite und ventänduisvyllske Parmerch, die er konnte. Xags daraus hörte! man beide nbch einmal zcrt des B e a t« - G u r t m 4 n n-He : m s, und manche Einzelheit nun, unteij ganz an »eren wesentlich besser geriet. iXMe Biolinm: isik bildete die Umrahmung der gcscjnqlschen Darüi« die mit einer Anzahl ooti Liedern un! stimmlicher Fundus scheint sich, seit ich heblich geweitet und auch veredelt zu eine qewiiie Schärfe, die'sich namentlich merkbar macht. Fräulein Weigert solltse tung auf Gesangsstück« ■ beschränken, Ximdre ihres Mezzosoprans entsprechen, nur aiE diese Weise kann Las leidige Forcieren. hochgelegener 3(öne vermDden iverden. Der Bortrag ist durchweg sehr lebendig. »etungen Opernari ' bis Simonetti verchäufigeres Hervor- Impulse Dr. Xinthll ausreisen lassen. io r e Weigerts, n aufwartete. Ihr sie zum le jen Male hörte, erhaben: ab« noch immer stört in den «eren Regionen besich bei «r Progrämmgestalüie dem llmsang. und dem rber nicht zn jedem Moment auch äußere Wirkung allfü'eh« bedacht zu f4m, .zeigte : ie Wiedergabe vor. icsielnd. Dafe die Sängerin. Gutes testen kann, jauch ohne auf die Brahmas ., »icht mehr,zu dir zu gehen". Die Begleitungen Irene Weifeenbcrgs waren ein hoher künstlerischer Genüfe. Martin H a u s d o r j '. Kabaeett*fibend Am 14. Mai veranstalteten einige Berliner Küiy'tler unter der Devise „Ein Übend des Humors" im hiesigen Freundesaal ein Kuba retl, dem da- Publikum aufeerordentlich starkes Interesse enlgegenbrachte. Del Zauber, der stets von den Namen W i bl >) Prager und Willy Rosen ausging, hat eben seine Wirkung auch heule noch nicht verloren: durch dieses vielsältige, vielleicht sogar zu reich haltige Prog amm dürfte jeder, der ein wenig Entspannung suchte, auf seine Kö ten gekommen fein. An Willy Prager ist die Zeit nicht ganz spurlos vorüoerzegangen: aber die sympathische und unaufdringliche Art, mit der er von jeher die Erscheinungen und die Erlebnisse des Alltags auf eine humorvolle Formel brachte, ist die gleiche geblieben. Ob er Altes, längst Bertroutes zum Vortrag bringt oder ein Chanson aus der üngften Ber< augonheit: immer wird uns die ungeschminkte Ehrlich leit dieses Käi istlers imponieren Wenn Willy Prager zwischen feinen L'.cdern Anek toten aus seinem reich bewegten Leben erzählt, Anekdoten, die -er Vorzug haben, wahr zu 'ein, dann freut man sich von ganzem Herz n, dem Manne zuzuhören, der allen grofeen Kabarett- und Variet.'h ihnen Europas zur Zierde gereicht hat. Auch H a n n i "tosen kenn: man vom Kabarett her. Ihre Darbietungen in echtestem Berliner: Jargon sind denen Claire Waldoffs würdig zur Se>te zu stellen: herüber hinaus aber , rufen sie unwillkürlich die Erinnerung an Hei.rich Zille wach, und das ist wohl ihr grösster Erfolg. In weit bürg'rlichzrem Rahmen hielten sich die Vorträge Else^Posens, die mi: ihrem Aufrrittscouplet die beste Leistung bot. Fritz Prager begleitete am Klavier zuverlässig, aber leider nicht immer d.stret genug. Mit dem Erscheinen Willy Rasens steigerte sich die Stimmun« im Saale bis zur Siedehitze. Das ist keineswegs befremdlich: Denn Rosen versteht es auf ganz besondere Art. das Publikum zu fessün und mit s'ch fortzureifeen. Wie er. Xertdichter und Komponist, 2 änger und genialer Pianist in einer Person, ein Sammelsurium seiner bekanntesten Schlager vorüberrauschen läfet, wie er Neues und immer wieder Neues serviert und aus den Zuhörern schliefe ich sbeim Refrains einen regelrechten Chorus mmv. das ist so vergnüglich/ dafe auch der größte Skeptiker sich bald geschlagen gibt. Die Conierence Heinz K a n t h e r s, der auch die künstlerische Leitung innehatte, zeigte erfreuliches 'Niveau. Ein Sketch m.t Herrn Ganthe und Fräulein Posen beschlofe den Abend. M. H iii»iu:iiiii:;:!! i:i:ii:!llll!lllllllllllll|||l||ll!l|lllllll!IIIIMIIIIIIlininiiiiiii um.. ffteitagabendfeiet im Oftaß und im Ofeaelitifdjen Sh Hfc/jen Ktantenfjaufe fedjenfjai Kundgebung fät die ilnivetfttät Jecufalem oeefdjoben Im Breslauer Israelitischen Krasik Eingang des Sabbars für die leichter leier gehakten. Nach der Lichterweihe c stimmungsvoll geschmückten Tische im liche Dardietungeu aus der Liturgie -Kantor Topper als Solist jund die K der Alten Synagoge unter Anspach teilten. Der SeÄsopger der s o h n, hielt eine Ansprache, in der Neuerungen üblichen Segensf^ruch an dringende Pflicht gemahnt«, auf Hetliarch lich' des Freitagabends in jüdischen Am' sein. Mir dem von. Kantor Toppe Kidduschqebete und der Verteilung, der Feier un Krankenhause, an die sich «ine rischen Liechenhaus reihte, der der Oberfchwefter beiwohnten. «rrhaufe Erkrankten dem Sitz, , djes Freitac n a b e n s Führung 'Anstatt, Rabl unter Hii in der G z des . stickten und de «indrucks Barches („ ähnlich get alle Irrfal »urde kürzlich vdr sine Freitagabend itiich gedeckten und ersoigten gesang-!nds, in die sich r des Chors, lihres. Dirigenten' jner Dr. H a I p e rweis auf den bei zemvart besonders. >ais und namentiufern bedacht zu >ll vorgetragenen!au;i") fchlofe die ittene im Israelikn unter Leitung Der Arb gibt bekannt, nommene Feiej: nicht st a t t f die Sommerm noch bekannt erwartet von für das gefaisi Universität werden. Beitr Wilhekm-Strafeb itsausschufe der Freunde der Universität Jerusalem dafe die für Sonntag, den 2i>. Mai, in Aussicht gezu Ehren der Uninersität Jerusalem an diesem Xaqe nden konnte. Diese siundgebung wird, um sie durch isnäte iitcht zu beeinträchtigen, erst im Herb st zu einem u gebenden Xermin stattfinden. Der Arbeitsausschufe >en Mitgliedern der Synagogengemeinde, dafe sie das te Judentum so bedeutsame Werk des Aufbaues der falcm durch zahlreiche' Mitgliedsanmeldungen fördern ttserklärungen find an Herrn Professor Fischer, Kaiser 4, zu richten. Wir biti en unsere Bezieher bei etwaigen Störungen in der Zustellung des Breslauer Jüdischen Gemeindeblattes sich cunächst an den Postboten bzw. das zuständige Postamt zu wenden. ider So m m e i Bade-A für Damen, Herren und Kinder in vorbildlicher (Aus\A||ahl bei V-^^ ( ead^fen Sie bitte unsere preiswerten Angebote in IJnierwäscbe + Strümpfen + Trilcotagen IjJniere Sdi aulensler lind itetj sehen,wert! G M.B H B R E S LAU 1 SCH M IEDEB RÜCKE 7-10 u