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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1935-03-31 · 6 (31.3.1935) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
12 (1935)
Issue
6 (31.3.1935)
Date
1935-03-31
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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] Breslauer Jüdisches,Gemeindeblatr Qir. 6 'Scfonic r Menschen schicksals un(e Daran geknüp sicher Sprcchch Juden fnn! Der Ge noch einmal crkianz. mar Bei den Le» Räumen Dr. Scheyer gedachte auch iväriHftens der Toten der religiösum sie hochverdienten heime r - Breslau; .uni) Walter eißt Lem liberalen Bewegung, insbesondere de gegangenen Freunde Erich Bar C a h n - Lieanitz. Dann sprach Rabbiner Dr. Wo!s Er ging van der unterschiedlich^ Generationen aus. denen Li.' Tagung nach dem man die Weil glaubte gcsta^e Habe es e-nst geheißen: Werder M mas Du b^st! Das Leben, das großf beule Lesung und höchste Ausdrucksvoll Dieses ewige Judenlchjckjal bedeutet al tiefem Glück. Gelt ru't uns, und mir Aus dem Gegebenen muß das uns Au Schicksal gestaltende Geschichte; unser siegen. Unser Leben erleben, das hi Heinrich Srerns: „Ernst machen mir l Die Worte des Redners, von sammenhang mic der Jugend in dieser eng gewesen ist. erzeugten vor allem Schilderung eigener, ergreifender Froi Hebung und das Grauen jener Zeit nach Dann sprach der Vorsitzende der für Deutschland, Rechtsanwalt Heinrich Er knüpfte an die Worte aus Haenlchl durch's Meer." Auf diesem Wege sei Gottes, der zugleich den Sturmwind wer den Braus Gottes in sich fühl«/fei wir das Helle nicht vergessen; wir seiech Generation unser heiliges Erbe so w> nommcn hüllen. Für den Verband der Synagogen schlesien und die Bereinigung liberaler Worten » Gemeindcrabbincr Är selbst lief bewegt durch die von Dr Heymanns, der einst als Schüler zu feit steins, dem er vor seinem Auszuge der den Bund Deutsch-jüdischer Jugend über) Kellermonn (Berlin) das Gelöbnis den C. B. sprach Dr. Kurl Julius R i Paul Pogi Mayer (Berlin) u») (Dresden) \ Anschanunjswelr der beiden galt. Das Idealbild von früher, en zu können^ gelte nicht mehr, nschen, so heißt es heute:.Sei, Schicksal, das ganze Sein fei in des L«den§ unserer Jugend, er: Gott ruftj So wind cs zu jcigen, auch wenn es schwer ist. gegebene werden, aus passivem Wille muß über das Schicksal für ims stach den Worten Judentum", isiem man weiß, daß sein Zur beiden Jahrzehnten besonders iwch da liefen Eindruck, wo die tteriebnisse dem Hörer die Erebrachte. Religiös-liberpli s erschütternd mar es, wie durch die Reden dieser junge» Jugendsüster der ganze schwere Ernst des Jude»' rer Tage hii durchtiang, und erhebend das immer wieder le Bekenntnis, wie es am Beginn der Feier ein jugendor wuchlig in den Raum hineingerufen: „Wir wolle» fair .nteindruck der etwa 2'.-stü>idigcn Feier, an deren Schluß er volltönende nnö wohllauiende All von Susanne Stein iefgehend ujid nachhaltig einfachen Imbiß, der mittags Gastgeber und Gäste in der Silefia-Loge vereinte, wurden weitere Glückwünsche und Grütze überbracht, so van Herrn 'S eidenberg für die Synagogengemeinde Liegnitz, Herrn Dr. Licht für die Süesialog? (U.O. B. B.) und den Liegnitzer C. 3., Herrn Philipp Lachs für de» Breslauer Religiösliberalen Der nn, Rechtsanwalt Dr. B r y (Breslau) für den Landesverbayd Niederschlesien des C L. und Landgerichlsrat i. R. Dr. Lilien tha ' (Berlin) iür die Reichsvertrelung und den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden. Die Tagung wurde mit einer alen Bereinigung e n t h a l (Breslau) über Jugend- und Stern (Berlin). s „Arioso" in: „Israel zieht es vom „Rc ach", dem Geiste »ebeute. begle ter worden. Nur jung. In trüben Zeiten dürften verpfiichtel, dernachfolgenden iilerzugeben, wie wir es übergemeinden best Provinz Niedertzabbiner sprach in ergreifenden . Vogelstei«. Scheyer vorvetragenen Berse n Füßen gesessen und Lichren- Fahneneid abgenommen. Für. rächte der Bundesführer Heinz zu Tradition und Treue: für g n e r (Berlift), für den RjF. Arbeitssitzung abgeschlossen, in der Franz R o und R-echtsaywalt Heinrich Stern (Berlin) Gemerndcfrag;n referierten. Ihr ging am frühen Nachmittag eine Feierstunde zum Gedenken an die Toten 'des Bundfs und der deutsch-jüdischen Ju-gerd voran. Das war ein: Stunde besonderer Art, d:e in ihrer ergreifenden Einfachheit erschütterte. Da stand einer auf und erzählte in schlichten Worten von c inem gestorbenen Freunde und Führer; er schilderte ihn sei lebendig, dich er auch dem Fremden nah und vertraut wurde. Dann sprach ein an!>erer und ein nächster. Unbekannte Namen klangen aus, und Freunde versunkener Tage zogen in stummer «chatteiircih.' am Geiste vorbei, darunter bi« vielen, die im Kampfe um ein deuisches Oberschlesien ,hr junges Leben hingegebcn, als jüngster Rudolf Ferdinand Haas, (Rybnik), der, so hjeß es damals in dem Nachruf feiner Eltern, „in heldenhafter Zuversicht und kindlicher Unbesorgtheit lachend in de i Tod für die geliebt« Heimat ging", dieser -Äebzehn jährige,, den Hans Christoph Kaergel in einer kürzlich «nschienenen Schrift als de i,/Schtageter Oberschlesiens" gefeiert hat. (Schriftenreihe „Aus Deutsch! inds Wenden", Heft 17. S. 12.) Auch die Feiierseele unseres Breslauer Freundes Erich Vulkan, di« «in uufaßbares Geschick frühzeil'ig zum Erlöschen gebracht, leuchtet? auf. Das Lied-vom Trommelbuben schloß diese Stunde, die sich — wie so vieles an dir Liegnitzer Feien —: dem Gedächtnis tief eingeprägr hat j KurrSchwerin. Fahrräder von Mossner' Nilco'ai*trf®«J0/11 , Fernruf 219 64 Tfeligi5s4iberalet Verein TL'reslau Am 5 und 12. April d. Js. sin Feiern des Religiös-liberalen Vereins statt Damit richiung für' dieses Jahr ihren Abschluf Wie in den vergangenen Jahren r> Bekein i? zwei Sederabende bei Gciellschaft Eintracht (Schaolj. Daß reg( vorli.'gr, ist dadurch erwiesen, daß bere oorliegen. Kancnbcslellung (nur noch k p ä I e st e n.s bis 10. April an Fr i )en noch zwei Freirag-Abendsinder diese Einnanstalker den Rrlgiös-liberale Kornhaufrr und im Saal der r Bedarf trari diesen Abenden ts jetzt viele Woranmcldungen in beschrcmktem Umfange) u "Grete Biäl, Goeth.str 15. Falls Preiserchiäßigung gewünscht wird, ist dies in der Kartenvorbestellung zu begründen. Der Sederfeier wird die Falkenbergsche Ha-ga-dah zu Grunde gelegt, die für 35 Pfg. bei der Karkenausgcrbe zu haben ist. Der Religiös-liberale Verein der Synagogen-Gemeinde veranstaltet am 1. April, 20.15 Uhr, im großen Saal der Lessinzloge einen Vortragsabend, an welchem Rabbiner Dr. Diene mann- Offenibach über das Thema „Wandlungen im religiösen Bewußtsein" sprechen wird. Die Mitglieder der Synagogen Gemeinde sind eingeladen. Anschließend an den Bortrag findet eine kurze Acneralver sammlung zwecks Abänderung des § 7 der Statuten statt. <SefaUenen=<Beöenlfeiet Kriegsgefallenen veranstaltete l> if che r Frontsoldaten umer Minvitkung des Chors . Eine Gedenkfeier für die jüdischen am 17. März der Reichsbund j ü vor -d:m Ehrenmal am Friedhof Cosel der Alien Synagoge und des Sprechchors der Sportju^grnd im RjF. Der Propheten Abschnitt des vergangenen Sibbath habe die Parole gelehrt, führte Gcmeinde-Rabbtzier Dr. Sänger in feiner Ansprache aus, „Bergiß nicht" Israel habe niemals feine Geschichte vergessen, wenn auch in moderner Zeit nicht wenige unter den jüdischen Menichcn vergesst» Höllen. Der Boden.! cruf dem die! Feier zum Gedächtnis der Kriegsgefallenen staktfinde, sei heiliger Boden und -wie dereinst der Hohenpriester einmal im Jahrd das Allerheilizste im Tempel betreten habe, so fände auf diesem heilrgen Boden qll jährlich einmal eine Versammlung jüdischer Menschen statt, um die! Erinnerung an den Opfertod der zwölftausend, die für -die deutsche Heimat im Welt- krieg starben, immer wieder auszufrischstn und ihrer wie der zwei Millionen, die für Deutschland ihr Leben hingegeben haben» in Ehrfurcht zu gedenken. In diesen Tagen, da tausende zmn Grab des Maimonides wallfahrten, werde dst Macht des Geistes und des Glaubens wieder mit -besonderer Kraft offenbar. Der Jude sehe in . jedem Geschehen die Allmacht Gottes, welche das Schicksal geshaktet und'der er sich lobpreisend bängt. Den Geist der idealen GefimumZ und der Opfer» Willigkeit fortzupstanzen. fn dem die Kr^egsgefalstnen chr Leben Hingaben, bedeute ihr Gedächtnis lebendig - halten. Und i es fei erhebend i zu sehen, daß die jüdische Jugend heute von solchem Geiste erfüllt sei. Für die Kameraden vcm Fronrbunde sprach d:r Leiter der Sportabteilung, Dr. Fried. Die Dahingegangenen seien!m Kampfe gestorben, den sie mit Begeisterung geführt haben, um' sich die Heimat zu erwerben, welche sie besaßen Dr. Fried erinnerte in dics.m Zusammenhänge an den Geist, von dem die Kriegsdrieie gefallener Juden durchweht sind-und der beweist, daß sich die ,üd,schen Kämpfer im deutschen Heers des tiefen Sinnes ihres Streitens und Sterbens voll bewußt waren.i Der Leiter der Ortsgruppe Breslau des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten lpgte nach weiteren Worten treuen Gedenkens am Ehrenmal, während die Versammelten die erste Strophe des Liedes „Ich halt' einen Karst«roden" fangen, einen Kranz nieder. Die ernste Feier, bersn Weihe durch die Gesänge -des Synagoäen- und dst Deklamation des Sprechchors würdig vertieft worden war, fand ihren Abschluß mit dem Kaddisch, welches Gemeinderabbiner >Dr. Hoffman» sprach. , ll Jüdisches Handwerk - Jüdische Zukunft! Unleisllühl das jüdische Handwerk!

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