Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 20 (31.12.1934)
- Date
- 1934-12-31
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Breslauer S-dis ches G e m e i n d e bl a t t Nr. 20 70 Oafjze 2J1. Dr- Ouftißeat Rodjmann Justizrat Arthur Kochmann - C zember seinen 70. Geburtstag. Sein Kommun« Gleiwitz und in den Parl< menten hat ihm in weiten Kreisen größte Wertschätzung verschafft. Als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Gleiwitz, als Leiter des oberschlesischen Snnagogen-Berbandes, als Mitglied des großen Rats djes preußischen : fandesoerbandes, ferner auf dem Gebiet der jüdischen sorgung hat er sich die größten Verdienste nicht nur fische jüdische Bevölkerung, sondern um di« jüdische jchaft in Deutschland überhaupt erwo'ben. l«i w i tz beging am Wirken als Jurist sowie in der Wohlfahrtspflege und Aldrrsoerjm die pberschle- Glaubensgemein- TDeitere Gfjanuftafeiecti Zu einer Gedenk- und Chanukk^feier in der I Waifen-Verpflegungs-Anf 8. Dezember, waren der Vorstand andere Institutionen geladen. Die und Vorträge einiger Zöglinge der B 0 g e l st e i n, der auf den Sinn des alt . i raeliti scheu onn abend, den der Synagoge a-Gemeind« und "?eier wurde d irch Lichtevweihe Anstalt eröffne». Thanubkafestes Rabbiner Dr. hinwies, gedachte Direktor Äoiodmit einem «rjnd einer gut Käthe Freund) ffeil- und Pflegewürdig«, weiheenberger hat Chanukkalichter ftliedes hielt der ohn, «ine ein- Kein« Frci-Exemplafc mehr! Auf Grund einer Anordnung der Reichspressekammer ist den Mitgliedern de» Reichsverbandes der Deutschen Zeitungsoerleger die kostenlos«, verbilligte oder bevorzugte Lieferung «nd Abgabe von Zeitungen untersagt. Diese Anordnung erstreckt sich auch auf Erwerbslose, sonstige bedürftige Personen. Dohliahrtseinrichtungea u. f. f. > 1 Dir dürfe« nach dieser Anordnung nur zum vollen Bezugspreise von vierteljährlich RM 0.48 jeinschl. Zustell- und Linziehur gsgebühren) die Zeitung abgeben. Verlag „Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt." Jonischer Muslkvereln Breslau LV. in feiner Ansprache zugleich der verstorbenen Mänier und grauen, welche sich um die Erhaltung des Hauses so grof e Verdienfte er- 1worden haben. Im Anschluß an die Festrede trug K< ntor Wartenb erg er eindrucksvoll einen Psalm! vor, von Organist Schaffer am |js Klavier begleitet. Nun folgte die Prämienvertetlunz an eine Anzahl Knckben und Mädchen, di« von einer Ansprache dezinski «ingeleitet wurde, wbrauf die würdige Feie ■ hebenden Gesang des Kantors Wartenberger gelungenen Aufführung der Kinder:(am Klavier ihren Abschluß fand. Am Sontag, 9. Dezember 1934, fft den in der stätke Herrnproksch untergebrachten Schützlingen eim volle Chanukkafeier geboten worden. Kantor War! wie bisher in liebevoller Weffe das Anzünden de: übernommen. Nach dem Absingen des Chanudkasi fl Seelsorger der Heifftätte, Rabbiner Dr. Halper drucksvoll«, zu Herzen gehende Aussprache. Nach! dieser religiösen Feier wurden die Schützlinge mit Kleidern und Wäschestücken, Obst und Pfefferkuchen beschenkt. All den Spendern, d»e zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben — insbesondere dem Verein Gmillus Chefsed, dessen Vertreter auch anwesend war fp icht Las Jüdische Wohlfahrtsamt seinen wärmsten Dank aus. Der Einladung des ISDN.-Var Kochoa zun Chanukka-Ball wurde im reichen Maße Folge geleistet. Die Veranstaltung nahm dank der guten Vorbereitung durch Turnwart Neufeld einen glatten und anregenden Verlauf. Heinz Vrotzejn brachte humoristi'che, Vorträge, die Männerriege wies mit gymnastischen Vorführungen ihr fleißiges Training und chre gute körperliche Schulung nach, die Frauenriege .zeigte mit ihrem Keulenschwingen viel Grazie ynd Eleganz. Das Publikum brachte den Darh'emngcn großes Interesse entgegen und spendete ihnen lebhaften Vtifall. 1 Die „Sozial« Gruppe" hatte auch dieses Jahr ihr« Schützling« zu einer Chanukkahfeier geladen. Nachdem Kantor Topper die Lichte gezündet, von allen Anwesenden oemeinsam Moaus-Zur gesungen war, sprach Rabbiner Dr. Simonsohn über die Bedeutung des Chanukkahfestes in diesen Räumen. Wohl »her hundert Bedürftigen war hier der Tisch gedeckt, für jeden gab es ein! gutes Abendbrot, einen Striezel und einen bunten Teller. Ein von! den Schützlingen selbst aufgesührtes Theaterstück, begleitet von Frau Krieg, und ander« Darbietungen sorgten auss beste für di« Unterhaltung. 1 Der Verein Jüdischer Hand- und Kopfarbeiter veranstaltete sein diesjähriges ChanukkaHest im Freundesaaf. Der Besuch war sehr gut. Rabbiner Dr. H a l p « r f an hielt dir Festrede. Kantor Wä rtenb erg«r nahm das Lichyiimden vor. Georg F e l d m a n n betätigte sich erfolgreich als Ansager und Humorist, Hertha Arno sang Schlager, die lebhaften Beifall fanden, und die jugendliche Ursel Efterry erfreute das dankbar« Publikum mit graziösen Tänzen. _' * Infolge des großen Erfolges der Uraufführung des of e p h den Matthias, Tragödie vom Untergang de» jüdischen Staat«»" von Julius Wolfffohn, hat der Kulturbund Deutscher Juden Berlin den Kölner Kulturbund eingeladen, mit diesem Stück am Montag, 14., und Dienstag. 15. Januar 1935 in Berlin zu gastieren. Der ReichsauHchuß der jüdischen Jugendoerbänd« teilt mit: Der jüdische Jugendbund „Schwarzes Fähnlein" hat sich aufgelöst. I Um der großen Nachfrage nach Eintrittskarten entsprechen zu können, wird zum 4. Abonnements - Konzert Orchesterkonzert: Dirigent Kurt Havelland Solistin: Gertrud Wertheim (Cembalo) eine öffentliche Generalprobe am Sonntag, den 6. Januar 1935, vorm. II Uhr, im großen Saale der Gesellschaft der Freunde, Neue Graupenstraße 3/4, stattfinden. G-Dur Sinfonie von Haydn 3. Brandenburgisches Konzert von Bach; Werke für Cembalo. Unnumcrierte Plätze zum Preise von 50 Pfg. für Mitglieder des Jüdischen Musikvereins ii. 75 Pfg. für Niehtmltglieder sind ah Donnerstag, 27. Dezbr. 1934 In der Eücher-Diele E. Meidner, nur Kaiser-Wilhelm- Straßc 21, erhältlich. Oienstag, den 15. Januar 1935, abends 8 Uhr, im großen Saale der Gesellschaft der Freunde, Neue Graupenstraße 3/4 Sonderkonzert Jascha Barnstein (Cello) Lotta Schoaps-Rogotlnskl (Klavier) Werke von Schubert, Richard Strauß, Mendelssohn, | Chopin, Popper u. a. Eintrittskarten ab Freitag, den 4. Januar 1935, zum PN-ise von Mk. 2.50, 1.75 und 1.—in der Bücherdiele E. Meidner, Kaiser-Wilhelm-Straße 21. Mitglieder des Jüdischen Musikvsrsins srhaltsn 20 */• Ermäßigung Für die zweite Saisonhälfte-sind folgende vierAbonnementskonzerle in Aussicht genommen: 27. Januar 1935i Llader und Brian Alexander Kipnis Am Flügel: Kurt Havelland 17. Fabruar 1033 Ruth Arndt-Kisch (Gesang) Irene WeiBenberg (Klavier) 10. Marx 1033 Orchester-Konzert Dirigent: Kurt Havelland Solist: Simon Goldbfif 9(Violine) Ferner ist eine Aufführung des Händel’schen Oratoriums judas Makkabäus“ für April I935 mit namhaften einheimischen und auswärtigen Solisten vorgesehen. — Die Konzerte finden jeweils Sonntag vormittag l I Uhr im Liebich-Theater statt. Näheres über die Ausgabe der Abonnements, «4 Preise usw. wird noch bekanntgegeben. Sämtliche Veranstaltungen sind nur Mitgliedern der Synagogen-Gemelnde zugänglich.