Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 16 (31.10.1934)
- Date
- 1934-10-31
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I 14 Bres lauer Südksches Eemeindeblatt i jr t Nr. 16 Interessenten, die bereit sind, für die Ausbildung ihrer- Söhne in einem 3-4 jährigen Lehrgang in der Garirnbau-Leoranstalt, Siedlungsschule Wilhelminenhöhe 60.— RM monatlilch einschl. Wohnung und Derpflegung Au zahlen, wollen sich umgehend schriftlich an obige Stelle wenden. Bund der jüdifdjen ^rwetbstofen, Sit} Breslau Geschäftsstelle: Nikokaistr. 22 , j Der Bund jüdischer Erwerbsloser veranstaltete am Son(iad>:nd, tea-13, Ok-lober 193j4 im Vbreinshaus) K^itzaffierslraße lk/sein zweites ' iftungsfest. Die Be ran' Khnzerlsängerin Frl. C wurde u. t t e n t a g. der a. durch Vorträge der rch Sopranistin Frl. Rosa ch i n d l e r, süwie des^enors Herrn Wahrmann verschönt. Eine tglieber des Bundes sich als Darsteller denen, di« zum Gelingen der Verdauten wir herzlich. Da di« Veranstaltung von zirkä^lOO Teilnehmern besucht war. ist der Hauptzweck, der sozialen Tätigkeit des Bundes neue Mittel zuzuführen, erreicht worden. - , : . , - V . * . - - i k^üdifdjen Sd)Wimmveceitis , .q-. N G Sportfeft de Der jüdis d)\J5 chwimmoerein vcranstaliete am 25. Oklo der 1954 ,m Hallen-Schwimmbad ein Sjchwi.nmsest, dessen Verlauf m jeder Beziehung einen ermutigenden Erfplg für den Vesein bedeutete. Der überaus gute Besuch zeugte von dem regen Lnti resse, welches für das. Schwimmen in der jüdischen Bevölkerung Breslaus herrscht. Die Wettkämpfe gaben Austchlutz über viel achtbares sportliches können, und man >ah manchen Schwimmer und manche Schwimmerin, von sehr beträchtlicher, vielversprechendes Begabung. LYbUch ist auch der Elfer und der Ernst, mit der die Spsortler und Sposrilerinnen bei der Sache sind. - j Di« Veranstaltung selbst wickelte Programm wurde in weniger als zwei organisatorisch war das Ergebnis ein gu sich glatt ab, das ganze große Stunden erledigt, also auch es. Einleitend Halle der Barer Verein zu ern auch aus sportlichem Gebiete lagen und noch liegest. Grade die Syorkschwimmer sitzende auf die Schwierigkeiten hingewie'en, mit denen kämpfen Hane, und die nicht nur auf finanziellem, son Zpyal der Verein durch Auswanderung den kameradschaftlichen Geist innerhalb Jüdischen Schwimmoereins und konnte . Wiederaufbau gare Fortschritte mache. Schwimmen in der jüdischen Bevölkerung die es als körperliches Schuiungs-. und seiner sportsmäßigen Ausübung auch a(s ojerloren. Der Redner rühmte der Mitgliiderschaft des miueilen, daß der sportliche Tsas Ziel des Vereins sei. dem die Beachtung Zu verschaffen, Ertüchligungsmillel sowie in Erziehungsmittel verdiene. wobei weniger Rekordleistungen einzelner als harmonische Durch' bildung möglichst vieler erstrebt werde. Wert darauf, daß die Erziehungsarbeit jüdischen Charakter trage. Das Publikum stimmte den Ausführungen dü'ch lebhaften Beifall zu. (jandballfpiele Sportabteilunh des BeiAsbundes jüdifeffee firontfoldaten ~Bar Bo Aba 1 Sonntag, 28. Oktober, zwischen ichsdundes jli bischer Zwei Handballspiele wurden am der Sportäbieilung des Re Frontsoldaten und dem jüdischen £urn« und Sportverein Bar Kochba auf dem Sportplatz in Krierera ausgerrageu.! Zuerst traten sich die zweiten Mannschaften beider Birrine blieb unentschieüet^-2:2, obwohl ü:e Bar des größten Teils des Spietes in Vorha besser war. . Um 15,30 Uhr traten sich die beide tersten Mannschaften gegenüber. Dieses Spiel gewann Sie Frombuitü-Mannschaft gegenübe Kochba-Mannj id lag und in zeit 4:1). Der Sieger war etwas besser c ls gehnis von etwa 7w hätte das wahre kennzeichnet. Das -p.ei ivar schnell, interessant und fair, beiderseits m «n t/4tAHA /Ct*i»rttIa.S*umF-*/*f* dhittim 1 irren sah man schöne Einzelleistungen, aber Frontbund Abteilung weil überlegen. D:r Olympia-K lieb zeigte sich auch .' if dem Gebiet: könnet großen Formals und bildete ein> Kochba-Mannschair. während bet der Fronlbund-Mannh Pkciß sich besonders gm chlugen. Die Spiele zeigten ist dasjenige Ergebnis, welches am meisten hochwertiges Material vorhanden ist. Sportabteilung des Beidjsbundes jüdifdfer fteontfoldati Telefon 57594 Die Sportgruppe Breslau (Turnh« Telefonanschluß erhalten. Rufnury Am 2. Dezember sinder ein W e l u n g e n statt. Es ist daher dringend notrbe mäßig erscheinen und üben. — Der n : hat bereits begonnen, Nachmeldungen mü ss gegeben werden. — Voraussichtlich fin Hallen-Sportfest statt. Die Vorbei: Desgleichen verweisen wir heute schon chis Sportkinder. Dieselbe soll noch schöner als Also, Kinder, kommt in Scharen auf der eingeübt. Die Ski-Abteilung beginnt die Winterarbeit 4. November, um 40,30 Uhr vormittag Gaff« 16. Dort können auch Mitglieder- Dabei lege der Verein auch Das Spiel oft während er Tat etwas mit 7:4 (Halbsein Gegners aber rin Er- Stärkeverhältnie genauer geim Zusammenspiel jjjq sist S i piels als ' ein für die Bar afl Löwi Und eder, und ^das befriedigt,!dah körperlich innerhalb der Musischen Gemeinschaft reichlich des Handball wichtig« Stütz ndig, daß alb Turner nlgelflu -Kurfus der Halle abue 3 i u »3 i t en baldigst aus der Halle! idel Ende Febr! ar ein großes Ü1 eitungen beginnen in Kürze. ' die Ehanuk kassier unserer voriges Mal gl stallet werden. Turnboden, gort wird alles Sonntag, de» s in der Tstrnhalle, Reue Reuaufnahmen usw. erfolgen. F. hat clnen lle) im R. I. mer 575 94 t t u r n e n a lll e r Abt!ei > Breslauer Touren*Buder*$lub 0$ <k.D. Äövtshaus: Weidendamm 26 Geschäftsstelle bei Harry Ehrenberg, Mailhiasstraße 18 Telefon 45308. Um auch jm Winter den Körper geschmeidig zu erhalten, haben mir für unsere jüngeren Mitglieder sowie für die Junioren eine Spezial-Gymnastik eingerichtet. Dieselbe findet jeden Dienstag abend pünktlich von 7— X-9 Uhr in der Turnhalle Neu« Gaffe 16 lRJF.) unter Peilung des Trainers Herrn Jurke statt. (Vorschriftsmäßiges Ruder-Trikot, Turnschuhe.) Damengymnastik: Leitung Frl. Schein. Jeden Montag oon 20 bis 21 Uhr im Klubhaus, H e r r e n g y m n a st ik : (Senioren sowie Inaktive.). Leitung Herr Stäub. Jeden Montag von 19,30 bis 20 Uhr im Klubhaus. Wir bitten unsere Mitglieder, von diesen Einrichtungen regen Gebrauch zu machen. Jüdifdjer ‘Turn* und Sportoer ein Bar Bo Aba e.V. Das Sommerhalbjahr ist zu Ende, und damit ein Leistlingsabschnitt der in vielem unsere Erwartung übertroffen bat. Unsere Leichtathlctikabteilung bat sich überall, wo sie startete, gut geschlagen. Ganz besonder» gut aber schnitt sic bei den Makkabi M e i st e r s ch af t e n in Berlin ab, wo unser Kurt Sternlieb den Makkabirekord über 200 Meter auf 22,5 Sek. drückte. Außerdem belegten wir im Kugelstoßen, Diskuswerfen und Stabhochsprung zweite und dritte Plötze. Ab Mittwoch, den 15. Oktober, findet abends 20,15 Ilhr, regelmäßig unser >) a 11 c n * r a i n i n g , Sonnenstraße 4o, statt. Den größte» Mitglicdcrzuwachs aller Abteilungen hat unzweifelhaft iiiisere Boxabteilung rmter der Leitung von Max Hochhäuser erzielt. linser gesamtes Arbeitsgebiet umfaßt noch auch Fußball, Handball, Tischtennis. Für den Winter ist eine Ski-Abteilung eingerichtet, die auch gleichmütig sich der Eislöufcr annchme» wird. Meldungen für diese Abteilungen sinh an Herrn Fritz Gerber, Gartenstraße 64, zu richten, der auch jede Auskunft gern erteilen wird. Steslauet /üdtfcfjet Spöttlet ,, beim Olympia* Kutfue Der bekanite hervorragende Sprinter Kurt Sternlieb vom Lar Kochba-Brl slau ist zu den Olympia-Vorbereitungskursen in Ettlingen (Baden) izugelassen worden. Bereits be^im Jubiläumssportfest des Bar Kochba Hakoah Berlin ist die deutsche i Sportbehörde auf diesen erstklassigen Sprinter aufmerksam geworden. Kurt Sternliebs weiterer Start bei den deutschen Makkabi-Meisteyschasten hat ihm dann die Teilnahme am Olympia- Kursus endgültig gesichert. Seine in diesem Jahre erreichten Bestleistungen sind:ll00 Meter in 10,8 Sek. als zweiter Sieger und der Makkabi-Weltrckorü über 200 Meter in der hervorragenden Zeit von 22,5 Sekunden! - BuAer und ^eitfAriften Martin Aubcr: Erzählungen von Engeln, Geistern und Tömonen. Schocken-Berlag, Berlin 1934. 71 S. Die von >cm Dichter nach altjüdischcn Vorlagen geschaffenen Erzählungen sind bis aus eine bereits in Zeitungen und Zeitschriften erschienen. pU sind rein als poetische Schöpfungen gesehen von hohem künstleri! che» Wert und bilden eine erbauliche aber auch eine packende Lektür«. Sie laffen uns einen Vlick tun in die Mystik des Ehaffidismus m ie überhaupt in das Sehnen und Streben der jüdischen Seele. Q3ir bewundern die nie verlöschende Kraft des jüdischen Intellekts' und der schöpserischen jüdischen Phantasie und stehen mit Ehr urchi vor dem tiefen, sittlichen Empfinden, daß alle diese der uralte « jüdischen Kultur entstammenden Erzählungen durchdringt, mit Vevunderung aber auch vor dem Dichtcrgenius, der diese Kostbarkeiten für den lebenden jüdischen Menschen so scharfsinnig zu beben und so edel nützbar zu machen versteht.