Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 14 (30.9.1934)
- Date
- 1934-09-30
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14 Breslauer Südisches Semelndeblatt 5- 1 fUntlidje Tfetanntmadjungen DER S Y NA GOGEN-GEMEINDE ' Tleltgwnh'Untecctcljts-Tlnfialt 1 .Tic Blütezeit der Anstalt lag vor etwa 25 Jahren, che der jüdische Rcligioiisuntcrricht an den städtischen Volksschule» eingeiütirt wurde. Als das geschah, verlor sic aus einen Schlag dreihundert Schüler, als dann vor nunmehr 15 Jahren die Jüdische Volksschule und einige Zahrc später das Jüdische Rcformrealgvmnasium gegründet wurde, erfolgte ein weiterer unaufhaltsamer .Rückgang der Sckülerzahl, den wir freilich nicht beklagen dürfen: „Das Bessere ist eben aller Orten dcr Feind des Guten!" -heute besucht der ganz überwiegende Teil, dcr gerade für j diese Anstalt in Betracht kommende» Kinder eine der beiden 1 jüknschen Schulen, demnach ist die Rctigions-Schnle nicht übcrflüssig geworden, sie ist wichtig, wichtiger denn je, für diejenigen Kinder, die aus irgendwelchen Gründen noch nicht jüdische Schulen besuchen. Sie werden in dcr Religions-Schule zu den Quellen jüdischen Geistes und jüdischer Krait, zur Bibel und zum Siddur binarleitet und fiyden gerade beute io wichtige Anregung zum Er- Srlernen dcr hebräischen Sprache. Aichcrerseits gewahrt die Religions-Schule den besonders lerneifrigen Schülern dcr jüdischen Schule"— und deren Zahl ^st ersreulich grost — die erwünschte Gelegenheit, ihr jüdisches Witzen auch aus talmudischcm Gebiet zu er-! N'eiter» und zu vertiefen. So wird auch diese Anstalt Voraussichtlicb ihren Dlatz neben den jüdischen Schulen, wenn - auch in bc- , scheidencm Rahmen, behaupten. Tie Schule beginnt wieder Donnerstag, I I. Oktober,'in der , Lfauptanstalt 7 und in dcr Zweiqanstalt Rlicdigcrplah 3. Anmcldüng Mittwoch, 10. Oktotzcr, 4—6 Uhr nachmittags, und Sonntag, t> I i. Oktober, 10—12 Uhr vormittags, Lehrerzimmer Wallstraßc 7, 2. Stage. . Tr. Simonsohn. Der TteftgwnS'Untenidft tm Wtntecfemeßec /$34'35 . , an der lieligionS'Untereidjteanftalt 2 Ain 11. Oktober 1934 beginnen wir wieder mit unserer Arbeit an der Rcligionsunterrichtsanstalt 11. Anger 8. Trotz der u^ibestrittenen Rotwcndigkcit jüdischer Schulen bleiben unseren Religion- , unterri-htsanstalten ihre Sonderausgaben streng gewahrt. Wir sind in erster Linie dazu da, allen Schülern und Schülerinnen, die osseutliche Prosanschulen besuchen, an denen zumeist kein jüdischer Religionsunterricht mehr ist, diesen an unserer Anstalt zu bieten. Aber auch für alle diejenigen, an deren Schulen jüdischer Religionsunterricht ohne hebräisch erteilt wird, sind wir zuständig. Schließlich können natürlich auch die Besucher der jüdischen Schulen unsere Anstalt nach wie vor besuchen, wenn die Eltern den berechtigten Wunsch nach Intcnsionicrung des Religionsunterrichtes in kleineren Klassen hegen. Unsere zehn Klaffen bieten allen Altersstufen von 6 bis 18 Jahren die Möglichkeit, sich in allen Disziplinen des Religionsunterichtes unterweisen zu lasten. Tast wir aus die Kenntnis der hebräischen, der biblischeir und jüdischen Geschichte den allergrößten Wert legen, braucht nickt besonders betont zu werjdcn. Die Rabbiner unserer Gemeinde haben an den vergangenen Feiertagen auf diese Selbstverständlichkeit in eindringlichen Morten hingewicsen, — wir dürfen doch hoffen, daß ihre Worte Eingang in bewegte Herzen 'und erschütterte Seelen gesunden l)aben, daß Eltern nicht Uebcrarbcitung ihrer Kinder und nicht Gründe ähnlicher Art Vorschüßen, um sich einer Verpflichtung zu entziehen! die immer zu den heiligsten Pflichten jüdischer Eltern zu zählen war, der Verpflichtung, der Jugend Religion und Tradition zu schenken als die Quellen, aus denen Kraft und Zufrieden, heit. Stärke und Frohsinn ihr zuströmcn sollen, und ihr die Fähig, kcit zu verleiben. Brauch und Gesetz in Schönheit zu üben.' Die Früchte solcher Erziehung wird jedes Elternhaus später in dankbarer Freude ernten. Der Unterricht an unserer Sckule ist ebenso wie die Vorbereitung zur Dar Mizwa völlig unentgeltlich. Wenn Bücher seitens der Schule zur Verfügung gestellt werden sollen, ist daiür eine halbjährliche Leihgebühr von l RM zu entrichten. Unsere Fugcndgottesdienste, die bisher nur an Sabbatbnach- Mittagen stattfrnden konnten, unterliegen mit dcitz Beginn des Winterhalbjahres einer zeitgemäßen Acnderung, sic finden von nun an im allgemeinen am Sabbathvormittag um 11 Ubr, oder am Freitag abend nach dem hauptgottesdienst in dcr Reuen Synagoge statt. Auch die Mitwirkung der Jugend an diesen sür sic besonders, bestimmten Gottesdiensten wird entsprechend gchandhabt werden. Die Eltern sind zum Mitbesuch,dieser Gottesdienste stets herzlich eingcladen. - ' - Unsere Zwciganstalt in dcr Dorctschulc, Dorckstraßc 57/59. bleibt bestehen. Für die Schüler(inncn) dieser Anstalt findet der Jugendi - > i \ l Weine, Spirituosen Fruchtsäfte Willi Rcldimaim hur Sadowastr. 38 Telefon 365 57 Orlflinalflasch* Grit eh. Süßwein, Inkl. Glas 1—' Ab 1. Oktober ist der Buchverleih „Viktoria" nach Viktoriastr. 71 (Ecke Höfchönstr.) ver-1 legt (direkt an die Haltestelle der Straßenbahnlinien 15, 18, 24, 27, 28). Gleichzeitig sind die Bücherbestände erheblich erwe tert worden* so :aß Sfe jetzt gute moderne Lektüre aus allen Gebieten . ' in reicher Auswahl vorimdert Die neuest. Erscheinung, werd. ständig erworben. X Leseabende moderner Literatur, im Raume des Buchverlaiha „Vikto* la“. Viktoriastr.71 ab 15. Oktober jeden Montag um 20 h mit Erich Köhler (früh, am Schles. Rundfunk) Unkosterfbeitrag 50 Pf., Erwerbslose 25 Pf. Lotterie Glaser, Ratibor PreuB.SQdd.Klassenlose Neuestraße 14 Postscheckkonto, Breslau 12888 (peC$-e£e&6mann NEÜE GRAUPENSTRASSE 14. II. liefert preiswert und reell . Mäntel. 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