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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-07-30 · 10 (30.7.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
10 (30.7.1934)
Date
1934-07-30
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Nr 10 Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt 17 Moto-raphiert jüdische Kulturdenkmäler! _ Ein zeitgemäßer Aufruf -es preußischen Lan-esverban-es jü-ischer Gemein-en Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden, der seit seinem Bestehen neben der materiellen Unterstützung d§r leistungssckn achen Gemeinden auch wichtige kulturelle Aufgaben übernommen Kat, und u. a. seit Jahren regelmäßig! in seinen Etat einen Posten für die Erhaltung jüdischer K st l t u r d e n k m ü l e i führt, locndet sich an die jüdische Ocffentlichkeis mit einem Ausruf, dir gerade in der jetzt beginnenden Reisezeit als zbcsonders zeitgemäß empfunden werden dürfte und in dessen Dienst sich jeder einzelne Nu)e und jede einzelne Züdin ohne viele Mühe ftelslen kann. Angesichts der großen! Bedeutung, die innerhalb der jüdischen Gesamtgeschichte gerade dein deutschen cludentunt zukommt, ist jedes noch so gering scheinende Kälturdokument n ichtig und für eine zukünftige Geschichtsschreibung von Belang. And mgesichts der langen Zeit, in der deutsche Juden chuf deutschem Boden leben, sind solche Dosumcnte auch in großer Zahl vorhanden. Es kommt nur darauf an, sie ausfindig zu machen, sie' zu sammeln und für lünftigc Zeit sicher zu bewahren. Es besteht gerade jetzt die große Gefahr, daß in absehbarer Zeit eine Reihe jüdischer glter Kulturdenkmäler durch die Auslösung von Gemeinden der Bernvchlähigung und Vernichtung anhcimfällt. Es gilt.daher, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, um diese Denkmäler jüdischen Leins auf deutscher Erde zu bergen. Wir rufen alle Gemeinden und iedes einzeln« Gemeindemitglied auf, zur Errettung dieser Kulturdenkmäler beizutragen. Wir bitten, Photographie«« von alten Synagogen, bemerkenswerten Kultgeräten, Friedhöfen u. ä. herzüftellen und möglichst in mehreren Abzügen an das von uns mit der Durchführung der Arbeiten beauftragt« ,G«fam tärchio der deutschen Juden", Berlin A. 24, vranienburgerstraf,« 29, «inzusenden. Ebenso bitten wir, dies« Stell« auf all« geschichtlich wertvollen und «rhaltenswertenAltertümer wie Gemeindeakten, Thoraschmuck, Thoravorhäng«, Thorowimpel usw. aufmerksam zu macken. Abkommen über Jugendpflege Zwischen dem „Reichsbundjüdischersfrvntsoldatcn, und dem „Bund deutsch-jüdischer Jugend" wurde ein Abkommen getroffen, laut welchem sich der „Bund deutsch-jüdiscker Zugend" verpflichtet, die sportliche Betätigung Mesner Jugend nur im Sportbund des R. j. F. vorzunehmen, und auf idie Bildung eigener Sportgruppen und Vereine verzichtet. Der R. >. F. verpflichtet sich dagegen, die hündisches und geistige Erziehung seiner Zugendmitglieder nur im „Bund deutsch-jüdischer Jugend" vorzunehmen und verzichtet auf die Gründung eigener Iugendgluppcn. Zur Durchführung dieses Abkommens äinigten sich die beiden Verbände auf eince Verbindungsmann, dessen Aufgabe es sein soll, das freundschaftliche Verhältnis beider Verbände 'zu vertiefen. Alle diesem Abkommen zuwiderlaufenden Regelungen sollen aufgehoben werden, und alle örtlichen Gruppenleiter sind anzuweifen, sich in loyaler Lpeise über die Form ihrer Zusammenarbeit zu eirjigen. Sucher und Zeitschriften Der jüdische Handwerker". Berlin, Biko-Verlag. Das Julihe f t bringt u. a. folgende Beiträge: „Iudentunii in unserem Geist" von Louis Wolff, „Der neue Ausbau des deutschen Handwerks" von Dr. Manfred Meyer, „Wirksame Werbung" von Fritz Dresel, sowie weitere Artikel und Hinwesse auf Dinge, deren, Kenntnis für jeden Handwerker unerläßlich sind und von denen wir nur die Sparten „Das tägliche Recht" und! „Existenz- und Njiederlassungsmöglichlichkeiten" hervorhcben wollen. Paläftina-lkachrichlen^I Die im Verlage Ernst Köstenbaum, Berlin-Zehlendorf, Onkel Tpm Str. 123, zweimal monatlich erscheinende Wirtschaftszcitschrift j „P a l ä st i n a - N a ch r i ch t e n" erfüllt die Aufgabe, ihren Leserkreis über die Wirtschaftsentwicklung Palästinas und der angrenzenden Länder zu unterrichten. Ein Stab langjährig im Lande ansässiger Mitarbeiter und ein Bertriebsbüro in Haifa stehen ihr zur Verfügung. Die P. N. stellen eine beachtensw.rt.' Neuerscheinung im jüdischen geistigen Leben dar. I „Mißverstandene und mißdeutete Talmud- und Soharstellen". Ein Wort zur Aufklärung ist den eigenen Reihen, herausgegeben von der Freien Bereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums E. B. 1934—5694. - bericht -er öictoria-verilcherung y» bei, Generalversammlungen der Victorla-Versicherungs-Gesellschaften wurde» alle Vorschläge der Verwaltung einstimmig genehmigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrat«» Dr. Scharf füdrtc u. a. folgendes aus: — „Die Belebung der gesamte» deutschen Wirtschaft wirkt sied auch weiterhin günstig auf das Versichcrungsgeschäft au». Die Aufwärtsentwicklung hält auck in, Auslandsgeschäft an. Der zum Lei! sckon seit Nahrzednte» mit der Victoria verbundenen Auslandsorganisation ist e» gelungen, über alle zzandclscrschwernisse hinweg de» Rainen der „Victoria zu Berlin" in immer weitere Auslandskreise zw trogen." Bei der Victoria zu Berlin, Allgemein« Dersicherungs-Actien-Gesellschaft, betrug der selbst adgcschlosseirc a-csamtocrsichcrungsdcstand einscklietzlich Aufwertung zusammen mit deiii eigenen Geschäft der rhcinisckcn <ftcscllschaft an, 31. Dezember 1933 1029 Millionen RM Versicherungssumme, das sind 95 Millionen RM unter de» entsprccbcndcn Zahlen des Vorjahres. Von diesem Rückgang find 38 Millionen ■ RM auf Wertminderung infolge Wührungsrückgauges zurückzufüdren. Die vorzeitige Aufgabe von Lebensversicherungen bat zum ersten Male nacb vielen Nähren nachgelassen. Die Sterblichkeit war gegenüber der rechizungsmätzig«» Erwartung günstig. Selbstmorde hoben wädrcnd de» Nähre» '1933 nachgelassen. Von dcni Bcdcrschuß von 8l49dl8 RM werde» de» in der Lebensversicherung mit Gewinnanteil Versicherten 7 372 220 RM zügewicsen; die gesamte Gcwinnrescrvc für die Versicherte» beläuft sich dam» aus 42 Millionen RM. Die Sätze für die Gcwiimdetciligung der Versicherte» bleiben auf der Dödc des Vorjahres. Die tlnfall-Prümieneinnadme vo 3,8 Millionen RM ist etwa» größer al»Z,n Vorjahr. Der Verlauf dieses Geschäftszweiges war normal. Die Aktionärdividendc wird mir 73,— RM für jede Aktie vorqcschlage» (I. V.?0,— RM>, was bei einem Kurse von 1300,— RM eine Verzinsung vo» 3,73 Prozent bedeutet. Die Belegschaft wurde allein stti Nnnendienst uin 417 Angestellte erhöbt, d. h. also um rund 20 Prozent, ferner wurde durck Sondcräusschüttunge» an die Belegschaft im Nnnen-s und Außendienst sowie durch ncnnenswerte Beiträge für allgemeine Zwecke zur »Zedung der Kaufkraft deigctragcn. . Destawont KonHifluser Behweldnits. Stadtgraben 9 1. Etage ~ Behagl. Gesellschaft sriiume r/v, Konditorei - Coie X X Restaurant nMaHMasparlc*1 v B e 1 h o f f, Mertblespl-1. rtaal, Vereinszlmmer,Gerten. Eig. Konditorei. TeL 44113. Lieferg.tr. Ueos coie f obrid Zwingerpietz 2 coie Kdnid Gartenstraße 40 Hertel Adler bol Oarleostr. 79, unweit Schweidn. 8tr. Telefon 80094 and 84680 Moderne Zimmer, fließend. Waeser Mäßige Preise Konditorei Seelid Karlsplatz 3 Kaiser-Wlllielm-8traße 78 fränkische Weinstuben Früher Qaring Inh : Liesl Barwitz Me a sergasee 28 Der gemiitUebe Betrieb Uttoner s Weinstuben and Weingroßhandlang Ring 50 Adoll StbOnleM Inhaber: rerw. Emma! 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