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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-07-30 · 10 (30.7.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
10 (30.7.1934)
Date
1934-07-30
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Breslauer Jüdisches Gemeindedl^att Nr. 10 Ächtung, jüdische Vereinigungen! Veachtet genauestenS die gesetzliche« Meldepflichten Die Ktaat»poli;ei hat an dik Kreslaner Synagvgen-Gemeinde folgende» Schreiben gerichtet: Staatspoliieiftelle 'et. 2 - 2264/54 it't| ist festgestellt Nationen von dieser Im Austratze gez. K i r st c. Wir geben die vorstehende diesige jüdische >Bereinigungen Anmeldungen st^ts rechtzeitig gür einen Teil der Allst«,e wiederholl) Breslau, den wird in Zukunft worden, daß in letzter Zeit Zusammenkünfte von jüdischen D rreittignngen pp. in Ausstngsorte«, L »ndhänserN «sw. stattgefunde« haben, ohne daß diese Derfaminlnugen dtzr Geheimen Staatopoli rei, hier, Hemeldet worden find. Diese« ^erhalte« steht im Gegensatz j« de«»gesetzlichen Bestimmungen und >den geduldei werden. I Ich mache den Hlvrstand dafür verantwortlich, daß alle Zusammenkünfte der Mitglieder der Grganisatio« recht;«ltkg und in schriftlicher Form der für de» Versammlungsort zuständige» Dolireibehörde angeiaeldet werde». Für den Fall dl» Znwiderhandlnng gegen diese Anorduutzg behalte ich mie geeignete Maßnahme« zur Verhiuderung der Wiederholung vor'nnd ersuche, die angeschlostenen Unterorgani- Anweisung in Kenntnis >« setzen. 9. Juli 1954 (L. $.) Beglaubigt: Wieczorck, Breslau, den 19. Juli 1954. Anordnung der Staatspolizeistelle Breslau hiermit bekannt und crm usw. die gesetzlichen Bestimmungen genauestetzs beachten und schriftlich vornehmen. ,;l Der D o r st a n d der Synagogen crtcn, daß sämtliche i^orgeschriebenen die Gemeinde. Krim.-Angest. >on kommenden Dingen 44 Sulturtreis Gemeinschaft der Trost sommerlicher Hitze sind me Vorbereitungen künstlerischer Veranftaltungcp für den kommenden »erbst in allen Abteilungen des Kulturkreises in vollem Gange. Don her behördlicherseits genehmigten Kunstausstellung jüdischer Maler und Graphiker, die in Gemeinschaft mir dem Breslauer! Jüdischen Museum im Oktober dieses Jahres eröffnet wird, ist fchop näheres bekannt gegeben worden. Mit derselben Intensität ist auch die Abteilung Theater dos Kultürkreises am Werk. In ihrer Programmgestaltung sind gleichzeitig alle Veranstaltungea.eingeschloss«n, die der Kulturbund Deutscher Juden in Berlin dem BrKlauer Kulturkreise zur Verfügung stellt. Um -einen Ueberblick über den dort in Angriff genommenen Spielplan zu gewinnen, folgte man einer Einladung des Berliner Kulturbundes zu einer Regiesitzung Nach Berlin. Die interessantesten Probleme standen dort zur Dchatte. Nicht alle erscheinenhen Werke lebender Dichter sind zur Ausführung geeignet und wiederum nicht alle jüdischen Autoren verleihen uns das Recht der Aufführung ihrer Stücke. So ist es bisher nicht -gelungen, Beer-Hoff m!a n ndazu zu bewegen, sein reifstes Werk ,/Jaköbs Traum" dem jKultui-buiM zur Aufführung zu überlassen. Während man in Berlin V letzte nachgelassene Werk Arthur Schnitzlers »Im Spiele der Sommer lüfte? vorbereitet, konzentriert sich des Hauptaugenmerk der künstlerischen Gesamtleitung des Bundes aüf .ein Bühnenwerk, das einen umgehet ren Apparat an Solisten and Menschenmaterial für Sprechchöre erfordert. Auch für Breslau wäre diese Auffüllung ein großer Gewinn, wogen, ob sich mit Hilfe der jüdischen Jugend in Breslau ein S p r e ch- und Bewegüngschor aufstellen'feste, der etwa 150 Mitwirkende umfqssen müßte. Ist diese Möglichkeit gegeben, dann dürften wohl alle anderen technischen Schwierigkeiten z i lösen sein. Der Oberspielleiter des Berliner Kulturbundes, Herr Dr. Frist Jeßner, hat stck bereit erklärt, die Einfmdlerunq dieses Chores in Breslau zu überwachen, um die Einheitlichkeit der Aufführung, dgn notwendigen inneren Kontakt mit den Berliner Solisten zu sichern dast sich die jüdische Jugend ohne Unterschied ihrer jüdisch-politischen Einstellung gern dieser großen Aufgal e zur Verfügung stellen wird. Noch ein zweites im Berliner S Kulturbünde mit großem Erfolge Freunde jüdischer Kultur;u Breslau herausqebrachtes Werf Shakespeares „W a s man für die Breslauer Gemeindemitglieder lauer Bühnenbildner K u r t L e u n e r hat Berliner Kulturbundes die Dekorationen und damit begeisterte Zustimmung bei der gesackt Presse gesunden. Darüber hinaus besteht d < wendige Bühnenmusik durch Breslauer Künstle^- Während sich die Regiesitzung in langen pkobte auf der Bühne des Berliner Theaters bereitet für die Monate Juli und August „W Warrens Gewerbe" vor. Mit begreiflic» Berliner diesen Aufführungen entgegen. Ihr nicht enttäuscht, die Premiere von „Weekend" lion'sür die Paletti und die übrigen Darsteller, großen Künstlerin seitens des Kulturkreises I in der Richtung eines für hiesige Zwecke geeig lSketchs, Chansons, Rezitationen). Gelänge sich höchst originellen Gedanken durchzusühren absehbarer Zeit, Rosst Valetti in ihrer küi wundern können. | Wie schpn eingangs erwähnt, gehören zu Abteilung Theater alle vom Berliner Kultuhb angebetenen Veranstaltungen, die theatralischen lischen. Aust diesem Grunde folgten die Veit einer Einladung des Hkulturbundes-Opernchore^ das im überfüllten Berliner Theater zum 5. * mußte. Das Berliner I Theater hat etwa 1100 5500 Menschen sind in diesen Konzerten nich , fingen diese 23 Künstler mit einer Gelösthfi f Schwünge, daß Klangwirkungen von geradezu heit in das Ohr deß Hörers einqehen. Wist geisteruna des Publikums kein Ende nehmen; wüchsiqkeit Und feinein Klangsinn begabten Sander, der es imjner wieder verstand, im erwecken, daß das Gebotene ein Stück unsefe 2 hr wollt" wünschte z, gewinnen. Der Bresh erfür im Austrage des Kostüme geschaffen und ten Berliner jüdischen dfe Möglichkeit, die notaussühren zu lassen. Besprechungen abrollte, Rosa Valetti. Sie -elend" und „Frau em Interesse sahen die Erwartungen wurden war eine einzige Ova- Verhandlungen m>t der bewegten sich leider nur reten „Bunten Abends" jedoch, selbst diesen an , dann dürften wir in tierischen Eigenart be- Schicksals darstellt. dem Ausgabenkreise der unde dem Kulturkreise wie auch die musika treter des Kulturkreises zu einem Chorkonzert, Piale wiederholt werden Sitzplätze und wahrlich, enttäuscht worden. Es it. einem hinreißenden überwältigender Schönderum wollte die Bees dankte dem mit Urviriqcnten B e r t h o l d Zuhörer das Gefühl zu s eigenen Lebens und G. P. lir bitten unsere nteblattes" zunächst b c itfcen. Dohnungsv Cefqr, Beschwerden über unpünktliche Zustellung des „Breslauer Jüdischen l 4hrem Briefträger anzubringen und sich erst in zweiter Rehe an den Verlag eränderungen bitten wir uns umgehend mitzuteilen, dami in der Zustellung keine Verzögerung einzutreten braucht.! I lDer Verlag.

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