Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 7 (15.6.1934)
- Date
- 1934-06-15
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Breslauer Jüdisches Hemeindeblatt Nr. 7 in icfvr Beziehung bedarf. Die Geborgenheit des Heims in Verbindung mit dem gepflegten Gcsaintzuscbnittl machen das Beate Guttmannbeim zu^dcr bevorzugten Stätte, in der Man seine Angehörigenwoblbckütet ivcik. Die Lage des Heims in der! sonnigen schönen Südvorstadt, mit Rosengarten, Lieget».prassen und gcchütlichen Gemcinscbaftsräumcn, gibt den Äufnabmcsücbendcn das Gefübjl von Behaglichkeit und Schönheit. , Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, daß ein großer Teil der Insassen im lebten Jahre schioere wirtschaftlich« Erschütterungen erlebt hat. TTiit Rücksicht darauf, und um den Zeitvcrbältnisscn.Rechnung zu tragen, .hat die Leitung des Heinis verschiedene Aendcrungcn durchgefübrt. In dieser. Gesamtvorstandsisihung wurde auch der Beschluß ge; faßt, als besonderes Eutgegcnkommjcn für die Insassen den Pensionspreis zu senken. Die. Einzablungtzsummc für Neuaufnahmen wurde gleichzeitig herabgesetzt.! Eine Revision des Heims dürch die Zentral-Wohlfahrtsstelle in Berlin ergab die Anerkennung der planvollen Bewirtschaftung und Pflege des Hauses und die gute Betreuung!dcr Insassen- Dem Vorsitzenden der Finanzkommission wurde nach Vorlegung des Kassenberichts Entlastung erteilt. l Mit dem Dank an alle Mitarbeiter wurde der Wunsch Und die Hoffnung verbunden, daß dieses schöne Heim alles Schwere überdauere, zum Segen aller, die cs jetzt und künftig aufsuchen. Es folgte der Bericht über die Paiüa Ollendorff-Hausbaltungsschule, die demselben Borsland lmtersteht. .Aus ihm ist zur Freude aller ersichtlich, daß die Schule dauernd' an Zuspruch gewinnt. Im letzten Schuljahre Oikern l>?55/54 war die Schule von 32 Schülerinnen besucht. Außerdem lief ein baibjährigcr Ilmschichtungskursus mit 24 Schülerinnen. Die nbgegangencn'Schülerinnen sind alle, je nach ihren Zukunftswünschcn in>Semiiiarcn. Betrieben oder Privat-Hausbaltungen untergekommcii. Im jebigen Schuljahr ist die Sch»>le von 4L Schülerinnen besucht. Leider ist das Internal nicht so besetzt, wie cs sein könnte, obgleich Breslau erheblich billiger ist als andere jüdische. Schulen mit Internat im Reich. Hierbei wäre zu wünschen, dgß private Patronatschaftcn von denjenigen übernommen werden, dis in der Lage sind, für die Ausbijdlnlg einer »mgcndlichcn etwas zu geben, unlpchie den Wunsch haben, gerade bei einer so produktiven Artvit, die für ktze Zukunft der deutschen Iudcicheir bedeutsam ist, mitzuwirken. Speziell die zur tüchtigen Hausfrau herangebildcte jüdische Frau wird cs fein, die den Bestand und den Züsanuiicnbalt des Judentums gewährleistet. Slls Neucinrichf Klaj en der beidan rich<, in -Verbindung Nachdem der schlcjh diese Vorstand scblc ischen Juden F> > mit verantwortlich Ost, n Deutschlands -ung erteilt die P.O.H. für die Mädchen der obersten jüdischen Volksschulen einmal wöchentlich Kochuntermit leichter Haus-, Wasch- und Plättarbeit. Kassenbericht gegeben und Entlastung erteilt war, ssihung mit dem Wunsche, daß alle Breslauer und eundc dieser beiden Einrichtungen werden und sich ür die Erhaltung solch wichtiger Einrichtungen im fühlen. Reichs bunü jüdischer Frontsoldaten e. t). Ortsgrus ppe Äreslau, Gartensiraße 34 / Telefon 57208 postscheäkonlo Äreslau, Dereinskonto Otto Slkeles, Nr. 18340 1. Sterhekasscnvcrsicbcrung. Diejenigen Kriegsopfer, die früher Mitglied, r eines jetzt glcichgcschaltctcn Kricgsopfcrvcrbandcs waren und dort bis zum Mai 1935 ihre Stcrbckasscnbeiträgc gezahlt haben und noch nicht bei uns gemeldet sind, wollen das umgehend nachholen, weil die Frist zur mtl. Aufrccbterhaltung der Sterbekasscnvcrsicherung in diesem Monat abläuft. DiDuns übersandten Mitgliedsbücher der alten Verbände bleiben b s auf weiteres im Besitz der Bundcslcitung. Angehörige einer Srerbekassc des Knffbäuscrbundcs, die bis zu ihrem Äusschndcn Stcrbckasscnbeiträgc gezahlt haben, wollen sich sofern ihnen an der evtl. Aufrechtcrhaltung ihrer Sterbckasse gelegen ist, ebenfalls nocb bis L ndc dieses Monats bei uns melden. Alles Nähere ist in unserer Geschnftsstclle zu erfahren. 2. Am Sonnt ig, den I. Juli, findet die beabsichtigte Kriegrbeschüdigtcnfabrt statt. Wir bitten nochmals die Autobesihcr um Ileberlassung ihres Wagens für diesen Tag. Wir wollen mit dieser Ausfahrt unseren Kriegsopfers« zeigen, daß wir sie nicht vergessen haben ünd daß ihnen auch in unserer Gemeinschaft der Platz cingcräumt wird, der ihnen gebührt. Unsere wirtschaftlichen Beratungsstunden finden jeden Mittwoch, nachmittag 15 bis 16 Uhr, unentgeltlich unter Leitung eines erfahrenen Kaufmanns und Wirtschaftsberaters in unserem Büro, Gartenstrahe 34, statt. Semesterbrginn am Jüdisch-Theologischen Seminar Am 23. April eröffnete das Jüdisch-Theologische Seminar das Sommerseniester 1934. Kuratorium und Dozentenschaft der Fraenckelschen Stiftung haben im vollen Bewußtsein der großen jüdischen Mission, die diese Anstalt gerade in heutiger Zeit .zu erfüllen hat, den Lehrplan beträcht-. sich erweitert, und so den an der Universität nicht immatrikulierten Hörern die Möglichkeit gegeben, sich für das ausgefallene Unioersitätsstudium weitgehend Erlaß zu schaffen. Außer den vier ordentlichen Dozenten sind nun mehrere Lehrkräfte mit Vorlesungen beauftragt: Rabbiner Ar. Simonsohn. Bezirksrabbiner Dr. - W a h r m a n n und Direktor des Jüdischen Wohlfahrtsamtes Glaser. Es ist besonders erfreulich, daß der Rechtshistoriker Profestor Dr. Guido K i fch-H a l le mit ^der Abhaltung von „Gastvorlesungen betraut wurde. Iic Zahl der Lernenden vermehrte sich um 12 neue Hörer, die aus allen Teilen Deutschlands den Weg in die hiesige Rabbinerausbil- ' dungsstätte gefunden haben. , Die feierliche Semesterergffnunq fand am Sabbath. dem 28. April, traditionsgemäß in der Seminarsynaqoae statt. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Festansprache des Dorsißenden des , Dozentenkollegiums Herrn Seminarrabbiner Dr. Israel Rabin. Rach einer Darlegung über Sinn und Bedeutung jüdisch-wisienschaftsjcher Forschung und einer eindrinalichen Betrachtung über Ziele und Wege des jüdisch-theologischen-Studiums in unserer Zeit fand er herzlich« Worte für di« neueintretenden Hörer. ' Bei der Eröffnung des 160. Semesters der Anstalt fei es geboten, an die von starkem Glauben erfüllten Worte R. Zacharias Fron» k c l s zu erinnern, die er in einer Zeit religiöser Derwirrung und kultureller Zerrissenheit in den inneren Reihen des deutschen Judentums bei einer äußerlich sicheren nürtschaftsichen sind volitischen Lage der Juden in Deutschland geprägt hatte: „Wenn unheillchwanaere Finsternis sich auf Aen Glauben laaert». brach durch göttliche Fügung Lickt hervor, und Nebel und Schatten schwanden ." linkere Zeit brauche die Berinnerlichiißg jüdischer Lebenskraft durch jüdisches- Wißen, darum stehe das Jesaja-Wort lJes. 26, 201 — in der Deutung der Weisen — beute mit besonderer Eindringlichkeit vor uns. sich in die Gemächer seines eigenen Geistes zurückzuziehen ünd dort di« Beseelung für seine Thoraschüler ist na! bedingtem Opfersinu wirklichen. Das d, nenfische Judentum gestattet und von Krcift für den jüdisch trauen, daß seine dilipn bcf Anstalt feit die zuversichtlich gänger verwirkliche i Treue zu Lehre finden und das g möge. h der Form des jüdischen Idealismus die, in un- und wahrer Hingabe die Lehre im Leben zu verutsche und außerdeuische, nicht zuletzt das paläftibrauche Menschen, die mit jüdischem Wissen auseligiöser Begeisterung getragen mit ihrer ganzen en Glauben eintreten. Das Seminar habe dasVer- Hörer den Weg des Studiums im Sinne der Tragurchführen werden, um in innerlicher Bereitwillige Erwartung unserer großen rabbipischen Dorzu helfen, daß unsere jüdische Gemeinschaft in der ünd Ueberlieferunq Schuß in allen Lebenslagen cfistige Sein des Volkes für alle Zeiten verankern Ludwig Seidmann. Jüöifche Vaüeäkzte in Schlesien Bad Flinsbcirg: Dr. Schäfer. Bad Altheid:: Dr. Josef Hirschberg. Bad Kudowa: Dr. Franz Cohn. ' Dr. Charlotte Cohn-Wr-lpe. Dr. Marcuse. Dr. Preist. Bad Landeck: Sanitätsrat Dr. Lachmann. Bad Reinerz: Dr. H. Kuhn. Bad Salzbrunn: Dr. Sally Blumenthal. Bad Schwarzbach im Jsergebirge: Dr. Mansbacher. Zotographieren in Palästina j Das palästinensische Reisebüro „Palcstine 8c Egypt Lloyd Ltd." hat soeben ein Merkblatt für Touristen herausgeaeben, das unter dem Titel „Photographieren in Palästina" alles enthält, was der Amateurphotogroph wissen muß, um zahlreichetgute Ausnahmen als Erinneruntz an seine Pglästina-Reise nach Hause nehmen zu können. Neben genauen Angaben über Belichten, Entwickeln, Kopieren usw. enthält das Merkblatt. Anweisungen über das Verhalten an den heiligen! Stätten, den Umgang mir der Bevölkerung usw. Es ist in allen palästinensischen Filialen des „Palestine 8i Egypt Lloyd" kostenfrei erhältlich und wird auf Wunsch auch nach außerhalb versandt durch das Hauptbüro, Jerusalem P. O. B. 307. . , . und Weii).^ind Liköre!■ BERG zu allen*Fesilichk^4^l0rfen nur von H ■ 1 W MW 1114 sein t