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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-06-15 · 7 (15.6.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
7 (15.6.1934)
Date
1934-06-15
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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4 f=t Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt Nr. 7 Storchsynagogc, war Schüler des Breslauer Akadcmiclchrcrs Brauer und des Münchener §• v. Stuck. Sein ständiger Wohn itz befindet fi<4 jetzt in Berlin. Spiro pflegt eine cm »fiiidsame nuan'enreiche Behandlung der Farben, die v,„- einen, fester, jedoch unaufdringlichen Bildgerüst getragen sind. Spiro wird vor allen, als Bildnisnialcr geschätzt, ha er die Gabe besitzt, sich in die äußere wie die innere HarMonic des Malobjekts einzufüblcn. Den Breslauer Gemeinden,itglicdcrn dürste das wohlgelungene Porträt des verstorbenen Oberrabbincrs Roscnthal besonders bekannt! sein; eine vom Maler danach verfertigte Radierung befindet sich in, R;präscntantensaal der Gemeinde. - . j Ju den schlesischen Kü»stl<r„ in Berlin zahlt ferirer der anerkannte Maler Martin Bloch (geb. in Relssc), per in seinen Landschafts- und.Figui enbilder,, von der farbigen Fläche ausgcht. Der Breslauer. Richard 53 o l i „ leibt gleichfalls seit Jahren in Berlin, wo er in Zusamn,cnarbeit mit Architekten mehrere dekorative Wandmalereien ausgeführt hat. Gin größerer Künstlerkreis ist Breslau treu gebliebe!,,. Da find tätig: Paula Grür feld, die die! Wirklichkeit in zarten Linien und Firben abstrahiert; Heinrich T i s ch l e r, der nicht nur als Architekt, sondern auch als Italer teinperalnentvollcr Ausdi ucksbildcr aus älteren Ausstellungen - bekanndist; Willi L r a u n , dessen Können eine besondere. Rote, durch gute Malwcrtc erhält^- 53 o j,, der in seinen Stilleben und Lmdschäslcn eine lieuchtcichc Farbenwirkung erstrebt; Isi A ch h e i »„ , der mit neuen Palästinaarbcinn in der Ausfüllung vertreten sein sollte. In den schlcsis den. Kreis gebircn buch die beiden früh verstorbenen Graphiker G r ä tz e r > und Laboschisi, deren Arbeitest Aüfnahnre in viele Privatsaipinlungien gpfunden haheit. -! Gine .besondere Gruppe bilden diejenigen deutschjüdischen Künstler, die ihr Sc>affen an der Quelle hes Judentums ftzri bilden wollen. Hermann Struck, Jakob Steinhardst und Joseph B u d k o vcranschaulichjen in ihren GenMden und Radie> ungcn die glutvolle Laisdschaft 'Palästinas, das Alltagsle>»en des dortigen Menschen, das Schicksalhafte des Volkes , nd die Gptasc seiner Hoffnung. i ' ' . Gs gehört nicht zur Ausgabe dieser Ausführungen, einen' erschöpfenden Bericht üder den für die Ausstellung vorgesehenen Künstlcrkrcis zu geben. Die Aussletlunasliste nennt noch, viele wertvoll, Teilnehmer, die zur. Entfaltung des produktiven jüdisch in Kunstlebcns bcigctragien baden. Aucb sie gehören'in die bier skizzierten Gruppen. > ft.! S äfifin,, > 1 ' ' Kurze Aä-richten r* * * Alfred Leoy, der^ Ehrenvorsitzende des Vorstandes der S) burger Deutsch-Israelitischen Gemeinoe, feierte in ungeminde geistiger Frische seinen 80. Geburtstag. ' * * Kurt Blumenfeld, der bekannte zionistische Fühfer, wurde am 29. Mai 1934 SO Jahre alt. Aus diesem Anlaß beschloß eine Reihe seiner Freunde und Anhänger die Schaffung eines 1900 Bäume umfassenden Kurl-Blumenselü-Hains in Palästina.; * : * Zum Nachfolger des nach Frankfurt berufenen Iagendrahbi- »ers Dr. Pemle wurde vom Synagügenrat in Mannheim. Rabb. sdr^ Geis- München gewählt. Rabb. Dr. Geis, der seit 1932 als zweiter Rabbiner wirkte, ist erst 28 Jahre alt. [ * i i * In Berlin starb 83 jährig dez Geheime Regierungsrat Professor Dr. Max Friedländer, ein Musikgelehrter von Weltruf «nd einer der bedeutendsten Erforscher Ides Volks- und Kunstliedes in Deutschland; seit 1904 Ordinarius an der Berliner Universität, wchde er 4906 Vorsitzender der von Wilhelm II. eingesetzten staatlichen Kchn- Mission für die Herausgabe deutscher Volkslieder. Einige seiner Bücher, vielfach übersetzt, gelten als Standardwerke deutscher Müsikforschung. .! £e|tt fluffortoung! Diejenigen Leser, die die geringe Bezugsgebühr von 45 Pfennig für ein Vierteljahr bzw. RM. für das ganze Jahr noch immer nicht überwiesen haben, werden nunmehr zum letzten Male gebeten, den Abonnementbetrag baldigst auf das Postscheckkonto Breslau 29572 I . - 1£. Schatzky einzuzahlen. Fahlkarte lag der letzten Nummer bei. Die Einzahlung ' i kann auch in, Büro des „Breslauer! Jüdischen Gemcindeblattcs", Neue! Graupcnstraße 7, geschehen, jedoch nur |n der Zeit von 11-1 Uhr.1 Im Falle der Nichtzahlung kann weitere Lieferung nicht erfolgen. Gleichzeitig weisen wir diejenigen Abonnenten, die nur 45 Pfennige i als Abonnementgebühr für das II. Quartal 1934 (April —Juni) j bezahlt haben, darauf hin, daß ’ der Bezugspreis für das I HL Quartal (Juli-September) bis spätestens 30. Juni überwiesen werden muß, dainit keine Unterbrechung in -er Zuftellüng,erfolgt. L Nach Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer vom 13. Dezember 1933 in Ziffer 3 und 4 ' ■ j 1 | dürfen vom 1. April 1934 ab Zeitschriften nicht mehr gratis geliefert werden. Verlag Breslaüer Jüdisches Gemeindeblatt ' , H. u. E. Schatzky Breslau 5, Neue Graupenstraße 7' Fernsprecher 24468, 24469 > i .?; . —, i j

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