Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 6 (30.5.1934)
- Date
- 1934-05-30
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 6 Breslauer Jüdisches G e m e i n d e b l a t t Kulturbund Deutscher Zuden, Serlin „hoffmanns Erzählungen" Das Opcrnensemble des Kulturbundes Deutscher llubeu, Berlin brachte uns am Sonnabend, den 2b. Mal ini Schauspielbaus unter der Regie Kurt Singers eine Aufführung von Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen". Die inusillalische Leitung lag in den Händen Tloscpb Rosenstocks, dem dank seiiicr meisterhaften Fübkung der Hauptantcil am Erfolge zuzUsprechcn iss. linker den Solistenoerdicncn Walter Olitzki als böser Dämon, Susanne Stein als Riklausiund Lilli tleincmann als Olympia stimmlicb und darstellerisch den Vorrang. Der Hoffman» Paul Fehörs war eine gute Leistung, auch wenn an diesem Abend seine Stimme in den höhere» Lagen etwas flach und glanzlos blieb. Vera Molcna zeigte sich der Giulictta stimmlich gewachsen, nur glaubt man ihrem Spiel nicbt imnier die verführerische Kurtisane. Bei der Antonia Hanna Brands zeigten sich"zu Beginn tonliche Schwierigkeiten, die sich aber im Laufe des Aufzuges; besserten. Einen besondere» Beifall errang sich Julius Kuthan in oer Rolle des tauben Franz, rin den übrigen Partien gaben Anna Lipin, Gerhard Pechncr, Walter Spiro, Edgar Alexander, Alfred Glaß und Heinrich Korn ihr Bestes,1 um der Aufführung de» oerdicntc» Erfolg zu verschaffen. Den crforderlicbcn Rahmen schufen die wohlgclungcne» Bühnenbilder Heinz CondeUs, die den einzelnen kontrastierende» Akte» ' den sinngemäßen Schauplgß gaben. Der stürmische Beistill, den das Publikum spendete, möge dem Kulturbund beweisen, daß seine ungeheure Arbeit, mit der er versucht, die Schwierigkeiten zu übei winde», die sich von allen Seiten auftürmen, - nicbt vergebens ist. Wir r üden sind stolz auf dieses Werk, durch dessen Förderung wir mit Freute und Genugtuung zeigen könne», daß wir die geistigen und künstleris hc» Werte nicht verlieren wollen. Hier geht cs nicht nur um die Erislenzmöglichkcit vieler jüdischer -Künstler, hier geht es darum, zu bciveisc», das wir deutsche nuten den Willen zu kultureller ' Arbeit besitzen. Denen a'er, die noch zögern oder abseits stehen, die vielleicht noch glauben, es bandle sich hier nur um eine unterhaltende Theatervorstellung — denen wollen wir zurufen, daß wir deutsche lludc» > als kulturelle Schicksalsgcnscinschaft die Pflicht und Aufgabe haben, »ns 1 die .Kunst zu bewahren und sic zu fördern, damit sie uns die geistige Anregung tind Festigkeit gibt, deren wir im Leben bedürfen. J Günter Pulver in a cl> c r. ■ i Zum 1. Sinfoniekonzert öes Gpernorchesters öes Berliner Kulturbundes am 18. Juni Noch stehen wir urlter dem nachhaltigen Eindrücke von „Hossmann» Erzählungen", dem letzten Operngastspiele des Berliner Kulturbundes, noch umsängl uns der Klangzauber all der Schönheiten der Partitur und wiederum müssen wir, ohne damit dem Urteil des Kritikers vorgreifcn oder den Wert der Einzellerftungen irgend Ain 23. Mai J934 verstarb unser früheres Vorstandsmitglied Herr Zustizraf Dr. Martin Poldlchmiöt. Fast zwei Jahrzehnte laug hatte er dein Vorstände der S magogen-Äemeindc inOstrowo, i.nchrcre Fahr- <ils« stellvertretender Vorsitzender ängchört, als er infolge der Jlbtrenntmg der Provinz Posen nach Breslau übersiedcltc. Als Mitglied unsere; Vorstandes von 1924 bis 1933 nahm er regen Anteil an der Erfüllung unserer Aufgaben, inst esondcre als erster Vorsteher unserer Neuen Lynagogc, an der Verwaltung unseres Ltiftm gsverinögcns, sowie als Vorsitzender inchre er Atisschüsse, u. a. des Ballausschusses. Wir betrauern den frühen Heimgang des vortrefflichen m d uneigennützigen Mannes hcrzlichst. Lein kluger Rat, sowie die Lauterkeit seiner Gesinnung sichern ihm auch1 bei uns ehrenvollste Erisiinerung. Brcslati, den 23. Mai 1934. Der Vorstand und die Gemeindevertretung ider Synagogen-Gemeinde zu Breslau. -wie schmälern zu wollen, seststellen, daß der Löwenanteil hieses außerordentlichen Erfolg?? dem Orchester unter der Leitung von ^cneralmulsikdirektor Jv epd^Rosenstock zufällt! Ehrerbietig ringen wir Juden uns vor den Talent dieses begnadeten Künstlers unh bezeugen ihm willig unser i Dank! Wer sich bei aller Härte, die not» - wendig ist, um ein Orck estcr zu höchster Ausdruckssähigkeit zu schulen, doch die Liebe un) draufgängerische Begeisterung eines jeden einzelnen Mitgliedes zu sichern versteht, der ist der vorbildliche Orchestererzieher: in die cm hohen Sinne sind es wenige wie Joseph Nosenstock. Wir haben?s hier erleben könnenj wie beim ersten Rastspiel dieses Orchestirs der „General" mit demonstrativem Bei- ' deutscher luden ■ Berlin Künstlerische Gesarptleitung: Intendant Pr. Kurt Singer i llf 1. Sinfonie-Konzert zu Gunsten des Oper n-<Drchesters des Berliner Kulturbundes unter persönlicher Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Rosenstock 18. Juni 1934. 20'/« Uhr im groB. Konxerthaussaal Breslau, Gartenstr. 39 41 Zur Aufführung gelangen folgende Werke: Beethoven: Egmont-Ouvertüre, Mozart: G-Moll-Sinfonle, Beethoven: VII.Sinfonie. Montag, den Kintrittskarten : RM. C. Brandeis,Karlstr.7, Horn Uitet Ffirderuag des „hlttrkn isss in Bteslao“ nur lit Mitglialer der Syaagegei-6«Btlinls .50 bis RM. 3.—, in den Vorverkauftstellen ivitz, Karlspl.3, Lichtenstein, Kais.-\Vilh.-Str.39 ab 4. Juni 1934 ppic G a r d Niedrigs Span Reuschestrattfe58 n te e n Pre i e r s Möbelstoffe ise — Größte Auswahl Teppich-Haus Sduniedebrikke56 Wüsche, Kurzwaren •n gro* ' .n d.tail billigst bei Berthold Bojenfeld, Jetzt Wallstraße 9 Sonnabend geschlossen 18 jihrif er kriftigei MXdch an, das ein Jahr ah Gärtnerin volontie te,iuchtper bald. später Beschäftig« ne. Off. u. B. Exped. Ich führe meine Praxis unve ändert in Bad Kudowt . weiter. Dr. med. Charlotte Cohi - Wolpe kÄ. -an die d. Blattes. Aufenthalt u g Denken Sie immer dara n BARASCH Seit 1896 in Breslau Das KaufhcL für Alle US wird 1 Anz oder Mantel gesäubertu.gebügelt Reparaturen sauber und billig 1 P r est o Gartenstr. 21 Tel. 25679. Abholung und Zustellung frei. iiiiiillllliiliiiiiiiiimiimiiiiiilii Staall. gepis. Nasseurin empfiehlt sich bestens Lydia Bielsdiowiki Schwcrinstr.46, t links iiiiiiiiiiiililtiiiiiiiiiiiiiiiimimi Kaufen Sie bei unseren Inserenten! in herrlich. 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