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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1934-04-01 · 4 (4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
11 (1934)
Issue
4 (4.1934)
Date
1934-04-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Breslauer Jüdisches Gemeindeblat Nr. 4 nachzueifern in Treue und Timzabe an unsere religiöse Ecincinscbafr und in des: Zielsetzung, Judentum und jüdisches Eemeinschaftsgefübl als .'ideal und Sinn unseres^ Leins lebendig zu erhalten. Siuifa, t>en hV?(prif 1034.' verstand der Svnagvcicn-p'cincindv, Breslau. . Ledr geehrte.rrerren! ' ' Sie werden ja wvk>l sck'vn die traurige Kunde dckvinincn haben, die tvf>! 3hncii aber dvck' nock' einmal — quasi vffizicll — zur Kenntnis geben inöebke, bas am Dienstag Mittag Herr Austizrat italisch hier ploklieb verfebieden lik. ckvivar am Montag abend hier angekommen,' war ' sehr guter -Dinge, war beglückt inir seinen Kindern, war tief beeindruckt von allein, ivas er sab, bis ibn am Dienstag gegen Mittag bei einem Spaziergang im ^tadrvark von Hadar-Hakarmel mit der Frau seines Lohnes Walter ein plorlicbes Niiioohlsein überkam, das er selbst sehr leicht anfnadni. Er erzablke von einem ähnlicbcn Anfall kurz vor seiner- Abreise aus Breslau. Aber, obipohl ärztliche Hilfe sofort zur Stelle war, war er m.br zu retten: ein rZerzseblag hatte seinem Leben ein Ziel .zvselrt. Keilern Aa.bmirtag häben wir, ein kleiner Kreis von Breslauern, die davon erfahren hatte», ihn auf dem neuen Friedhof von Haifa zur lebten Ruhe gebrack'l.' Aeb habe mir erlaubt,— uf> glaubte damit in Ahrem Sinne zu'bandeln, —ihm einige Worte des Dankes namens der Breslauer chemcinde am Brave.nacbzurufen. 3» treuer Berbnndenheil rmd in vorzüglicher Hochachtung^ Dr. Hugo Seback'tel. Gemeinüeoertceter - Sitzung am. 28. März 1YZ4 Naed Eröffnung der Sitzung verpflichtete.Zunächst der Bo,übende Hufti^rat Peiser den zun, Borstandsinitgliedc gewählten Nechtsanwalt Tr. Lur durch Handschlags auf sein Timt;' sedailn wurde an dessen Stelle Nechtsanwalt Tr. Enzedinaich zrnn I. stellvertretenden Borsitzenden der Ecineindcverlretung gewählt.! l 1 ' F,n Mittelpunkt der Sitzung staild die Beratung uitd Beschlußfassung über deil Haushaltplan und die Steuer^ jsüptnprüsung, feitietzung für 1^54.35. Zur Bordercitung war ein Aus^. schznz aus zwei Borstai,dsn,itgliedern: Nechtsanwalt? Wolff und z?bcri«,agiitratsrat i. N. Tr. Eüttinam,, f'o^Nc aris fünf Eeineindevertretern: Taniel, Eins, NechtsanmaN Tr. Erzcbinasch, Laachs, Tr. 7lnikower (Stellvertretern: Tr. Noscnthal und Taubers gebildet worden. Ter Dorsitzezedc des Ausschusses Tr. Wolff zeigte irr. seiner Haushalwede für den Borskand die Erundlagci, arrf, die für die 4Si,tschlicßungcn des Ausschusses und des Borstandcs bei/Einbrjngung der Haushaltvorlage maßgebend waren: / Zur Vermeidung weiterer Entnahmen aus Stiftungsilzitteln dürfe entgegen dcti Haushaltbeschlüssen der letzte» drei Borjahrx nrtr ein in Einnabmen und Ausgaben sichfvöllig ausgleichcndcr Haushaltplan Annahme fiildcn. Ilm die uiiabweisbar notwendige Teckung zu erreichen, habt man trotz vieler zwangslärrfiger Allsgaben zwar schon bei der Allf- ,'tcllung des Hausbaltplanes Einsparungen, insbcsotnvre in der Allgemeinen Berwaltlmg vorgesehen, und weitere Sparmaßnahmen sollen im Laufe des Rechnungsjahres ün Zusammenhang »nit der Tl«rck>nrüfung der gcsa»«,teii Dcrwaltung erwogeirwerden. Einzelne Allsgabeiläilsätzechüttcil jedoch erheblich erhöht werden nzüssen, insbesondcrc/sür die 1 Schaffling eitles liberalen Schstlwerks, für das c von der;?veichsvertrctung -der deutschen iludcn beträchtliche Zuschüsse zugcsagt worden seien, sowie für die wcrtschäffcndc Fürsorge zur Hilfe und zuin Aufbau. Am den für solche ' Zwecke allseits als notwcildig anerkannten Betrag von ründ 33 (XX) NM. bcreitzuftellcn, hätte,: Ausschuß ur^d Borstaild nach sehr eingehender und wiederholter Beratung über ' die Höbe des voraussichtlichen Steueraufkommens sich neben der.Erhöhung der» Zuschläge zur.Einkommensteuer^ von 1v auf 25 Prxzcnt und zur Dermögensteuer vorr 30)auf 45 f Prozent auch zrir ^Erhebung eines Gcmcindegeloes entschließen müssen;.die Zuschläge zur Einkommen- «nd Dcrntögensteuer belasten jedoch den Steuerpflichtig«, nicht nebeneinander, sondert so, daß nur derjenige Stcuerbetrag zu beachten ist, der nach Berechnung des Zuschlages'zur Einkommen- oder Be «nögenstcuer im Einzclfalle höher ist. Mit dem Tanke an >ic übrigen Ausschussmitglieder, insbesoirderc an Tr. Er ttmann, sowie an die bei der Aufstellung des Haushalrplanes beteiligten 'Beamten schloß Tr. -Wolfs seine Ausführungen. Anter iZllstimmung der Bersammlung schloß sch Fustizrat Peiser dem Tailke an die Ausschußnüt^ieder und Bcaintcn an. betonte den große«, Arbeitseifer und die zcnaue Sachkenntnis, voi, denen die Beratungen des Ausschusses unter, Führung seines Borsitzenden Tr. Wolfs getragen worden seien. Tie Ecincindevertretcv Taniel, Ens, Lachs, Tauber und Tr. Ainkowcr erstatteten sodänn über die einzelnen Berwaltungen Bericht.. An der Absprache beteiligten sieb die Eeineindcvcrtreter Freundlich, Erünberg Hadda und Tr. Schlesiilgcr. Begrüßt^ würde, daß der Haushaltplan der Eemcindevcrtrctung rechtzeitig vor Beginn des Hausbaltjahres zur Beschlußfass,n,g zugcgangen sei. Ecmeindevcrtreter Lachs behandelte cingeheltd und mit Wärme die schwierigen', fürsorgerischcn Aufgaben der Spnagogen-Eciilcinde und wies mit be-i soliderer Betonung darauf hin, daß das 7lllfkon,mcn aus den, Eeincindcgclde in erster Neide für fürsorgerische Maßnabmcn, vornehmlich der Berufsumschichtung, Berwendungi finden solle.< An, übilgcn erstreckte sich die Aussprache auf Einzelheiten, u. a. T eratungsstelle, Lteucrerhcbungskosten und Beerdigungswescn. Ter Haushaltplan einschließlich! der Stcüervorlagc wurde einstinunig angenoinmen und ein Ausschuß zur Prüfung und Bereinsachung der Beri waltung eingesetzt. Teb Borsitzende des Borstandes Stadtrat a. T. Leß dünkte der Een,eint evertretuilg für ihre cininütige ver^ ständnisvolle Haltung und widmete auch seinerseits allen Beamten und Angestellten der Berwaltung anerkennende Worte für ihre hingebungsvolle Arbeit. Tic weiteren Beschlüsse bezogen sich u. a. auf die Stststmgs- und Besoldungsfragen sowie aus ebühren für Erbbegräbnisse. Tcr öffentlichen Sitzung folgte eine geheime,-die siet Pcrsoi,alangelege,lheiten beschäftigte. Fern von >'er Heimat ist unerwartet Herr Fuftisral Salomon kralifch tcrschicdcn. Tief ergriffen trauern wir über i icscn schwere , Bcrlust, den unsere Ecincindc , nd unser verband erlitten bat. " Fustizrat italisch hat vo, 1917 bis 1929 der Gemeindel ertrctung, vol, da ab bis 1933 dem Borstande unserer Ecnu inde angehört; in, September 933 hat er den Borsih in, Provinzialvcrbande i ibcrnommcn. Er hat seine Acmtcr mit un-! cwöhnlichcm Zlrbeitscifer, «nit vorbildlicher Pflichttreue, vlug und objektiv geführt. Ein autcrer Chckrakter, eil, aufrechter Mami von «bgcklärter Ruhe und-Milde, von Freundlichkeit md Mensche«,liebe war er uns em lieber 5^ollege. seine Persönlichkeit und seine Leistungen werden vir dauernd in da«,kbarer Eri«n,cru«,g bewahre«,. Breslau, £o. Slpril 1954.) Der Vorstand der Synaghgen-Gemeinde. . der Ausschuß des Verbandes der Synagog^n- Gemeinden der Provinz Piederschlefien. igeji

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