Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 3 (3.1934)
- Date
- 1934-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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B r csUuct 7! üdischcs Gemeindeblatk Nr. 3 Halt suchen unt» — dies beweist das Interesse am jrultnrbund — ihn auch finde,l. Aus der großen Zabl der 5^on;crte seien nur die unnuttelbarsten Eindrücke hier festgchaltcn: Wir hörten eine glanzvolle Interpretation von Tschaikowskvs Strrichcrscrcnadc unter Michael Taube; einen schönen Mozartjabend unter Rosenstock. 7!m Dezember, als das Orchester schon gut aufeinander eingespielt war, folgte Be«4t»oocns 8. Sinfonie. Haydn war mit einer der Londoner; Sinfoniem vertreten. Unter den Solisten ragte Georg Bertram >crvor. 7lhm nahe kan, die äußerst temperamentvolle Roja EtkiN, die Zlücbcrs .Konzertstück mit musikalischem Elan hiinlegte. Unter den Geigern war 'Stefan Urenkel der beste. jüdische Musik wurde im vorigen 'Monat' zuerst in Eborkonzerten geboten. Hier waren die Konzerte eines Männerchores unter Leitung von Benjamin Spott niit das Beste, was der Kulturbund bishct überhaupt geboten bat. Dem künstlerischen Entbusiasmus des Dirigenten entspricht eine ungeincin große Ehordisziplin- und Gestaltungskraft von packender Wirkung. ' | Der Kulturbund absorbiert nabezü das gesainte künstlerische Interesse der Berliner Tludcn Die Künstlcrhilse, die von der Berliner jüdischen Gemeinde eingerichtet wurde, bat auch manchen schönen Abend vemnstaltct. Erwähnt muß ein Börtrag von Dr,. Oskar Gu'tinann über jüdische Musik werden. Dr. Guttinann bat die .Konsequenz aus der Tatsache gezogen, daß wir über keine Denkmäler jüdischer Musik verfügen; mit Recht sicht er den Weg zur vergleichenden Musikwissenschaft als den ciity^ai an, der uns eine Vorstellung von unserer alten Musik wir) geben können. Wir dürfen mit Freude und Genugtuung fcststellcn, daß in Berlin nut Ernst und ^Bcraiitwortungsbcwußtscin musiziert wird; daß niemand in falschem Ehrgeiz virtuosenbafter Aeußcrlicbkeit nachjagt; sondern! daß die Leistung von der ,3dee treuen Dienstes an der Kunst getragen wird. A n in. der Redaktion: Wie wir hören, sind auch in Breslau Bestrebungen in, Gan^ze, um die Gründung eines jüdischen Musik- und Occhcstervcrcins in die Wege zu leiten. (S. entsprechende Notiz und Inserat des 7!üd. Musikvcrcins.) Ludivig Alrma»». Brinpenftg HuffatOtop! Vs« gebot Der Stimöe! Wir wenden unä hierdurch an Herz und Gewissen aller jüdischen Arbeitgeber! Wir brauchen Lehrstellen für eine große Anzahl von jugendlichen, die zr^in bevorstehenden Ostcrtermin die Schule verlassen. Es erübrigt sich, ein Wort darüber zu verlieren, ein wie schweres jüdisches Problem die Bcrufsnot dieser Jugend darstellt, die vor so vielen verschlossenen Türen; steht. Der sehnlichste Wunsch der meisten dieser jungen Menschen geht nach einer landwirtschaftlichen oder.handwerklichen Ausbildung. Sic sind bereit, die ungesunde soziologische Schichtung der früheren Generationen, die für uns zum Ilnglück geworden ist, in vollem Ilmfai^g auszuglcichcn.! j Es ist ergreifend und erhebend zu sehen, mit welchem Ernst und mit welche, Entschlossenheit das junge Geschlecht an diese Aufgaben hcrangeht, wie viel Lern- und Arbeits- Möglichkeiten cs sich durch eigenes Mühen eröffnet. Aber es sind ihrer zuviel, als daß sie cs fyr sich allein schqffen könnten. Wir müssen ihnen Helsen. jede Arbeit koichnt in Frage, wenn mit ihr eine geregelte Ausbildung verbunden ist. . Mehr als mit Geldopstcrn kann jeder, ob Industrieller, Handwerker oder Landwirt schönste menschliche Hilfe leisten^ wenn er in seinen, Arbeitsbereiche einem jüdischen jungen Menschen eine Lehrstelle gewährt. Auch kaufmännische Betriebe kommen dabei selbstverständlich in Frage. An sorgfältig ausgcwähltcn Lehrlingen, die nach Charakter, Schulbildung'und Eignung Gutes versprechen, besteht in diesem Jahre ein besonders großes Angebot. Gesetzliche Bestimmungen, welche die Einstellung jüdidischer Lehrlinge verbieten, gibt es nicht. Auf den > Erlaß des Herrn Rcichsarbcitsministers vom 24. November ' 1433 wird ausdrücklich hingcwiesen. '■ Wo eine Lehrstelle nicht möglich ist, sollte zumindest i an die Anstellung ejncs anzulernenden Arbeiters gedacht werden. UtHftcesseu nach neuesten Modeformen, größte Auswanl allen Kopfwetten, für 2.50 Mk. in der Fabrik von ie Reuschestr. «7»Ohlsuer Str. 76 | Zu d«n Feiertagen empfehle ich preiswert und gut Obst.GemUse, Südfrüchte kosch. Weine u. Mazzoth Emmy Markt Gartenstraße 20 — Tel. 55739 Lieferung frei Haus FeHxGomma, KÄSS empfiehlt tum Osterfeste: Fleisch- und Wurstwaren sowie Koscheres Geflügel in bekannt guter Qual, zu billigsten Preisen Traqen Q die qu+e preiswerte Geschw. Block Kait.-Wilh.-Str. 6 . 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