Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 3 (3.1934)
- Date
- 1934-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 3 Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt unter Werner Sanders energischer Leitung spielte erakt, mit starker Beschwingtheit und fühlbar ir Liebe zur Sache. Gegen di« mannigfachen akustischen Hindernis! r erfolgreich anzukämpfen, ist schwer möglich; Nsotzdem bleibt es erstaunlich, was hier in kurzer Zeit geleistet morden ist. Der Abend. d,n Erich Schösser mit der sehr subtil vorgetragenen Trias „Tocci ta, Adagio und Fuge in C-dur" von Bach eröffnet hatte, schlptz mit )em 42. Psalm von Felix Mendelssohn- Bartholdy, einem komposiorisch nicht allzu belangreichen WeNe^ Tros; einigen Unklarheiten m Orchester kam eine gute Gesamtleistung zustande, da der von San)er ausgezeichnet vorbereitete Jüdische .»»ammerchor in jeder Einsicht sein Bestes gab. Lotte Läufer hatte für die Sopranpartis ihre gut geschulte stimme und, namentlich gegen den Schluß hin/ viel innere Wärme einznsetzen. Martin Honsdorfs. Musikleben in Berlin „ | Der überragende Faktor im jüdischen fultiircücii Leben Berlins ist der Kulturbund deutscher Inden. Der Initiative seines Intc,»danten, Dr. Kurt Singer, ist cs zu danken, daß di? Berliner Juden in diesen Zeiten den Anschluß an die geistigen und künstlerischen Werte »licht verloren haben» daß sich viele Hunderte jüdischer Künstler wieder eine Existenz-! und Wirkungchnöglichkcit schaffen koilntcn.! Die ersten Schauspiele, welche das Theatcrensemble herausgcbracht hat —„Nathan der Weise" und „Othello" sind auch in Breslau dargeboton worden. Wenn diese Zeilen in Druck gehen,!wird auch das Opcrncncscmble sein erstes Gastspiel mit Mozarts „Figaro" in Breslau absolviert haben. Obwohl die Opcrnsolisten von den verschiedensten Bühnen kamen und sich in sehr kurzer Zeit ei,»spielen mußten, ist doch schon eilt äußerst lebensvolles Ensemble zustande gckonlnic»». Die m»»sikalische Lcitllng bat Gencralinusikdircktor Josef Nosenstock, ein Dirigent von internationale,»» N»»f. Er und sein Kollege Michael Taube, der den größten Teil der Sinfvnickonzcrte leitet, hatten keine leichte Aufgabe. Da der Kulturbund nur I»lden beschäftigen darf, und cs ein jüdisches Orchester bisher nicht gab, nu»ßtc die Zusannnenstellung eines jüdischen Instru»nei»talkörpers natürgcinäß erhebliche Schwierigkeiten bereiten; denn »vir Juden stelle»» »vohl eine große Zahl ai» Geigern und Cellisten von Weltgeltung, aber nür einen kleinen Teil derer, die als Fagottisten, Hornisten »>f»v. ihren Dienst in» großen OrganislNlls eines Orchesters versehen. Hier setzte plötzlich ein Bedarf ein, der manchen »»»»»sikalisch veranlagten I»»den eine Existenzinögljchkeit bot. Eine Reihe Bläser, die heute in» Kulturbundorchcstcr angcstellt sind, hat erst im Soinincr^ vorigen Jahres mit den» Studium der Blasinstruniente begönne»». Dara»»f ,N»»ßte bei der Aufstcllu»»g des Programms natürlich Rücksicht genommen, werden. - So bckan» inan. zunächst hauptsächlich Strcichinusik »nid Werke mit kleiner Orcheftcrbcsctzung z»» höre»». Die Intensität und Leidenschaft, mit der »nusizicrt wurde, die^ begeisterte tzustinnnuilg der Hörer legen ein schönes Zeugnis von de»»» kulturelle»» Beharrungswillcn der Dc»»tschcn I»»dcn ab! die bei den ervigen Werten der erhabenste»» LZunstwcrkc^ .... und Weine und Liköre zu allen Festlichkeiten dürfen nur von HERZBERG sein Kulturbund Deutscher Juden | Berlin Montag, d. 26. d. Mts.j 20.15 Uhr im Schauspielhaus Haupttreffer'' Komödie in 3 Akten voii J u s c h k e w i l s c 1| Abschieds - Vorstellung I von KURT KATSCH[ AriQur EJoesser: „Kurt Kutsch . . ein reicher! und großer Schauspieler . . . I diesen Titel vergebe Ich dicht I gern: aber er kommt ihm zu* Scbauspielpreise: 0.60 bisML | Karten ln den nuchhandlubgen Brandeis, Karlatraße 7, Höhnte, Karlsplatz 3, Lichtenstein, K4t«er- Wilhelm-Straße 39. Nur fSrlMitglieder der Synagogengemtjnde. | Max Friedländer Brnalau 5, Sonnonstr. 38 Gegründet 1876! M-. | ’ Fernsprecher S»»»1 ' _ Paplar . Schrolbwaron Schulbodarf sirtlkol Packpapiara BUroutanalHan . Engros — Detsl» ■ sksnnt blllla* Praia« Georg Eckstein, Breslau 6 Friedrich-Wilhelm-Straße 24 Fernsprecher: 23044, 45, 46, 544 66 ..MIHDII-IMIHHMHIHIISIIIHHIIIIIIIIIMMIUIIIUhJiHUHIIIIHIMHM Möbelspedition Reisebüro: Ubersee-Transporte Beschaffung! von Fuhrbetrieb Eisenbahnfaljir karten und Schiffskarten zu Lagerei amtlichen Preisen - Seit 32 Jahrenlegen wir besonderen Wert auf die Hepar atur-ClßteiCung für Uhren, %etd- und SiCßeriearen Uns e r e fer folge zeigen, daß wir - bei erstklassiger und zuverlässiger Arbeit - entsprechend billig sind. 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