Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 2 (2.1934)
- Date
- 1934-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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4 14 I Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt Nr. 2 Aus der Joseph Levin's FamilienstiftumK stehen Beträge zur Verteilung an die Bezugsberechtigten zur Verfügung. Bezugsberechtigt sind in erster Linie die Nachkommen der Samuel S t r a s b u r g'sch s n Eheleute; falls solche nicht mehr vorhanden sind, stehen! die Bezüge den sonstigen Nachkommen, der Frau Amalie Strasburg gcb. L e v i n zu. Letztlich sind die übrigen Verwandten der Eheleute fi. Joseph Levin und Mircl Lev in gcb. H i r s ch - A s ch k c n a s y berechtigt. r ferner stehen die Erträgnisse' Löbel Guttentagschen Familienstiftung zur Verteilung. Zuin Bezüge berechtigt sind unterstützungsbedürftige Nachkommen der Geschwister des am IO. Oktober 1S81 verstorbenen, Bankiers Löbel Guttcntag. Insbesondere sind bedürftige Bräute unter den Bezugsberechtigten zu berücksichtigen. diesen Aufruf ohne viele Worte! an die Oeffentlichkeit, zur Stellungnahme, Mitarbeit uni zur ersten Anmeldung der gleich uns von der Notwendigkeit Ueberzeugten. Land--und Handwerk Kreis deutschjüdischer Selbsthilfe / Pressestelle! Berlin E 2, Burgsnahe 30. Gine Anzahl jüdischer Derbändp und Bünde, von denen wir den C. D., den Neichsbund jüdischer Frontsoldaten und den Bund deutsch-jüdischer Jugend nennen, hat sich unter dem Namen „Land- und Hanhwerk, ftrcis, DeutschjLdische Selbsthilfe" zusammen gjetan, um die gesamten deutsch-jüdischen Siedlungs- und Achschichtungsbestrebungen zu zentralisieren. Das Büro des Kreises befindet sich in Berlin C 2, Burgstraße 30 (Fernruf D 2, Weidendarmn 8494) £ Bezugsberechtigte werden aüfgefordert, sich schriftlich bei dem Jüdischen Wohlfahrts- und Jugendamt Berlin C 2, Nosenstraßc 2/4, Abt. Sammelvormundschaft, zu melden. Tin die öeutschjüüischen Umgeschichteten Land-! und Handwerk — Kreis deutschjüdischer Selbsthilfe -- schlägt vor, die in der Umschichtung befindliche deutschjüdischc Jugend, die sich zu Deutschland bekennt, in Wohngemeinschaften zusamntenzufasscn. Jeder dieser, unter Führung des Land- und Handwerks stehenden Wohngemeinschaften wird in der Nähe der Arbeitsstellen — zu Unterkunft, Verpflegung und Freizeitgestaltung — zwanzig Menschen aufnchmcn. Ihre Einrichtung rechtfertigt sich aus äußeren und inneren Gründen. Die Lebenshaltung des Einzelnen wird verbilligt, der Uebcrgang in den neuen Beruf durch ergänzende Kurse und Lehrgänge) vervollständigt. Neue Fonnen deutschjüdischcr Geselligkeit müssen geschaffen werden. Die Schicksalsgcmcinschaft^u der die deutschjüdischc Jugend ohne ihr Zutun zusammoMeschlossen ist, wird durch äußere Einordnung in die Genrcmschaft fester gefügt. ' , 0 ©et Kulturbund Rhein — Ruhr hat seinen -Mitgliedern kürzlich ein sehr interessantes jüdisch-musikalisches Erlebnis geboten: Er Hot in Khln einen I^Kantorenabend" veranstaltet, in dessen künstlekische Müden und Ehren sich die drei Kantoren Israel Alter (Tenor), Hannover, Hermann I. Fleischmann (Bariton), Köln und Rirolai Raumow Fleischmann (Bariton), Frankfurt a. M. mit Kapellmeister Kurt Heinemann als Begleiter, teilten. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch einen kenntnisreichen und nachdenklichen Vortrag von Gemeinderabbiner Dr. Kober über Geschichte und Entwickelung der jüdischen Musik. Der Abend brachte Wetke von Händel, Mendelssohn und Ernest Bloch, jüdische Volksweisen Und synagogale Gesänge von Minkowski, Kirschner, Ravel und von den beiden Mitwirkenden N. Fleischmann und I. Alter. Unter den Veranstaltern wird besonders Kantor Israel Alter als ein Tenor mit ganz ungewöhnlichen Stimmitteln gerühmt, der nach dem vorliegenden Bericht vom zartesten Pianiffimo bis zum fanfakdnartigen Fortissimo alle Skalen des Gefühls zum Ausdruck zu bringen vermag. Der Abend hinterlieh bei den Hörern einen tiefen und nachhaltigen Eindruck; die Idee verdient sicherlich Rhcheiferung. Am Sonntag, den 4. März, 20 Uhr, findet das 4. Konzert in der Reuen Synagoge, zum Besten notleidender jüdischer Künstler statt. Eintrittskarten siehe Inserat. Wir machen darauf aufmerksam, daß am 14. März, eine Aufführung des Kulturbundes deutscher Juden: * „Sie neugierigen Frauen" von Wolf-Ferar! Wir haben Aufbau und Durchführung der Wohngemeinschaften in gründlicher Vorarbeit bis in alle Einzelheiten festgelcgt. Aber nur unter persönlichem Einsatz der in der Umschichtung befindlichen Menichen selbst kann aus Plänen sinnvolle Wirtlichkeit werben. Wir geben deshalb voraussichtlich wieder itn Schauspielhaus, Breslau, stattfindet. Wir verweisen auf das Inserat in dieser Nummer. I Verantwortlich: Für den redaktionellen Teil: Dürodlrektor Glaser, - Breslau. Anzeigenteil: ^Siegfried Schatzty, Breslau. Lohndruck: . Th. Schatzky A.-G., Breslau 5. M.«A. 7800. ' I I / Q /y die vornehmen Konditoreien mit dem bekannt erstklassigen Gebäck Kaiser-Wilhelm-Straße 12 Sctiweidnltzer ßtraße 5* Telefon 39444/45 rränklsdie welnstnben Früher Häring Inh.: Liesl Barwits Messergasse 28 Der gemütliche Betrieb ernt rabrid Zwingerplatz 2 Caie KOnld Gartenatraßo 40 - DOrderpark Knetern ■astfiatte (er n aase-Quelle Eaiser-Wllbelm-8traße IS Ecks 8adowastraße Leitung: Georg Earn Inski utlaoer’s Welnstnben and Weingroßhandlaog Ring 50 Restaurant Kombfiuser Schweidnitz. Stadtgraben 9 1 Etage Behagl. Gesellschaft eriume Konditorei Seelid Earlsplatz S Ealser-WUbelm-8traße 78 Hotel - Caie Dom Vereinszimmer Bischofstraße, Ecke Albrechtstraße Inhaber: Rosenfeld Destonront Stbwnrz „Die Rüche der Eenner“ Schwelflnitzer Stadtgraben 9 Fernsptech-Anschluß Kr. 671S2 ■•«ei — ■emarMt Adler bol Oartenstr. 79, unweit Sehweldn. 8tr. Mod. Zimmer, fließ. 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