Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 11 (11.1932)
- Date
- 1932-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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128 te»~l«att Jüdische» gemeln»eblaft Nr. I 3ft 1950 Bordiifitl iig 1951 ^cnraitfcblütj 1932 die die unter Aussicht hcd ^titualtcmniiffipn (tc^ »de» Lebensinittclgeschäf.e zu zahlen haben. Die Rießgercien und Wurstl rcicn gelten diese Gebühr durch eine Zlisatz-Schächtgcbühr l>c>n Ai. 2,— pro Stück geschächtctes Großvieh ad. Frankfurt hat 7 Schäcbtcr und einen Aufseher, loelche alle auch den Aiifsicbtsdienit in den in Frage koininenden Be riedcn versehen. Breslau hat 3 Schächter und 3 Aufseher.?i i t u a l d a d: Frankfurt: Gehälter ...... Sachausgabeii . . . zusannnen . . . Breslau: Gehälter ..... Sachausgaden . . . zusannnen. . . Hierbei ist in Breslau eil IC Einnahmen: Frankfurt Bresltiu '? 5 614 4961 4 349 4 330 f? 490 *» 0 lW>4 [ 3 451 1 200 1 200 ’; 1200 4 025 . 4 200 5 000 5 225 -5 400 : 4 200 außerordentliche Au »gäbe für den Umbau der Heizungs- und Wasseranlage mit jährlichen?iatcr von M. 4000)— nicht mit i» Betraedk gezogen worden. ' ■ 3ft 1950 Voransch! ag 17*31 Vorain'chlag 17*32 5 110 3 200 I 03l I ZOO 4 300 l ZOO. Frankfurt verzeichnet außerdem eine jährliche Einnahme aus der der Gemeinde gehörenden Mazzxbäckerei von Ai. 3000, — für 1030, Ai. 3000,— für 1031 und Ai. 3000 für 1032, denen eine kleine Ausgabe für Anstandsetmng gegeuübergeitellt ist (oft 1030: Ai. 137,—). , Boiv desonderem Tinteresse dürfte das Zfapirel „7l nterrichts- >o e s e »" sein. Dieses sieht für Frankfurt so auh:- oft 1030 Boranschlag 1031 Boranschlag 1032 1. Philanthropin (höh. jud. Schule) Zuschuß 2. Städtische u. private Schulen ..... 3. Religionsschule . . 4. Aeschiwah 3. Hebr. Sprachschule 6. Schulküch» 7. Referent 3. Sachliche Ausgaben ' Sunim: 301 430 7 746 22 300. 11 336 I 300 600 300 -,V> 346 240 232 jx*0 ' 6 400 22P00 3 (536 600 430 300 230 321 236 150 000 6 000 . 16 000 6 300 600 373 300 230 130 223 Bei dies, r Aufstellung fehlen die Behälter, die ja, wie gesagt, dort aus den einzelnen Etats herausgcnommen sind. Bsrsuchcn wir nun, die cnks pcechcnoen A isgabe» der Breslauer Gemeinde fiür llnterrichtszwccke, abgesehen von den Behältern, zusainmenzuitcllen, so jcrgidt sich uns Folgendes: Ast 1930 Voranschlag 1931 Voranschlag Relig.-llnterr.- Anstalt 1 4 996 5 070 4 100 desgl. 11 1 5 267 3 600 5 050 Bergüllmg an Scbiile . . Jüdische 6 594 3H00 3 150 Beibilje an Ai d.-tbeol. r i Hocbscbule! 5 000 4 000 2 330 Macbsike Tbora . . . 10CT' 250 200 Hebr. Spracbschule . . : 600 600 400 zusammen . . 22 557 24 120 20 780 22 433 23 731 24 300 Breslau: Relig.-Ilnterr.-Rnstalt I! 40 003 37 422 desgl. ll 36 361. 30 674 Rel.-llnkerr. an höheren Schulen . 53 015 31522 zusammen . . . | 104 334 44 613 71 466 Frankfurt: Religionslehrer . . iridit angegeben 54 2£*2 42 803 d. Kantorcngehalts -— ca. 15 600 ca. 13 500 d. Raddinerdesold. —, ca. 220*10 ca. 17000 zusammen . . :? ~ ca. 91 3c»0 cä7 73 300 Wenn also diese Berechnung einen Anspruch ar f ungefähre Berechtigung/ erheben kann, winden die Personalausgadcn für Re igionsunterricht in beiden Gemeinden ungefähr die gleichen sein. Bei der Berechnung ist davon ausgegangen ivorden, daß von den 7 Kantoren de' Frankfurter Gemeinde 4 Lehrerkantorcn sind, etwäs mehr als die Liälftc, die auch als Lehrer fungieren, so daß mau wohl diclHälfte des Gehalts dies >r größeren Hälfte drerfür anrcchnen kaim. Bei den Jsadbinen rechnet Bresle u die Hälfte des Gehalts *) An dieser Subventwn stecken zum großen (keil Gehaltserfordernisse. - — ■ Also selbst abgesehen von dem großen Betrage, den Frankfurt für seine hölzere jüdische Schule, für das Philanrropin*), aufu'cnden »uiß, wird dort für Jioecke des Unterrichts erheblich mehr ausgegcven als in Breslau. Dabei unterhält die Gemeinde Frankfurt selbst keine Religionsschule. Der im Etat .ausgeioiesene Betrag ist cirfe Subvention an die in der Gemeinde bestehende private Asraelitiscl'e Religipusschusc. * Bei diesen Aufstellungen handelte es sich aber, wir wiederholen dies, nur um c ie >Lachausgabcis bzw. Beihilfen. Ein besserer Bergleich ist nur möglich, ivenn wir auch die Gehälter dazu nehmen, was aber bei Frankfurt schwierig zu berechnenist. Bersuchcn wir eine solche Gegenüberstellung, so ergibt sich: Ast 1430 Boranschlag 1431 Boranschlag 1452 der 2 zweiten Rabbinen auf Ilnterrichtskonto, wübrend cs die Gehälter dvr erstenjRabbine», obwohl sie auch Unterricht erteilen, dabei nicht berücksichtigt. -Er ist danach vielleicht noch etwas zu ivenig, wenn wir ein Fünftel der Frankfurter Rabbincrbefoldung hier ansctzcn. s Run aber eins: Rückvergütungen für Religionsunterricht. Dhr Ä:csl«ucr Etat verzeichnet solche Rückvergütungen vom Staat, vom Magistrat und privaten Lehranstalten ivic folgt: Ast 1430 Boranschlag 1431 Boranschlag 1432 Breqlnu . 10 804 7 443 6 751; dagegen Frankfurt . . 24 403 21 000 16 000 Wozu zu bemerken ist, daß in Frankfurt sämtliche Rabbinen und Lchres:- Sltnto :cit zur Erteilung von Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen innerhalb ihrer Pslichtftundenzahl verpflichtet sind, und daß alle Lehrer die Vergütungen, die sie aus den einzelnen Schulklassen für Religionsunterricht erhallten, voll ablieferi» müssen, sofern die betreffenden Stunden innerhalb ihrer, Pflichtstundenzahl liegen. (Foitsehung folgt) Bibliographie üer jüöisch-schlesi^en Literatur für üie Jahre tYZ0 unö 1YZ1. Fünf Jahre jüdisch-schlesische Bibliographie (1927—1431). Don B. B r i 11 i n g, Breslau. j l.^rischu»^ j Heppn ir, Aron: Jüdische Persönlichkeiten in und aus Breslau, Breslait 11131, 48 S. mit zahlr. Porlr. Ein gutes viograph. 'Itachschlagewerk^ zu dem die Vorarbeiten bereits 1924 (in Br. Heppners Jüd.-(it, Lnschenkal. S. 37—48) und im GBr 142!)—30 erschienen sind, Besprechung siehe in LG2 83 (1931), 2. ,383. j Heppn:r, Aron: Familie Oppenheim(er) in Breslau. Anläßl. d. 100. Ge, burtstages von Ferdinand 6. am 21. Oft. 30. GBr 1930, 2. 157/58J HePpner, Aron und Brilling, Bernhard: Breslauer 2>)nagogen, 1 voii 1UX>—1433. GBr 1931, 2. 167.88. Hindrnburg. — Zum 60. Geburtstag v. Rabb. Dr. Max Grunurald. —! Jä«Z 1931, 26 27, JFB 1931, 39. — Der bekannte jüd. Folklorist ist: 1871 in Hindenburg O.-2. ifr. Zabrzei geboren: 1893 nabbiner .it»! Hamburg (wo er die „Gesellschaft f. >»d. Volkskunde" begründet hat), seit 1403 in Wien. _ Hofrichter, R.: Hervorragende Persönlichkeiten, die aus -tadt und Kreis! Leobjchütz hervorgegangen sind. Lecbschüiz 1924, Verlag d. „Leob-s schützer Rundschau", 91 2. m. 2>bb. Darin Juden: . Justizrati A. Weitzler (getauft), c-. 33 34, gcb. 16. 10. 33 zu L.): der Musiker! Prof. Gustav Holländer (2. 33 36, geb. 12. 2. 1833 zu L.) sowie defsen Brüder, der Komponist Viktor H. (2. 57,58, geb. 20. 4. 66)! uiid Felix H., der bekannte Romanschriftsteller (2. 34, geb. 1. 11. 18h7), ferner llniv.-Pros. Dr. Ludwig Frankel (2. 73, geb. 13.4.70)., Holländer, Felix: 2iehe Lecbschütz. Horcwktz, H.: Die Familie in Prag im 16. Jahrh. ZG2T II, 2. 89 bis Ivtz; 2. 223—228. Darin 2. 99—101 über Jakob Jenkel H. (1673: bis 1753) Rabb. in Groß-Glegau 17463-1753 sowie seinen Sohn und Nachfolger Isaak H. (1713—1767) in Glogau Rabbiner 173.3—1761;, 2. 227 über Jehuda Löb, Rabb. in Groß'GIcgau 1697—1724. Horowisz, Hirsch: Hebr. Briefwechsel mit Levi 2aul Fränkel, dem letzten, Lberlandesrabbiner in Schlesien. Im Hazose chebr.) XIV 1930, 2. 2—24 (Budapest). Horowitz, L.: 'Aus dem jüdischen Breslau vor 100 Jahren. JZO 1931, 50,: Beil. Aus einem Brief von Miro an Dr. David Fränkel, : Dessau, um 1831. Huldschiner, Richard: Zu seinem Tode. JFB 1431, Nr. 27. Der be- ' kanpte 1870 in Gleiwitz geborene Schriftsteller starb am 31. 3. 31 in Innsbruck, lieber ihn siehe ferner unter Badt-Sirauh, Berta i unq Fränkel, Michael. Jacobsotz, Jacob: Eine Aktion für die russischen Grenzjuden in den Jahren 184L—44. Festschrift zum 70. Geburtstag d. Prof. 2. Dubnow! (Jiilp. Verlag, Berlin, 1930), 2. 237—230. Breslau darin erwähnt 2. 242; ferner 2. 247 der Gemeindevorsteher Josef Muhr, Bruder! des bekannten „Judenkönigs von Oberschlesien" 'Abraham Muhr. Jmmerwahr, W,: Hermann Staub, ein Oberschlesier, gest. am 1. 2ept. 1404. O2 XII, 1930, 2. 363—368. Der berühmte Gesetzeskommentotqr- H. 2t. ist am 21. 3. 1836 zu Nikolai O.-2. als Sohn eines arnsen Händlers geboren und besuchte die jüd. Volksschule in Beuthen. Die! Berufung als Richter an das Reichsgericht lehnte er ab, weil mit diesem Angebot zugleich die Erwartung eines Religionsllbertritts ausgesprochen wurde. | Jsolani,! Gertrud: Heinrich Graetz zum 40. Todestage am 7. 9. 31. EBsZtg. X, 1931), Nr. 36, 2. 433. 'Auch in: Die Wahrheit (Israel. Wvchenschr. Wien) 1931, Nr. 37/38, 2. 4. Kaatz, IDaull: Jüdische Wohlfahrtspflege in Oberfchlefien. Aus dem anläßü,des zehnjährigen Bestehens der Provinz Oberschlesien >vom Presseamt der Ptoviuzialoerwoltung herausgeg. Sonderheft .Lehn Jahre Provinz Oberschlesien", abgedr. in JZO 1930, Nr. 25, Beilg. Äalisch, David: Der Vater der Berliner Biedermeierposse: ein Schlesier lDapid Kalisch 1820—72). 2M 1930, 2. 184. Dort Proben aus seiner ersten Posse „Einmal 100000 Taler". D. Ä. ist ein aus Breslau gebürtiger getaufter Jude. Kamiirsky, Friedrich: Beiträge zur Gesch. d. oberschles. Buchbinderei-, ‘ Buchdruck-, Buchhandels-, Zeitungs- und Bibliothekswesens bis 1813, Breslau, Priebatsch, 1927: 132 2. Darin betr. jüd. Buchdruckereien speziell in Difhernsurth 2. 60—63.