Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 10 (10.1932)
- Date
- 1932-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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120 >re»laaer JftftttQe» Ocaetatebtctt Nr. 10 fr Volksbühne gegenüber Harlstrafie 48/49 Die «Soziale Gruppe < für erwerbstätige jüdische Frauen und Mädchen ist nach wie vor bestrebt, jüdische Röt zu lindern und Hilfsbedürftige» mit Rat und Tat zur Leite zu sieben. ' Tic Toynbec-Hallc, die im vorigen Winter viele Menschen vor trostloser Einsamkeit bewahrt und ihneji Aufheiterung and Ablenkung von den Alltagssorgen geboten bat, wird vom 29. Oktober 1932 ab wöchentlich Sonntag, Dienstag. Donnerstag von s — l t> U b r a b c n d S für alle Schichten der Bevölkerung geöffnet sein. Tee und Striezel werden unentgeltlich verabreicht. Am Sonntag wird ein Linkostenbeitrag von 0,1() RM. zugunsten! unserer Tcynbeebälle erhoben. Tie-Veranstalterinnen der Abende werden in liebevoller Weise iür ihre Gäste sorgcii, damit der Gedanke der sozialen Institution ausgeschaltet wird und 'die Besucher sich wie in einer großen Familie süblen. ES wird uns natürlich nur möglich fain, diese Institution ausrecht zuerbalien, wenn sich BreSlaucr Künstler und Vortragende wieder in io liebenswürdiger Weise in den Dienst unserer Lache stellen wie bisher Ebenso richten wir an die diesige Kausmannschast und die wieder wie im Vorjahr und Zucker zu, bedenken, ich von 9—M Uhr, , K. arlstraße 4 3, jüdische-,-Bevölkerung die dringende Bitte, uns mit Spenden von Kohle, KökS sowie Mebl Unsere G c s ch ä s t s st u n d e n sind tag auster Lonnabcnd und Sonntäo Telephon 29005. Gleichzeitig erlauben wir uns auf unsere Kleidcrkammcr auf merksam zu machen und bitten um Ucbcrlaffunp gebrauchter Garderobe. Wir suchen Arbeit für Glaser, Schneider, Schuhmacher, Tischler, Bedienungsfrauen, Ausbcsserinnen, 'Stopferinnen, Näherinnen. Schreibmaschinenarbeiten werden aut und billig aus eigener' Maschine ausgeführt. “ ' Gebrauchte, gut erhaltene Schreibmaschine zu kaufen gesucht. Der Provinzialverband des Iüd. Frauenbundes für Rieder- und Oberschlesien dielt am ll. September 1932 in BreSlaü feinst diesjährige Haurtverjammlung ab. Tie Vormittagssitzung stand unter der bewahrten Leitung von Cmmy Vogelstein. Paula Ollendorff wieS in ihren einführende» Worten daraus bi», dast die Organisation in djesem Iühpe i b r z e h n - jäbrigcS Bestehen feiere.'Die Erwartungen, die seinerzeit an die- Grüudung des Verbandes geknüpft wurden, seien zum großen Teil erfüllt worden. .Ter Verein habe es als feine Hauptaufgabe betrachtet, de» Frauen in der Gemeinde das Stimmrecht zu erkämpfen. Sein ^zweites Ziel fei die Verbreitung religiösen WisienS. Man brauche nur an die' Arbeitsgemeinschaften religiösen Inhalts zu denken, die alljährlich in fast allen dem Verband angefchlosienen Vereinen und Ortsgruppen stattiindcn, und an die Sommerschule, die der Verband in "Breslau veranstaltet bat. Geheimrat Goldfeld beglückwünschte den Provinzialvcrbaud im Auftrag der Synagogcngcmeindc Breslau, während Gemclndeältester Waldftein die Grüste des Verbandes der Lynagogcngcmcinden Riederfchlcsi^ns übermittelte. , * j . 0rrau Marie Thilo gab in ihrem kurzen, mit großem Beifall ausgenommenen Tätigkeitsbericht auch mannigfache Anregungen für die kommstnhc Winterarbeit. Während über die Vortragszyklen, die der Provinzialverband in BrcSlau ins Leben gerufen hat. schon einmal an dieser Stelle! berichtet worden ist. weisen wir noch auf die Vorträge hin, die Paula Ollendorff in Gleiwitz, Ocls, Oppeln, Rciffc, Glah, Grost- Wartstnbcrg und Rosenbcrg, Tr. Else Meidner in Ramslau, Ratibgr. Beuthen und Iauer, Grete Vial in Ocls, Frau Schwarz-Rosenbauni sn Waldenburg hielten. Alle Rcdncrinnen stimmten darin überein, daß däs geistige Leben in unseren Provinz.Organisationen trotz der schwere» wirtschaftlichen Depression äußerst rege ist und daher auch im kommenden Winter'gefördert ivcrden müsic. ecm Mittelpunkt der praktischen Arbeit wird in diesen Monate» der Freiwillige Arbeitsdienst stehen müffen. Während diese Arbeit anfänglich nur für männliche Arbeitslose gedacht war, ist sie aüf Betreiben der Frauen auch aus weibliche Arbeitslose ausgedehnt worde^ Frau ^Thilo fordert alle Anwesenden aus, sich an der Organisation dc Freiwilligen Arbeitsdienstes zu beteiligen und mit dieser Tätigkeit soso zu beginnen.! An die Diskussion über den Vortrag Thilo schloffen sich die AsbcitSbtrichtc der verschiedenen Delegierten aus der Provinz an. Alsdanst erfolgten Kayenbericht und Rcuwabl dcS Vorstandes. Ter bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedcrqcwählt. Außerdem wurden die Dame» Weinstein aus Hindenburg und Tischler aus Ramslau in den Vorstanh des Provinzialvcrbandcs ausgenommen. Am Rachmittag sprach Tr. Else Meidner im Rahmen eines öffentlichen Vortrags über „Gegenwartsprobleme des Judentums". An den Anfang ihrer Ausführungen stellte die Rcfercutin die Frage, ob infolge der starken Krisenerscheinungen ein Fortbestehen des Judentumsüber Haupt möglich sei. Sic versuchte cs dann in klaren Ausführungen, di Symptome der allgemeinen und der speziell jüdischen Wirtschaftsno. herauSzuarbcitcn. Leider stünden diesem harten Schicksal keine geschloffene, geeinigte jüdische Gemeinschaft gegenüber. Man vergcsie immer * wic5fr, daß auch die Meinung des änderen anerkannt und ge> achtet jvcrdcn müsie und daß in den Mittelpunkt der Betrachtungen dar Gemeinsame, uns Verbindende zu stellen sei. In der sich anschließendest Diskussion nahmen Gcm.-Rabb. Dr. Vogclstcin, Rabb. Tr. Sänger, Tr. Hörmann Sänger, Tr. Lilli Verg-Plätau und Tr. Else Rabin zst den von Tr. Meidner aufgeworfenen' Fragen Stellung. Zum Schluffe des Ricknnittags betonte Paula Ollendorff ausdrücklich, daß der Iüd. Frauci bund nrcht die Intcreffen einzelner Parteien vertrete, sonderst die Stirkung des gesamten Judentums als feine Aufgabe erachte. Tr. Alice Oppenheimer.! Dduprbrdnd- Hciz- H ulius Brvstou 'HOhlaDC’f^s+P: 21-23 Teppich, 200x300 durchgswsbt Mach. Smyrna hast* Qualität, fast nau umständehalber sehr preiswfert an Privat verkäufl. Gefl. Angebote B. S. 8 Th. Sdiateky A.-C. Breslau 5. Neue Graupenstraße 7 Freie Jüdische Volkshochschule Breslau Eröffnung des 27. Halbseide Sonntag, 30. Oktober, Hessing-Loge, Agneis Scnriftstetler Dr. G«org .Der Anteil der deutschen J deutschen Kultur und der Näheres in der nieteten Ni Vorleser-Verzeichnis ab Ar 1 Sekretariat, Agnesstraße 5« 1;t. (Okt.-Diz. 1932) ornriltag 11 Uhr traße 5 formann-Berlin uden an der Weltkultur' mmer des Gmdbl. fang Oktober im ‘ernsprecker 26*20 nocfjmals Billiget! 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