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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1932-10-01 · 10 (10.1932) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
9 (1932)
Issue
10 (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Ätr. 10 Vrr»I»»er Itdtfche» 9eweiateblaff 119 Jur Berufswahl! Zu keiner Zeit hat die Sorge über die Berufswahl Eltern und Kinder fo beunruhigt wie heute. Schon jetzt ist es daher notwendig, daß ..alle im April zur Schulentlassung kommenden Jugendlichen sich an uns j wenden, um die Frage ihrer Berufswahl mit unS zu beraten, um rechtzeitig geeignete Lehrstellen ausfindig machen zu können. Wir bitten daher alle Eltern, Lehrer und Erzieher, diejenigen Knaben und Mädchen, die zum April 1933 in das Berufsleben etntreten wollen, sofort an uns zu verweisen, denn nur bei rechtzeitiger und sorgfältiger Bemühung kann die Berufswahl in dieser Zeit in geeigneter Weise durchgeführt werden. An die jüdischen Arbeitgeber! Außer unserer allmonatlichen Bitte, bei Neueinstellungen jüdisches Personal in Wettbewerb treten zu lasten, bitten wir alle jüdischen Ar- ' beitgeber, insbesondere aber die jüdischen Handwerkermeister, ihren Lehrlingsbedars für das nächste Jahr uns schon jetzt bekannt zu geben, damit wir nach sorgfältigster Beratung und Prüfung ibnen geeignete Lehrlinge zuweisen können. Für die Wintersaison werden ficher vielfach neue Arbeitskräfte sowie auch Aushilfen im Verkauf und am Lager benötigt. Die große Zahl der jüdischen Etcllungsuchenden ermöglicht uns. für fast jede uns gemeldete Vakanz geeignete Arbeitskräfte sofort -ur Verfügung zu stellen. An die jüdischen Stcllungsuchenden! Im Intereste einer gut funktionierenden Stellenvermittlung ist es notwendig, daß alle bei uns gemeldeten Stellungslosen regelmäßig wöchentlich bei uns vorsprechen. Bei älteren Stellungst chenden genügt eine allmonatliche Meldung. Gleichfalls erforderlich ist, daß wir über vermittelte Stellen, gleichgültig, ob ste von uns aus oder von anderer Seite zugewiesen wurden, benachrichtigt werden. Wer solche Abmeldungen versäumt, schädigt andere Stellungsuchcndc. Arbeitsnachweis jüdischen Organisationen Schlesiens, Breslau II, Schweidnitzer Stadtgraben 28 — Tel. 26863 — Postscheckkonto 263 09. , j -1 Iüd. Frauenbund. ' * I. Unser Kindermlittagstisch im Iüdislben Jugendheim bat auch im Sommer seinen Betrieb fortgeführt. Angesichts der großen Not in allen weisen unserer jüdischen Bevölkerung wäre es ein Anrecht gewesen, diesen Kindern die gute Mittagsmahlzeit, die bei vielen die einzige Ernährung am Tage bedeutete, zu entziehen. Wir danken es dem Vorstand der SynagogenrGemeinde, dem Jüdischen Wohlfahrtsamt, dem Städtischen Jugendamt und privaten Wohltätern und Gönnern, daß sie in jeder Weise unsere Bemühungen unterstützt haben, so daß wir in der Lage waren, fünfmal in der Woche 70 Kindern eine schmackhafte, reich» liche Mahlzeit zü geben. Eine Anzahl der von uns betreuten Kinder, die besonders der Pflege bedurften, fuhren am Nachmittag in unsere örtliche Crholungssürforge in Krietern, wo uns der Vorstand des Klei», kindcrheims ein Stück Land für unsere Zwecke zur Verfügung gestellt hat. lieber diese Fürsorge wird noch an anderer Stelle berichtet werde». Jetzt, wo die kalte Jahreszeit beginnt, richten wir nochmals an alle unsere Freunde und Gönner die Bitte, unser Werk weiter zu unterstütze», uns Geld und Lebensmittel zufließen zu lasten, damit wir auch im Winter unsere Arbeit, die sich täglich vergrößert, fortzusehen imstande find. Die körperliche Kräftigung und die Fröhlichkeit der Kinder wird für alle Spender und Helfer der schönste Dank fein. 23(jna Cohn. Cmmy Dogelstein. 2. Oertliche und nachgehende Kindersürsorgc. Wie seit einer Reihe von Jahren, war cs dem Iüd. Frauenbünde muh in diesem Sommer trotz schwerer wirtschaftlicher Not möglich, einer beträchtlichen Anzahl erholungsbedürftiaer Kinder, die von. unserem Vertrauensarzt ausgesucht waren, eine Erholung zuteil werden zu lasten.. Das Breslauer Kleinkinderheim des Iüd. Frauenbundes in Krietern hat uns zu diesem Zweck ein Stück Gartenland überlasten, auf dem sich die Kinder bequem tummeln konnten.! Wir sind, soweit es die Witterung zuließ, mit etwa 40 Kindern binausgesahren. Das „Verladen" ging dank der Freundlichkeit und Hilssbercitschast der Schaffner schnell und glatt vonstatten. Die Liegekur begann. 1—1% Stunden Schlaf, Ruhe, 'Erholung, dann ging es an die Schularbeiten. Am 6 Ahr gab es Abendbrot. Wir gaben viel frisches Obst und Milch und an kühleren Tagen ein warmes Gericht. Die Kinder haben sich gut erholt und erfreulich zugenommen. Wir haben Gewichtszunahmen bis zu 10 Pfund in 4 Monaten erzielt. Cs ist ein Glück, der Jugend solche Freuden, die ihre Gesundheit festigen, bereiten zu können. Einen Dank all denen, die uns dazu ver- Holsen haben. - Hulda Kaim. Stadt-Theater . Sonnabend, 32. Oktober 30 Uhr: Neueinstudierung Elektra Oper von Richard Strauss Lobe-Theater Täglich 20.15 Uhr: Frontstfldc von QrafT and Hink« Gerbart Haoptmana- Theater Täglich £0.15 Uhr: Heist ttmtirul idi Lustspiel von Berr und Vemeull deutsch v. Robert Blum Musik v. Ralph Benatzky Schauspielhaus Fernsprecher 33600 Per fidele Bauer Operette von Emmerich Kalm&n Täglich 2 Vorstellungen 16.30 und 20.15 Uhr Eintrittspreise von 30 Pfg. aufwärts. Lipbich-Theater Täglich ab 16. Oktober ■ 20.15 Uhr: i fiastspiel Kauwrsänger Serge Abranovk ln Ider Revue-Operette Hädel Ade! lllllilUlllllllliHllllllllllllilllllllllllllllllllllll Vdllschlank! Schone Büste u. Körperform können Sie selbst erzielen durch einfache unschädliche Methode, die Ich Ihnen kostenlos verrate Free filtlMMtl, Ireeiee I. *1 fnimittiitwiniiiniimniiiiiuiiHiiiiiuiiiHii NESTLE^ KINDERMEHL^j r Je/z/ 1 auch in Porfions- , dosen j Tfnrl, asm In 5 Minuten MM Nichtraucher Das drBflteWnnderl Erfolg garant. Auskunftkostenlos. A, Müller & Comp., Fichtenau E 2473 (Hidntarue) Yertreler(innen) für Kaffee-, Tee-, Kakao- Verkauf an Private R.Ostro, Bremen IG. Kaffee-Tee-Import R. Treutier Breslan I, Am Raths ns J Tel. 5 7860 Vertilgt sämtlich. Ungezieferrestlos. Zahl, erst nach radikal. Vertilgung. Innungsmitglied. SpeziaBtit: WaaicnvcrtOtaef mit and ehae das Dii Schul-u. Hauswartstelle ln den Jüdischen Schulen ISt zu vergeben. 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