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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1932-10-01 · 10 (10.1932) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
9 (1932)
Issue
10 (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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tr. 10 } Brf»lanfr Indische» wenietadedlair Sachausgaben in den Synagoge»: in Frankfurt .... 24914 2141? 18 465 n Breslau .; 35 130 20 i 0C< 14 600 A.'bei aber zu beachten ist, haß bei beiden B.cslauer Synagogen 1930 große Oienaoationsacbeiten den Etat belasten, für die zum Teil auch noch die beiden nächsten Jahre in Anspeuch genommen sind. Syn^igogenchöre: Ist 1930 Voranschlag 1931 Voranschlag 1932 17 586 12 975 12 6 142 4 887 2 16 376 13 501 Frankfurt: , riauptjynaaoac Börncplatz . . . Wcstciidsynagogc. Vreslau: Alle Synagoge . Neue Synagoge . 2l,i sich also in Feankfu beim hat gar keinen Eher, d 20 016 18 785 11856 24 817 2117? 14 540 rr etwas niedriger, die kleine Synagoge Bvckeur Abbau in Veeslau gegen früher stärker. Nicht ohne Interesse Ist auch eine Gegenüberstellung der Kosten für 211 i n j a » I e u t c: Frankfurt. Breslau:? 6 120 4 591 > Alke Synagoge . . I 260 1 260 1 260 Neue Synagoge . . 2 197 2 050 1 989 zujaninien . . 3 457 5 510 3 249 Da Frankfurt zwei Sysiagogcn mehr bat als Breslau, sind dorr für die hohen Feiertage nicht jo viel I w e i g g o t t c s d i e n st e erforderlich wie hier. Während Breslau 2 liberale und 2 konseroative Iweiggottesdicnste und noch Iugendgottesdienste für die beiden Dichtungen veranstaltet, hat Frankfurt ngr 2 konservative und einen liberalen Filialgotresdiensl, für die die Ausgaben gäu; erheblich niedriger sind, als in Breslau, allerdings sind auch die Einnahm.'n für -platzmietcn dort.sehr gering. Die Zahlen für die beiden Gemeinden sind folgende: Frankfurt: Ausgaben. Einuahiiicu Breslau: Ausgaben. Einnahmen Jjt 1930 ,6 620 3 540 45 613 12 757 Voranschlag 1951 Voranschlag 1932 6 200 4 290 3 700 5 010 34 550 10 000 25 250 9 400 Die Frankfurter Gemeinde zahlt für die Säle, die sic für die Filialgottesdienste nüetet, ganz beträchtlich niedrigere Mieten als Breslau. Die Höchjtmicte, die dort gezahlt ipird, ist M. 800. Die Frage, ob nicht in Breslau die Mieten für diese Säle aus einer alten, aus besseren Zeiten stammenden Tradition heraus trotz der erzielten Ermäßigungen für 1932 zu hoch sind, wird noch einer gründlichen Nachprüfung bedürfen. Außerdem wird in Frankfurt der Predigtdienst im Wesentlichen von den angcstellten Nabbinen und Religionsichrern ohne Sondervergütung*) besorgt. Nur ein bei den« liberalen Filialgottesdienst fungierender Rabbinatskandidat erhält eine Vergütung. , Zu den Ausgaben für Gottesdienste gehören auch die Subventionen für private Bctsäie: Frankfurt. Breslau . Also ein viel stärkerer Abbau Ist 1930 Voranschlag-1931 Voranschlag 1932 7 100 6 600 5 000 6 585 4 300 2 740 in^Brcslau. (Fortsetzung folgt) Frankel, Michael: Max Ring. Das Lebensbild eines oberjchlej. Dichters. L'5 1930, S. 5—12. Geb. 4. 8. 1847 in Zauditz, Kr. Ratibor. Fräulei. Michael: Ludwig Traube, ein oberschief. Wohltäter der leiden» den Menschheit. OS XIII 1931,- S. 213-o-218. Der berühmte Arzt L. T. ist in Ratibor als Sohn des Weinharüilers Wilhelm Tr. geboren (1818—1876). Frankel, Michael: Richard Hulbjchiner und Felix Holländer zum Gedächtnis. VS 1931, S. 398-402. Franzke, P.: Beitr. zur Darstellg. ü. Gesundheitspflege in der Stadt Beuthen O.-S. wahrend d. 17. u. 18. Jahrh. OS 1931, S. 102—05. Darin betr. Juden: 1663 wurde ein Jude zur Einziehung seines Vermögens verurteilt, der sich als Arzt ausgegeben hatte und dessen Patient gestorben war (S. 104)/ Oberamtspätent v. I. 1678 betr. Richteinlasfung der Juden wegen der Pest (S. 103). Freund, Jsmar: Urkundliches .zur neuen preutz. Judengeschichre. Festschr. zum 75jährigen Bestehen des füd.-theol. Seminars Bd. II, Bresl. 1929, S. 85—94. Freund bringt darin die Eingabe der drei Gemeinden Berlin, Breslau und Königsberg vom 24. 11. 1840 wegen der Entrechtung der Juden im. prrütz. Staate im Verwaltungswege. Freund, Walcher: Zum Andenken an Franz Steinitz. RBZ 20. 12. 31 (Nr. 173). Der aus O.-§. gebürtige Kinderarzt F. St. starb am 14. 12. 31. ' Fürst, 21.: Die höheren jüdischen Schulen Deutschlands. MGWJ 75 (1931), 2. 48—67. Darin 2. 65—66: Höhere jüd. Schule Breslau. Auszug aus diesem Artikel in JZO 1931, 12.- > —. (iZalliner, Julius: Rabb. Dr. Hermann Vogelstein zu seinem 60. Geburtstage. JLZ 1930, Nr. 2. Beil. ' (Selber, N. M.: La queslion de I'etat iuif et lc conqrcs de Berlin. L'Univers israelite 1930 (86. Jq), Nr. 9. S. 265—66. Darin wird die Eingabe erwähnt, die vier Brest. Juden (M. Levy, Rotzier (?>, Freund, C. Mayer) an Bismarck- und Disraeli im Juni 1878 berichteten, in der -von ihnen verlangt wird) „d^- reconstruirc unfoycr dans notre ancienne patrie". Gleiwitz. — Zum Tode des Prof. Eugen Goldstein. JFB 1931, Nr. 1. Der berühmle 1850 in Gleiwitz geborene Physiker konnte als Jude nie «ine Professur erlangen. Er starb am 25. 12. 30. Gottschakk, Joseph: Beiträge zur Rechts-, Siedlungs- und Wirischaftsaesch. d. Kreises Militsch bis zum Jahre 1648 — Darstellung. Und Quellen z. schief. Gesch. Bd. 41. Breslau, Irewendt & Granier, 1930. XII, 235 2. Darin wird 2. 129, Nr. 39 die K olonie/.Judenfurth" erwähnt, die bereits 1.531 als „Zydowski IBroth" (bei Schlabotschin«) genannt wird. Wahrscheinlich die, Furt der zwischen Breslau und Posen handelnden Juden. - . Grunwald, Max: Siehe Hindenburg. . Hallo, Rudolf: Gesch. d. Familie Hallo. 350 Jahre aus dem Leben einer deutsch. Hofjuden- und Händwerkerfamilie. Kassel 1930. Privatdruck, 170 S. nebst Abb. ü. Stammtaß Darin S. 19—33 ein Abschnitt über Glogau, wozu BeiL 3 u. 4., Vgl. dazu B. Brilling. JZO 1931, Nr.-44 (Zur Gesch. d. Glog. Juden . . .). Hanisch, Wenzel: Der Rockittnitzer Judensriedhof. Di« Grafschaft Glatz, ill.. Zischr. d. Glatzer Gebirqsoereins, 24 (1929), Rr. 6, S. 168/69. ..fyiffe, Erich: Ehronik Ü. Stadt Reichenbach im Eulengebttge. Reichenbach 1929, 366 S. m. Abb. lieber Juden in R.: S. 41 (aus d. I. 1395), S. 45 (Vertreibg. 1453). S.' 200 (1875 Juni 8. Einweihg. d. Synagoge in R), S. 298 (1929 unter 16 855 Einw. 50 Jud.). (Fortsetzung folgt) Bibliographie öer jüöisch-schlejlschen Literatur für Sie Jahre 1YZ0 und 1931. j. Fünf Jahre jüdischchchlesische Bibliographie (1927—1931). Von B Brilling, Breslau. (Forisetzung) Cohn, Willy: Jüdische Liebesbriefe vor 100 Jahren. JZO 1931, 5. Es handelt sich um drei Briefe eines Juden aus Namslau, Simon Schweizer, an seine Brqut Liebchen Aron in Breslau 1838. Cohn, Willy: Mit jüd. Augen durch deutsche Lande: Schlesien. JFB. - 1931, Nr. 31—37 (Oberschlesien Nr. 35-37). -Daoidsohn, Ludwig: Arthur Silbergleit zu seinem 50. Geburtstag. 'JLZ 1931, Nr. 20/21. Der Dichter A. S. ist 1871,-in Gleiwitz geboren. Vgl. F. Engel im Berl. Tagebl. 1931, Nr. 326. Davidsohn, Magnus: Zum Gedächtnis von Simon Singer. JLZ 1931, Nr. 36—37. Der 1931; verstorbene Kantor, ein Oberschlesier, war lange Zeit Kantor in Kattowitz. Dersch, Wilhelm: Meyzig Jahre schief. Geschichtsforschung in ZG2 65/1931, S. 1—53: bett. Juden S. 27. 'Elbogen, Paul: Liebste Mutter. Berlin, E. Rowohlt. Briese berichmter Männer an ihre Mutter) darunter auch von F. Lassalle. Feilchenfeld, Heimann: Di« Gesch. d. jüd. «vchule zu Breslau. JZO 1931, Rr. 12. Zum zehnjährijgen Jubll. d. Jüd. Schule, gegr. 19. April 1920, staatt. anerkannt als Volksschule am 29. September 1921. Fink, Georg: Mich hungert. Roman. Berlin 1929, Br. Cassirer. Schildert das proletarierhaste Schicksal eines einer Mischehe entsprossenen i Kindes. Die Mutter ist ein« schief. Jüdin, eines reichen Müllers I enterbte Tochter, der Datier ein (auf das Geld seiner Schwiegereltern spekulierender) MUllerbuvsche. . ' *) Dasselbe geschieht erstmalig 1952 auch in Breslau. Tic goldene Hochzeit _ leiern am 6. November 1932 Herr Hermann Chei m-o in i tz und Frau Lina, geb. Ioflck, Holteistraße 36. Ten 85. Geburtstag feierte am 18. September 1932 Frau Näncttc Aron ade, geb. Astrich, Güntberstratzc 22 24. i Ten 80. Geburtstag feierte am 15. Oktober 1932 Herr Lipmann Scheps, Güntherstr. 22.24; feiert am 25. Oktober 1932 Frau Friederike Wolfs, geb. Weitzenbcrg, Gartcnsttatze 28; ferner am 21. Oktober 1932 Fra« Selma Steinitzi geb. Steinitz, Schwerinstraße 8. . Ten 80. Geburtstag '; feiert am 17. November 1932 der Bankbeamte i. N. Herr Jsmar Schottlacndcr, Cichcndorsfstraßc 57. Der allseitig beliebte Jubilar spielt in den musikalischen Kreisen Breslaus von jeher eine besondere Nolle. Nachdem er. erst kürzlich aus dem Deutschen Sängerscst in -Frankl suri a. M. als ältester aktiver Sänger Deutschlands Gegenstand ganz desoliderer Ehrungen gewesen ist, hat ihn der hiesige Wactzold sche Äesangvcrcin im September 1932 zu seinem Ehrenmitglied ernannt. Im Ebor der Neuen Synagoge hat Herr Schottlaendcr über 40 Iabrc mitgcwirkt, zu den hohen Festtagen leitet er stets einen Ebor der Zweiggottes' dienste. Wirwünschen dem Jubilar noch viele Iabrc seinc jetzige körperliche Frische und Sangessrcudigkcit. Den 75. Geburtstag feiert am 30. Oktober 1932 Herr Adolf Davidsohn, Kurfürsten, straßc 37.

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