Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 7 (7.1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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* : ■! j i 1« 78 Hre»la»er Jüdtfchetz Se«eladebl«kk «r. 7 Daß man an seinen kleinen Gedichten! noch heute seine Freude haben kann, mögen die folgenden ^Proben zesaen. Hinterlassenc Gedichte von Ephraim Moses Kuh sind von Hirsche! 1792 in Zürich herausgegeben worden, Epigramme von Seemann, Leipzig 1872. Kuh hat über 5000 Gedichte vctfaßt. Vermögen. Ein Armer braucht nur Wenigs Sehr vieles braucht ein König. > - Vermögen zeuqet einen großen j Schwarm Bedürfnisse: Vermögen machet arm. 1 ' , Alte Münze.! Gennsien, Treue, deutsche Redlichkeit, ' Don der man noch mit Achtung spricht,! Sind altes Geld; man schätzt die Seltenheit, Doch gang und gäbe sind sie nicht. Groß und Klein. Sonst macht die Ferne alles klein; Rur sernts Glück scheint groß zu sein. f Für jeden Abend. Wiederum ein Tag vorbei!! Wie ich ihn durchlebet babe. Dürftig oder sorgenfrei, Zst nun döllig einerlei. Lachend oder'weinend trabe . Ich doch ohne Rast zum Grabes Freundschaft. Wabre Freundschaft kann nicht sterbe». Sprach der Schalksfrcund Atticus. Was nicht ist, kann nicht verderbe». Gab zur Antwort Candidus, j Reichtum. Tfüi dir, Reichtum! Heil dir, Tugend! — Aber, halt! Wo Geld gebricht, ~ * Achtet man auch Tugend nicht. Hat man Geld, so bat man Iuaend,' Hat Verstand, bat Witz, bat V>clt..— ihn Vergebung! liebes Geld! j Ter Säufer. - ' Daß man nicht mehr trinken Müsic, Wenn man voll ist, welch ein Wahn! Brüder, sebt den Ozean: Der ist voll bis obenan. Und doch trinkt er tausend Flüsse. ' Den 90. Geburtstag feierte am 4. Juli 1952 Frau Sopbic Grünbaum, Fehrbcllinstraße 12. Den 80. Geburtstag feiert am 25.. Fuli 1952 Frau, Dorothea Leipziger, geb. Daszinsky, Hobenwllernstraße 101, bei Cobn. Ten 75. Geburtstag feiert am. 12, August 1952 Herr Siegfried Rothmann, Kirschallee 35. Bekanntmachung. ■ Synagogcnbeitrag 1932/33. Durch Verfügung des H^rrn Regierungspräsidenten vom 14. Juli 1932 — I. 48. 106. F. 2b — ist als Kultussteuer für das Haushaltsjahr 1932/33 ein Zuschlag von 16 °/0 zur Reichseinkommensteuer 1931 und 30 °/0 zur Reichsvermögenssteuer 1931 genehmigt worden. Breslau, den 17. Juli 1932.' Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Eigentumsplätze Reue Synagoge. Wir weisen wiederholt darauf hin, daß einige Eigentums- Plätze (Männer- und Frauensitze) ,in der Reuen Synagoge durch uns verläuft werden können. Wir bitten Interessenten, sich in unserem Büro, Wallstraße 9,j zu melden, wo nähere Auskunft über Lage der Platze, Preis und Verkäufer erteilt wird. Unsere Vermittlung ist selbstverständlich kostenlos. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Amtliche Bekanntmachung Karten-Ausgabe 1Y32 im Gemeinüehaufe, Wallstraße 9r von ^-13 Uhr A. Synagogen: i, Umtausch der vorjährigen Karten. Alte Synagoge: vom 15. bis einschl. 19. August. Reue Synagoge: vom 22. bis einschl. 25. August. B. Zweiggottesdienste: Alter Ritus: Ka m m e r m u s i k s a a l: || am 1. September., Saal II des Turnverein Vorwärts: am 2. September. R e u e r R i t u s: iKonzerthaus Großer Saal: i vom 29. bis einschl. 31. August. Saal I des Turnvereins^ Vorwärts: 5. und 6. September. In der Hermannloge findet dieses Jahr ein Gottesdienst nicht statt. Die bisherigen Plahinhaber erhalten'Mietsplätze in der Alten Synagoge, oder in den Zweiggottesdiensten alter Ritus, Vorwärts II oder Kammermusiksaal. , Die Platzpreise für die Snnagogen sind um 20 °/0 und für dit Zweiggottesdienste um 10°/„ herabgesetzt worden. Weitere Ermäßigungen können daher nicht mehr gewährt werden, diö Stellung von diesbezüglichen Anttägen ist zwecklos. ' Um Innebaltung der vorgenannten Termine wird gebeten, der sonst keine Gewähr für Zuweisung des vorjährigen Platzes übernommen wird. i ', | Die Gemeindemitglieder, die einen Platz in den Syna» gogen neu zu mieten wünschen, haben den im Gemeindebüro (Kartenausgabe), Wallsttaße 9, erhältlichen vorgeschriebenen?Vordruck bis zum 15. August 1932 unter Angabe, in welcher steislage sie Plätze zu, mieten wünschen, ausgesüllt einzureichen «fträge durch Fernsprecher können nickt ausgeführt werden. Der Vorstand der Svnagogen-Gemeinde. - Zweiggottesdienste 1932 Anttäge auf Freikarten sind bis zum 1 5. A u g u st 1 9 3 2 unter Angabe des Ritus schriftlich einAureichen. Antragsformulare sind im Büro (Kartenausgabe) zu haben. Wünsche für bestimmte Säle werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Ermäßigungsanträgc werden nicht entgegengenommen, da Plätze in allen Preislagen in genügender Anzahl vorhanden sind. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Spendenliste.! Von nachstehend Genannten sind bis Redaktionsschluß Spenden eingegangen: .. i Frau Iustizrat Kalisck . . . . 10.— RM. I! | Rechtsanwalt Loewe, Mar . . . 30.- RM. Frauen-Verein der Wilhelm von Humboldt-Loge . 6.— RM. Frau Rosen. 10.— RM.; Frl. Dr. Rawiez, Margarete . . 3.— RM. ' Schäfer, Leo. 3.— RM. Scheyer, Ernestine. 5.— RM/ i Angenannt . .'. 1.— RM. ff« Grünpeter: Wurstspende. / Fa. Moschkowih: Wurstspende. Allen Spendern sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. Breslau, im Juli 1932. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Jüdisches Wohlfahrtsamt. J