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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1931-09-01 · 9 (9.1931) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
8 (1931)
Issue
9 (9.1931)
Date
1931-09-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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130 Breslauer Jüdisches Gemelndeblakk Nr. 9 Di» dir Aür ein jüdische» Arbeiterheim in Brcsttn». Entwicklung der Nachkriegszeit hat 1 eine Proletarisierung der Juden in Deutschland mit sich gebri lausende des Mischen Mittelstandes sind wirtschaftlich aus geworfen und suchen Anschluß an die bereits vorhandene beiterschast. Die jüdische Jugend führt bewußt den Prozeß Umschichtung Lurch, di« der materiellen Erhaltung des deutsche tums dient. Um diese Tendenzen zu stärken und den Zusamm i jüdischen Arbeiterschaft in Breslau zu festigen, haben ck>ie untii proletarischen jüdischen Organisationen Breslaus sich zur Schaff jüdischen Arbeiterheims zusammengefunden. Hier soll die beiterschast Breslaus eine Stätte erhalten, wo sie sich ohne der Partei oder Herkunst zum Zwecke ihres gesellfchast kulturellen Fortschrittes zusammenfindet. ' Wir richten zur Erreichung dieses Zieles die dringend alle Gemeindemitglieder, insbesondere aber an unsere Anhang i Werbemonat vom 11. 9. bis 11. 10. 1931 Bausteine für bis Arbeiterheim zu kaufen und für ihren Weiterverkauf zu sor, von der Jugend fordern wir, daß sie sich für dis Baustei l' Werbemonat zur Verfügung stellt sowie auch seihst Baust (i 50 Pfennige wird selbst in dieser Zeit jeder für eisten Baust i Kauft Bausteine für das^ jüdische Arbeiterheim;in Breslc Arbeitsgemeinschaft Poale Zion-Hithachduth, Brandenburger Jüdische Arbeiterpartei, Breslau, Schweidnitzer Stadtgrafte r leitgehende Viele der Bahn jüdische Ar- Berufsn Judennhang der t^rzeichneten 'ungr eines jüdische Ar> l nterschiede ichen und m Mitteilungen des Reichsbunües jaö. §ron solöaten (. v. Ortsgruppe Brtelan (. v. I. Die erste Monatsoersammlung nach der SoMmerpaps^TIndet am Sonntag, den ll. Oktober 1931, vormittags 11 Uhr.sim Vortx igssaal des Röntgen-Instituts des Israel. Krankenhauses. Hvhenzoller istraße 96 (Eingang Portal 4 durch den Garten), statt. Kamerad Prin ärarzt Dr. Fried wird an Hand von Lichtbildern einen Vortrag halten iber ..Fortschritte in der Srankheitserkenutuis durch di« RSnkgenstrahlen". Besondere Einladungen ergehen noch. * TI. Auf Grund unseres letzten Aufrufs an dieser Stelle dingen uns erfreulicherweise für unser Gkfallenen-Gedenkbuch zahlreiche Nachrichten zu, es fehlen indes noch genauere Angaben bezüglich Truppen eil, Dienstgrad und Todesrefp. Dermißten-Datum für: Julius Aron, geb. 19. 3. 71; Bernhard Benjamin, geb 8. 5. 86; .Karl Boronow, geb. 17- 6. -'94; Erich Bönifch, gäb. 13. 7. 93; Isidor Bitte an r, in dem jüdische en. Auch aktion im üne kauft, n opfern, u! troße 27. n 28. Brenner, geb. 10. 1. 71; Max Daniel, geb.?; Julius Fischer, geb 14. 8. 71; Bruno Fuchs, geb. 16. 12. 99; Simon Glogauer, geb. 18. 7. 70; Kurt Goldschmidt, geb. 13. 11. 93; Hermann Gorodiski, geb. 7. 8. 80; Rudolf Hahn, geb. 6. 8. 84; Georg Hirfchel, geb. 19. 1. 70; Max Lewin, geb. 22. 6. 87; Fritz Lichtheim, geb. 21. 10. 88; Erich Meyer, geb. 11. 7. 80; Georg Moses, geb. 8. 12. 62; Dr. Georg Moskiewicz, geb. 16. 5. 78; Gustav Rosenbaum, geb. 4. 1. 79; Louis Rubinstein, geb. 6. 2. 99; Arthur Schäfer, geb. 30. 7. 83; Wilhelm Schiftan, geb. 26. 5. 93; Erich Silberstein, geb. 7. 1. 84; Rudolf Spielmann, geb. 26. 11. 95; Willy Sternau, geb. 16. 12. 79; Kurt Troplowitz, geb. 13. 1. 82; Max Zerkowski, aeb. 29. 9. 76. IH. Es feierten chre Hochzeit am 23. 8. 31: Kamerad Dr. Herbert Pogorschelsky und Kamerad Eduard Zeimann. Nochmals von hier aus unsere herzlichsten Glückwünsche. N Buchbesprechungen N Leo B a e ck: „Geist und Blut". Dorttag, gehalten auf der Jubiläumstagung der Gesellschaft für freie Philosophie in Darmstadt (Sonderabdruck aus „Der Morgen", VI. Jahrgang, Rr. 6). Berlin (Philo- Verlag) 1931. In scharfen und feinen Distinktionen stellt Verfasser Schicksal, Blut. Triebhaftes, Vergangenheit der Entwicklung, und zwar Fortschritt und Leistung, dem Betriebhasten als Gegenwärtigem gegenüber. Zu beiden stellt er in Gegensatz den Geist als die Fähigkeit der Distanz, die Kraft zur Einheit, die Sphäre der Ewigkeit. Hier ist die Einmaligkeit und Einzigartigkeit, das Schöpferische der menschlichen Persönlichkeit gegeben. Talent ist starkes, könnendes Sicherinnern, Genie großes, lebendiges Vergessen und Vergessenmachen. Sittliche Tat Widerspruch zum Triebhaften, Plutmäßigen, Vergangenhettsmäßigen, aber auch zur bloßen Entwicklung. Sie ist Geisthastes, somit Schöpfung. Kultur ist Ausdruck des Geistes, durch den Gebundenheit zif Verbundenheit wird, Ueberwindung des Vergangenheitsschicksals durch Formung. Vergangenheit ist Alter, und jede Leistung veraltet. Geist ist der Widerspruch hiergegen, die Distanz zu dem Gewesenen und zu dem Heutigen. Dadurch ist Geist Jugend, und damit wird Jugend unabhängig von den Jahren zum Gebot. Die vorstehende Skizze gibt nur ein dürftiges Bild des Inhalts dieses kleinen Schriftchens, das in Zustimmung, Widerspruch oder Modifizierung eine eingehendere Betrachtung erfordern würde, als der be-' schränkte Raum gestattet. Das Schristchen hat gerade für unsere Zeit mit ihrer Ueberbetonung des Praktischen und Gegenwärtigen durch die Herausstellung des Geistigen und Ewigen und damit durch diese Grundi Elegante flirren-HDteno. Mätzen zum Mantel und Ulster passende Farben Richard Sprang Ohlsuer Strafte 68 vls-ä'Vis Sckeyde Wanzen nebst Brut sowie slmtnches Ungeziefer . vertilgt sicher Adolf Gloaer Innungskammerjlger Westendstr. 35, L Telefon 507 55 Zahlung nach Erfolg. 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