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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1931-06-01 · 6 (6.1931) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
8 (1931)
Issue
6 (6.1931)
Date
1931-06-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Nr. 6 Breslauer Jüdisches Gemeindeblakt SS Vas Breslauer Echomr« Echabbos-Komite« hatte für Mittwoch, den l§. April zu einer z^rveiten öffentlichen Veranstaltung eingeladen, bei der Herr Rabbiner Dr. Melchior- Äcuthen vor zahlreichen» Publikum über „Die religiöse »tjib soziale Bedeutung der Sabbathidee und die Möglichkeit voller Sabbathbeiligung it> der heutigen Zeit" referierte. Als stärkster Deivcis für die Heiligkeit des Sabbath gilt dem Referenten die Erhaltung des Sabbath durch hie Jahrtausende hindurch; denn wäre der Sabbath nicht im Bunde mit dem Unendlichen gewesen, er hätte nicht reichen können von Zeit zu Zeit und von Raun» zu Raun». Nachdem der Redner das religiöse Fundament der Sabbathidee klargelegt, zeigte er ihre praktische Auswirkung, auf dem Gebiete des Soziale!»» und stellte die Sabbathidee in den Mittelpunkt eines Systen»s, das seine Fortsetzung in dem „siebenten Jahr" und seine Krönung in dem Jubeljahr findet. I Om Schlußteil sprach der Referent von den Widerständen und Hemmungen, oie sich in unserer Zeit der Verivirklichung der Sabbathidee in bk:» Weg ftcjllcn, und zeigte die Möglichkeiten, »oie wir allen Schwierigkeiten zusn Trotz den Sabbath »»ns und der Menschheit erhalten können.! rinter den» Eindruck der »nit großer Warme vorgetragcncn Ausführungen »r'urde sodann von der Dersanhnlung die! Kvnstituicr»»ng einer Breslauer Ortsgruppe des Weltverbandcs Schomrc Schabbos beschlossen, für die nach Mitteilung des Dorsitzeirden Herr» Dr. Wilhelm F r c y h a n bereits üter 250 Beitrittserklärungen vorlieget». Die bisherigen Komiteemitglieder w»»rden einstimmig in den Vorstand gctvählt. Herr Dr. Freyhan richtete alsdann an die Bersannnlung und die gesamte Breslauer Iudenhcit den dringenden Appell, durch ihren Beitritt zur Ortsgruppe die ebenso schwierige wie bedeutende innere und äußere Arbeit der Weltorganisation zu stützen und darüber hinaris Bekenntnis für die Hoheit der Sabbatoidec abzulegen »md zu beweisen, daß überall da» i»'b es gilt, für die höchsten idealen Güter des 3udentuins einzutrcten, sich noch initiier die jüdische Gesamtheit aller Parteizersplitterung zuin Trotz geschlossen zusamsnengcfunden hat. Di« Kinderheimstätte der'sozialen Gruppe n'ird täglich von etwa 30 Kindern besucht, an denen inan in kurzer Zeit eine große innerliche »md äußerliche Veränderung wahrnimint. Anfangs vollkommen undiszipliniert, lärmend, unwissend, zun» größten Teil unjüdisch, sehen wir die kleine Schar jetzt schon dis; plinicrt, folgsam, sich Kenntnisse aneignend, von jüdischem Geist beseelt. Die soziale Grupp« ist in der glücklichen Lage, die Kinder, die es nvtivcndig haben, mit Kleidungsstücken, die uns gespendet werde», zu versahen, so dc ß die Kinder auch äußerlich bald Die Kinder erhalten ein nahrhaftes Mittagne zahlen einen anderen Eindruck machen, brot und nachmittags Kakao, »nittelten nichts. Ohne jeglichen Behörden führt die soziale Gr» dringend auf Spenden von privaten Seiten Im Sommer steht ein Garten diejenigen, die jüdische Kindern t lindern sendung von Lebensmitteln zu ppe diese helfen. dafür täglich 10 Pfg., die Ilnbeuschuß det jüdischen Gemeinde oder sonstiger Hilfsleistung durch und ist daher ür diese arinen Kinder angciviesen. ür die Kinder zur Verfügung. — Dir bitten wollen, uns durch Geld oder.Zumk m | GroßerRäumungs- HU Overkauf uionon I Irr» ha »i I Auf bekannt guten wegenumoau! Qutnut«wir«n, wi« Koffer, T aschen, Lederwaren usw. gewähr« Ich während des Umaus einen Sonderrabatt bis zu ADmi Reuschestr.41 ■ ■ I dicht hm Königsplatz Die Breslauer Ortsgruppe de» jüdischen-Frauenbundes " lud ihre Mitglieder am Sonntag, den 7. Juni zu einer Besichtigung des jüdischen Museums ein. Zahlreiche Teilnehmerinnen waren diesem Rufe gefolgt. Herr Prof. H i n tz e, der Leiter des Museums, hatte selbst die Führung übernommen. Sein Vortrag gewährte an Hand der gesaminelten Kultus-Gegenstände einen tiefen Einblick in die geschichtlichen und kulturellen Schicksale der schlesischen Iudengemeinden und bereitete damit seinen Gästen eine erhebende Stunde. Die Räume, in denen das jüdische Museum üntergebracht ist, gestatten es nicht, die Sammlungen in voller Ausdehnung zu zeigen. Amso dankbarer ist der Jüdische Frauenbund dafür, daß für seine Besichtigung viele der sonst verschlossenen Thoravorhänge, Decken und Geräte ausgelegt waren. Der Besuch des Museums wird dringend empfohlen. Der Wunsch, den Mitgliedern der Breslauer Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes durch Besichtigung hiesiger Wohlfahrtseinrichtungen Anregung zu bieten, veranlaßt den Vorstand, eine Fahrt in das Erholungsheitn Bentkan zu planen. Der Termin wird zur Zeit bekannt gegeben. R. M. Vas Heim des Füd. Frauenbundes in Wyk auf Föhr ist in vollem Sommerbetrieb, lieber 50 Kindermund Jugendliche, die eine Stiir dort benötigen, bevölkern die beiden Häuser, genießen das Strand- und Badeleben, die gute Pflege und das betont jüdische Leben »in Heim. Für die Sommermoiiate stehen nur noch »venige Plätze zur. Verfügung, doch »vird schon jetzt auf die nach unserer Erfahrung besonders »virksamen Herbst- und Winteökuren hingewiesen, für die baldige Anmeldungen (an die Geschäftsstelle des Jüdischen Frauenbundes) erbeten »r>erden. ~ Der große fommer-Ausverkauf beginnt am 1. Juli (Bedeutende Preisermäßigungen in beiden Geschäften Der Laden für den Herrn Wt W Heae Mitidiitm Str. 2a MM ßW MM M M gegenüber Wertheim Sch We id fl itze r Straße 28 Sneiluur luxuü-Fuhrwesen vormals C. HEYMANN Breslau 1. Klosterstraße 97 - Telefon 58747 Gegr. 1736 Größt»» Unternehmen am Platze 1 Elegantes Arrifch-Fuhrwerk für alle Gelegenheiten Vornehme Vrivat-Äntoü Beste und zuverlässigste Bedienung - Prima Referenzen I SS Nur 25 PUnnig brauJitn Si« iiuu^o, um uwift »ui9«Miciuwl» r«inigung»kritoig« Was^pail« tu trproUfl» Loun Si« 1 P«k«t Dr. TKompton’t Sailönpulvar, M*«k« SJwm, k 25 PUnnig, in 1 */« Liier kocbartdkailjam Waat««, «ulj rübr«n Si« gut um. NeJ» Erlullen «rf»«|tan Sie 3 PU. wirklich gul« w«if)a, waidw Waidualltnpatla» vorxüglidi für all« Absad-Arbarfan in Kudie und Haut. Dias«« billig« Varxixb loKnl »idt b«tlimml und bringl Sia XU d«« Ob*«*«ugung i Für AbseihArbellen. Schrubben. Putzen, Stets Dr. Thompson'! Sdiwen benutzen I , * h'

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