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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1931-06-01 · 6 (6.1931) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
8 (1931)
Issue
6 (6.1931)
Date
1931-06-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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S4 Breslauer Jüdisches Gemeiadeblakk Nr. v 2- DAS WAHRZEICHEN DER QUALITÄT i SINGER NÄHMASCHINEN AKT1ENCESELLSCI jum die Jlu^abcit für die riclfatf' augcrrrbcntlii.t'Iii'fitgcbcuK' Pflege der iBeliieulen zu bestreiten.! .tj > Die?Utccöt>crfotguiui»-?lm1alt faiin uninögiich! allen Anträgen um Aufnahme entsprechen. Andaacijnd laufen dringliche Acuanmcldungcn ein, die Berwallung nuiß. adcr zu ihrem Bedauern alle Antragsteller vertrösten. Mer! alle die alten Damen und Zerren jetzt in vollster Zufriedenheit uitd Behaglichkeit in deni ivunderfchösten Garten fitzen fleht, der muß allerdings wünschen, daß diese Wohltat eines ruhigen gepflegten Alters einer viel größeren Anzahl von Menschen snvicsen iverdcn könnte.; Die beiden Svnagvgen >>n Krankenhaus und in der Altersverforgungs- Am'lialr find für das religiöse Lsben der jüdischen Bevölkerung iin Lüden unentbehrlich.! i ' Aus all diesem ergibt fjcb,Idaß diese drei, unter der Derwaltung der Jir.iKranken-Berpflegmigs-Airslan stehende» Aiiitalten,.Krankenhaus, Liechcninnii. Altersversorgungs-7lm'talt,! bedeutende Wvhlfachrlsaufgaben erfüllen. Die! Erhaltung dieser Anstalten fällte daruin, über allen Parteihader hinweg, b-i e große einigende Geincinschartsaufgabc der Mitglieder der Lynagogen- Geiiieinde sein,, die jeder Jude dadurch erfüllt, daß er der Lheivrä Kadischa als Mitglied angehort. Durch nie Mitgliedschaft wird, abgesehen von der edeui Juden am Kerzen liegende» Erfüllung der religiösen Geböte, auch ein Ans prueb auf ermäßigte Berechnung von Beerdigungskosten und auf Stellung von Minjan inpTrauerhause erivhrben. G. D. i Oer Paula Gllenüorff-preis, ber1 von der Gemeinde im vorigen Jahre aus Anlaß des 70. Geburtc- »ages von Frau O-t l e n d o r fjf zur Auszeichnung für eine besondere istidlsche soziale Leistung oder sArbeit gestiftet worden ist, wurde am |lK. Mai zum zweiten Male verteilt. Die ersten Preisträger waren be- .-anntlich Herr Dr. phil. tt-jur! Ludwig Cotzn, Frau Marta Meyerstein :in!> Frau Selma Landsberger für ihre soziale Arbeit auf den »er sthiedenen Gebieten der Blindenfürsorge.. Diesmal hat der Ausschuß, bes ehend aus Frau Paula OUendorff, als Vorsitzende, Frau Professor Bst hlauer und Herrn Dr. E. Breslauer, zu Preisträgern bestimmt: Fra» Gr'te Bial und Frau Ds. LiUi Liegner in Anerkennung ihrer an, rmiidlichen Arbeit um das ^Zustandekommen und■ Sie Führung des :T* Oll-ndorff auss herzlichste zu ihrem Geburtstage beglückwünschte, unter Würdigung ihrer Verdienste um das Jüdische Wohlfahrtswesen. Das haue Aiilaß gegeben zu der Stiftung des alljährlichen Preises von :t0» Mark für eine soziale! Leistung oder Arbeit. Gemeinderabbiner Dr Hosfmann sprach stine Freude darüber aus, daß diejenige» Mtznner und Frauen, die in ihrer sozialen'Arbeit so viel Elend und Not sehen, auch einmal eine erhebende Feier begehen können, die sie in ihrer ichiueren Aufgabe stärkt. Er sprach die Hoffnung aus, daß Frau Ollen- Dorff noch oft diese Feier an ihrem Geburtstage werde leiten können. Um Träger für den Preis werde der Ausschuß so rasch nicht in Verlegenheit kommen. — Frau DKe-nb.orff kommt an diesem Tage nach ihrem Bekenntnis zum Bewußtsein, was man sei und was man geleistet habe. Sie beleuchtete den Sinn der Stiftung, für deren Errichtung zu höen Ehren sie nochmals hen Gemeindekörperschaften herzlichst dankt, 'ifsmal habe der Ausschuß; eine Leistung für die jüdische Familie gewählt. Die beiden Preisträgerinnen seien in ihrer Arbeit für das Beate stüttmann-Heim und die Haushaltungsschule nicht vpneinander zu rennen. Die Familie alten, alleinstehenden Damen zu ersetzen, und unge Mädchen für die Familie zu erziehen, das sei ihre soziale Leistung ei der Errichtung der beiden Anstalten gewesen. Sie überreichte zum 'chluß ihrer zu Herzen gehenden Ansprache den Preis der anwesenden rau Bial, während für die auf Reisen befindliche Frau Dr. Liegner eren Mutter, Frau Buchheimer, den Preis entgegennimmt. Frau i i a f dankte, zugleich im Namen von Frau Dr. L i e g n e r, für die lohe Auszeichnung. Bescheiden wies sie die Ehrung den beiden Frauen tu, deren Namen die beiden Anstalten tragen, da diese die Anregung gegeben haben. Es habe einer jugendlichen Kraft, wie Frau Dr.. Liegner, bedurft, um diese Anregungen unter Ueberwindung aller Schwierigkeiten in die Wirklichkeit umzusetzen. Die Arbeit war trotz stier wegen der enormen Schwierigkeiten für alle aber auch beglückend, sie Liebe, die sie in das Haus hineingebaut hättech strahle jetzt aus auf di« alten und jungen Bewohner, unter denen, im Gegensatz zu vielen änderen Heimen, wahrer Friede und echtes Familienleben herrsche. — iif feierliche Sitzung beschloß I.-R. Peiser mit einer Ansprache über Sie sozialen Aufgaben der Gemeinde. De» 80. Geburtstag feiert am v. Juli lyZI^Frau Hulda Ucko geb. Stahl, Biktoriastr. 81, Den 75. Geburtstag feiert am 15. Juli 1031 Fräulein M a t h i l d e B i a l l e r, Lohestraße 44. fUMchl i jniiiünmlii nagen Her Qgnagogtngenutnöt Sitzung der Gemeindevertreinng der Synagogen-Gemeinde Mittwoch, den 8. Juli 1931, 18>2 Uhr pünktlich. Sitzungssaal Wallstraße 9, H. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Bauvorhaben Oestreicher-Stiftung. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung. Peiser, Justizrat. Der Haushaltsplan 193132 liegt im Druck vor und wird im Büro, Wallstraße 9, auf Verlangen an jedes wahlberechtigte Gemeindemitglied kostenlos abgegeben. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Amtliche Bekanntmachung Karten-Ausgabe 1931 im Gemeinüehause, Wallstraße 9, von 9-13 Uhr A. Synagogen: Erneuerungszeiten: Umtausch der vorjährige!« Karten. Alte Synagoge: vom 4. bis einschl. 7. August. ] Neue Synagoge: vom 10. bis einschl. 13. August. 8. Zweiggottesdiensle: AlterRitus: Saal der Hermann-Loge:! 14. August. l Saal II desTurnvereinsDorwärts:! 17. August. Neuer Ritus. Konzerthaus, großer Saal: vom 18. bis einschl. 21. August. | Saal l des Turnvereins Vorwärts: 24. und 25. August. Im K a m m e r m u s i k s a a l findet dieses Jahr sin Gottesdienst nicht statt; an die bisherigen Platzinhaber erfoigr die Vermietung von Plätzen für andere Gottesdienste qm 26. August.; D i e Platzpreise für die Synagogen und die Zweiggottesdienste sind herabgesetzt worden. Weitere Ermäßigungen können daher nicht mehr gewährt werden, die Stellung von diesbezüglichen Anträgen ist zwecklos. Um Jnnehaltung der vorgenannten Termine wird gebeten, da sonst keine Gewähr für Zuweisung des vorjährigen Platzes übernommen wird. Ueber Freikarten und Vergebung fre!igewordenerPlätze siehe!besondere Bekanntmachung.! Aufträge durch Fernsprecher können nicht ausgeführt werden. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. gNUNiiHiiiiiiiiiiiiiiiHMiiiiiiiiiiiiiiiiiiimniiimiiimiiiiimjiiiiiiiiiuiimiiiiiiiiMiiiiiimiiiiHHitiiiiiiimiiiiiHiiiiiiHiHiiiHttiiiiHffiiii|ii& | Awelggottesöienste 1931 | | Anträge auf Freikarten sind bis zum | | 15. August 1931 unter Angabe des Ritus fchrift- D | l i ch einzureichen. Antragsformulare sind im U Z Büro (Kartenausgabe) zu haben. § | Wünsche für bestimmte Säle werden nach Möglich- D §' keil berücksichtigt. | | Ermäßigungsanträge werden nicht ent- Z § gegengenommen, da Plätze in allen Preislagen in ge-, § | nügender Anzahl vorhanden sind. > Z Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. ' Z Z! i r.iMMMiNMimiiimmiiuiiuniHiiHinmiiMiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiMUiiiiiiiMHiiiiimiiiiiimiiiHiiiiniiiiiiiHiiiiiiHiiiiiiniiHii«iiiHttimK

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