Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- 5 (5.1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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76 Breslauer Jüdisches Gemeindeblall Nr. 5 Mitteilungen -es Reichsbun-es jüö. Krontsol-aten r. v. Ortsgrnpp« vrrslao t. v. I. Unsere letzte Mitgliederversammlung vor den Ferien findet am Sonntag, den 17. Mai, vormittags 10)-$' Uhr, im „Jüd. Jugendheim". Schweidnitzer Stadtgraben 28, I, statt. Kamerad Bankdirektvr Marti» Pollack, Glogau, gibt einen vertraulichen Bericht über die letzte Bundes». Hauptversammlung. Nur Mitglieder haben Zutritt! II. Wir warnen unsere Kameraden vor einem Beitritt zu der neugegründeten Organisation „Rechtsschutzverband ehemaliger Frontsoldaten", der durch sein Organ „Der Kriegskamerad" Propaganda macht. Diese Neugründung bezeichnet sich zwar als unparteiisch und unpolitisch, sieht aber unter der Leitung eines unbekannten Herrn Franz Robert Rausch-Busse, Breslau 10, und des leider nur zu sehr bekannten Herrn Franz Schwöb, Breslau 10, Vinzenzstraße 39, vor dem erst in der Nummer vom 5. -1. 31 der „Breslauer Zeitung" gewarnt worden ist. Wir müssen annehmen, daß der Beitritt von Juden dieser Organisation nicht erwünscht ist. ■* III. Am 4. 5., 31 feierte Kamerad Benno Masur, Augusta- 'Iraße 132, seinen 30. Geburtstag. Nochmals von hier aus'unfere herzlichsten Glückwünsche. IV. Als neues Mitglied begrüßen wir Kamerad ' 211 f r t ö Rawitscher. Große Dreilindengasse 6. N Buchbesprechungen £3 Dr. Joseph S t e r n : „Die sünstägige Arbeitswoche und ihre Problematik". Teil I <Schriftenreihe des Weltoerbandes für Sadbathschun ..Schomre Schabbot" Nr. 1i. Berlin 1831. Verlag Jgkowski & Co. 4t> S. Preis 1.50 Mk. Die entscheidende Bedeutung der fünftägigen Arbeitswoche für die Lösung des Sabbathproblems wurde bereits auf dem c-aboathweltkongreß des vergangenen Jahres gewürdigt. Man erwartete vom ihr nicht nur Hilfe' für die um ihre wirtschaftliche Existenz verzweifelt ringenden iabbathtreuen Kreise, sondern darüber hinaus eine Rückeroberung des Sabbath über einen großen Teil jener Glaubensgenossen, die sich unter dem Druck der wirtschaftlichen Sorge von ihm losgesagt haben. Leider MMDÜökR WHMASCHIHEH AKTIENCCStLiSCHAfl DAS WAHRZEICHEN DER QUALITÄT hat die Furcht vor einer die Stetigkeit des Sabbath bedrohenden Kalendcfreform diese Hoffnungen getrübt, und der schnelle Lauf, der in den letzten Monaten durch die zum Studium der Reform in den verschiedenen Ländern eingesetzten Komitees geleisteten Arbeit hat jene neue^ Gefahr m beängstigende Nähe gerückt. Aber auch aus der anderen «eite ist die Entwicklung sprunghaft vorwärts geschritten und die Fünftagewoche aus einer Utopie zu einer realpolitischen Forderung geworden. Ilm so notwendiger scheint es, die Problematik der neuen Arbeitswoche vom Standpunkt des religiösen Juden aus zu untersuchen. Dieser Aufgabe ist dje Studie Dr. Sterns gewidmet, die soeben in der Schriftenreihe des Well- Verbandes für Sabbathschutz erscheint. Der vorliegende erste Teil bei handelt insbesondere das wirtschaftliche Problem. Stern weist einleiteiio darauf hin, daß die Zwangslage, in die der sabbathfeiernde Jude durch die moderne Sonntagsgesetzgebung gekommen ist, ihn zum Vorkämpffs der auf die Durchführung der Fünftagewoche zielenden Bestrebungen gemacht hat, und zeigt, daß in der Tat die religiösen Juden Newports einen hervorragenden Anteil an der von Amerika ausgehenden Bemegupa haben. Das wirtschaftliche Problem behandelt Stern sowohl unter dem Gesichtspunkt des Einzelbetriebes, als auch unter dem der Allgemeinhtlt und gelangt dabei zu Schlüssen, die insbesondere für die praktische Möglichkeit der Sabbathheiligung von größter Bedeutung sind. Aus beim Gebiete der industriellen Produktion kann der einzelne Unternehmt unter bestimmten 'Voraussetzungen auch inmitten einer im allgemeintfi aus 6 'Arbeitstage eingestellten Wirtschaft seinen Betrieb bei 3 tägiger jArbeit rentabel gestalten, im Handel dagegen ist der Einzelne an die allgemeine Berkehrssitte gebunden. Die Fünftagewoche als gesamtmistschastliche Institution läßt sich von der ökonomischen Seite allein nicht begründen, doch wirkt der technische Fortschritt daraus hin, daß immer weniger Arbeit erforderlich wird, um die Menschheit zu ernähren.?!e Fünftagewoche als vorübergehende Krisenerscheinung trägt einen he sonderen Charakter, doch scheint sie geeignet, die auf die allgemeine uw grundsätzliche Durchführung der neuen 'Arbeitswoche gerichtete Bemegustg Wiener $utz-CUe&er König straßt 1 Neil-Anfertigungen 1 und Umarbeiten zu billigsten Preisen R. Treutier ■reslaa I, BSttncntr. U Tel.: 57869 Vertilgt s&mtlich. Ungeziefer restlos. Zahl, erst nach radikal. Vertilgung. 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