Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- 2 (2.1931)
- Date
- 1931-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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22 Nr. 2 i . J Breslauet Jüdische» ffiemeinöeblafl mehreren stellen eingeleiteten schritte sollen durch den Landesvcrbond in ziveckmäßig^r Weise unterstützt werden/ Aus Anlaß eines Einzelialles wurde erwähnt, daß ln iotdvin jüdischen Gemeinde», in denen Inden nicht »chhr ansässig oder die durch - den Wegzug zahlreicher jüdischer Einwohner in ihrem Bestände stark herabgesetzt sind, vielfach Synagogen bestehen: Diese werden entweder gar nicht >yel)r benutzt oder sind für das jetzige Bedürfnis viel zu groß. Es wäre Nun dringe,^» wünschenswert daß in solchen Fällen nicht ohne weiteres zu einem' Verkauf der synagogcngrundstücke geschritten w ry. Vielmehr sollte der Sachverhalt jedesmal dem Landesverband mitgeteilt iverdcn, damit dieser nach 'Anhörung rabbinifcher Gutachter in jedem einzelnen Falle die Lerwertirng der Grundstiücke selbst betreiben oder wenigstens die nötigen Fingerzeige geben könne. Dem Berliner Rabbincr-Scmmar wurde, naäidem chm durch den chalberstädler Verband gesetzcstreuer Gemeinden ein.' Unterstütz.ingVzvgeslossen ist, üjz' Auszahlung einer Ergänzung der diesjährigen Subvention iw chöhe von 7500 R7N., dem,Reichsbin nd für jüdische Siedlung i» Deutschland wurde eine Subvention in stöhj von 3000 ROT. bewilligt, dagegen konnte dem Weltverbande schomre schabbos für das lausende AcchnuNgsjahr eine Unterstützlmg nicht ausgesprochen iverden. Es soll jedoch veisuchr »»erden, in dem nächsten Boisanschlag Mittel sür seiche Zwecke zreiznmcichen.! - Amtlich. Nach einer etwa halbjährigen! Pause trat die ArbvitSgeineinichaft der jüdischen Landesverbände ü s Deutschen Reiches am I. Februar 19.11 in Berlin zu einer Sitzung zusammen. Den Vorsitz 'iihrte der Präsiden: des Preußischen Landesverbandes. ÄnmmergerichtSrat Leb 'Wol's. Die Verhandlungen hattcnj zum Teil vertraulichen Eharakter und betroien, entsprechend dem' Geschäftskreis der Arbeitsgemeinschaft. solche Angelegenheiten, die für zlle deutschen Juden von Bedeutung sind. Wie der Vorsitzende einleitend mit dem j'Ausdruck des Bedauerns 'eftstclllk, kennte eine Aussprache über die Schaffung eines Reichsogrbandes j nicht cnn die Tagesordnung gesetzt iverden^ weil mit Rücksicht auf die im Preußische» Landesverband inzwis hcn erfolgten Neuwahlen es in der verflossene» Zeit nicht möglich war, die von diesem Verbände zu leistanLen Vorarbeiten genügend zu fördern. j Eiste eingehende Besprechung, an der sich t ie Vertreter aller LondÄ verbändl' beteiligten, wurde dem gegenwärtigen Stande der schächtir-itze gewidmst. Mit den von dem Rat des Preußi chen Landesverbände cmi II. Cwiniiar lull gesoßten Beschlüssen erklärte sich die Reichsarbeilrgenreinichail einverstanden.?n dem zusammen mit -dem Büro für Schächkangelegenheiren und dem Zentraloerein dcunchcr Staatsbürger jüdischeiz Glaubens zu bildenden Komitee chird sich der Preußische Landesverband, zugleich als Geschäftsführer «er Reichsarbeitsgemeinkcha't, ctn den Beralunge» lind Entschließungen über die' zu tretend?!! Maßnal men beteiligen. D>r Preußische Landesverband hat beschlossen, die von mehre,eu Stellen eingeleiieten schritte, um den durch hie geplante Reiorin dies Kalenders für die Erhaltung des sabbaths drbhenden Gefahren zu sie-, gegnen, zu »nien'rützen. Dieser Beschluß wurde gutgehcißen und zugleich rin beio iderer Ausschuß eingesetzt, der sich mit den einschlägigen Fragen beichä'ti:en ivll. ' i sehr eingehend wurde die Ausgestaltunjg und Neuordnung des Religioiissunlerrichtsmeseiis und die schaüunj von geeigneten Ledr büchern behandelt. Es wurde allseitig anerkannt, daß'aus diesem Ge bie: grit liegende Acnderungen nötig sind. Der früher von der Arbeit- Nachrrrf! Am 29. Januar 1931 verstarb nach langem Lstidcn der frühere Syndikus unserer Gemeinde ii > Herr Justizrat Carl Ivel 3. Lebensjahre. i Der Entschlafene hak uns 16 Jahre lang mir d >m ihm eigenen strengen Pstichtbejvußtsein, seinen a isgczcichneten juristischen Kenntnissen und seinen r, ichen Ersahrungen in allen Zweigen unserer Berit almng trefflief) beraten und sich wegen seiner Liebenswürdigkeit und seiner strengen Rechtlichkeit d^ höchsten Ansehens in allen Kressen erfreut. Wir werden sein Andenken. wie das seines 'I aters, Rabbiner Dr. Manuel Joel, in höchsten Phren halten. l Breslau, den -1. Februar 1931. Der Vorstand und die Gemeindevenretung der Synagogen Gemeinde zu Breslau.! Goldfeld. P eise r. gemelnschaft eingesetzte Ausschuß wurde beauftragt, seine Arbeit unter Zuziehung von Fachgelehrten fortzufetzen, und vor allem auch die alsgemeinen Bedingungen und Richtlinien sür die Ausarbeitung! der Lehr- | bücher sestzulegcn. . t Anschließend an frühere Beratungen wurden die bisherigen Ergebnisse der von dem Preußischen Landesverband zur Linderung der jüdischen Wirtfchaftsnot getroffenen Maßnahinen besprochen. j j Die Erhaltung des iy Marburg bestehenden HeilerzichsingsheinÄ. welche aus Mangel an Mitteln gefährdet ist, soll dadurch gewährleistet werden, daß die in der Reichsarbeitsgemeinschast vereinigten Landeg-; verbände sich geinäß den vor einiger Zeit an Ort und Stelle getroffenes! Vereinbarungen mit angemessenen Beiträgen beteiligen. : Abgesehen von her Behandlung einiger besonderer Angelegenheit«!»! wurde endlich noch über die schwierigen Verhältnisse .in den kleinen Landesverbänden, insbesondere in Oldenburg beraten. Der Preußische Landesverband wurde mit den Vorarbeiten für die Errichtung eines Hilfsfonds für notleidende Landesverbände beauftragt und ersucht, die erforderlichen schritte sofort einzuleiten. Die Versammlung, welcher ein außerordentlich reiches Material zur Beschlußfassung unterbreitet war, wurde nach zehnstündiger Dauer esst . in den Abendstunden geschlossen. j JUntlldit ManntmadHmgto der ügnagogcagtintlni)! Sitzung der Gemeindevertretung Donnerstag, den 5. März 1931, 18* L* U h r, Sitzungssaal, Wallstraße 9, II. j Tagesordnung:! 1. Mitteilungen.! 2. Einteilung der Arbeitsteile im Vorstand.; 3. Anfrage Dr. Schlesinger und Gen. wegen einer Freitag abend-Beranstaltung im Jugendheim.! -1. Ergänzung der Beerdigungsgebührenordnung.! 5. Bürgschaftsübernahme für die Jüdische Msttelstandshilse. 6. Niederschlagung des Vorschusses f. d. Arbeiterfürsorge 7. Derwaltungsbericht. , j 8. Genehmigung der Satzung der Julius und Pau- Oestreicher-Stiftung. | Geheime Sitzung. 3 Vorlagen. 1 Der Vorsitzende der Gemeindevertretung. P e i s e r, Justizrat. Für unser Jugendheim und das damit verbundene Lehrlingsheim wird zum 1. Apfi! ein in der Jugendpflege erfahrener unverheirateter Leiter gesucht. Bewerbungen mit Lebenslauf und Zeugnissen sind u is bis 15. März dieses Jahres einznreichen. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Volkstrauertag. Am Sonntag, den 1. März 1 93 1, 15,30 Uh findet, wie im Vorjahre, auf unserem Ehrenfriedhofe in Co eine Gedenkfeier für die Gefallenen des Weltkrieges statt. Unsere Gemeindemitglieder werden hierzu eingeladen. Der Vorstand der Synagogengemeinh Zur Beachtung? Helft Not zu lindern! Bestellt Wohlfahrtsbriefmarken, Karten und Heftchen Postalische Gültigkeit bis 30. Juni 1931. Jüd. Wohlfahrtsamt in Breslau, Wallftraße 7 9. Fernsprecher 542 69. 542 10. 1 Die Mrtschaftsberatungsstelle 1 tagt Montags in der Zeit von 7—8 Uhr abends , im Sitzungszimmer 6 des jüL'. Wohlfahrtsamtes, Wallftraße >7 1. Stock. Jüd. Wohlfahrtsamt.!