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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1931-01-01 · 1 (1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
8 (1931)
Issue
1 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1 Breftlaoet Jüdische» Gemeivdebioit 7 Nachweis. daß die alexandrinifchen Juden im Gegensatz zu ihren Zeitgenossen in Palästina ein« besondere Profamgerichtsbarkeit nicht besaßen, und Matthias Mteses' Aufdeckung der jüdischen Vorlage der Johannes- Apokalypse. Man abonniert die Monatsschrist, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von .10 Mk. an diese Gesellschafi «Postscheckkonto Paul Beit Simon, Berlin 7030) oder an «inen der Der trauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgezählt sind. Dr. I. Münz: „Jüdisches Leben im Mittelalter-, Beitrag zur Kulturgeschichte der deutschen Juden, ftzerlag M. W. Kaufmann, Leipzig, 1930. Münz, ein offenbar tiefer Kenner der für uns Jrü>en wahrhaft .langen bangen Nacht des finsteren Mittelalters" schildert von damals Ethik des Familienlebens, tzabbathe und Festtag«, Erziehung und Studium, Frauen, Eheschließung, Luxus und spiel, Handel und Handwerk, Heilkunde, Wohltätigkeit,! Frömmigkeit, Friedhöfe, Kunst una anderes niehr. Dieses unterhausame, historisch wertvolle, hübsch bebilderte Büchlein mit Schristtum-nachweis wünsche ich insbesondere als Mahn- und Erziehungsbuch in die Hände der heutigen jüdischen Jugend für besinnliche Stunden. Buch holz. Joseph Roth: Hiob. Roman eines einsachen Mannes. (Berlin 1930J Verlag von Gustav Kiepenheuer.) Ein begnadeter Dichter erzählt uns die Lebensgejchichte des armen jüdischen Lehrers Mendel Singär urch seiner Frau Debora in einer russischen Kleinstadt. Durch Thora-Unterricht ernährt er kümmerlich sich und die Seinen: seine sleißige Frau, eine Tochter und drei Söhne. Don diesen ist der jüngste, Menuchim! körperlich und geistig zurückgeblieben, und idiotisch. Der älteste wird Soldat, der zweite entflieht dem Militärzwange nach Amerika, wo er sich schnell eine Existenz gründet und die. Familie .zu sich kommen läßt. Rur der reiseunfähige Menuchim bleib! bei Freunden zurück. Im neuen Lande scheinen besser« Tage zu kommen, bis das Unglück hereinbricht. Der Weltkrieg flammt auf. Der älteste Sohu kämpft als russischer Soldat und bleibt verschollen. Der zweite, schnell amerikanisiert, wird freiwillig Soldat und fällt. Die ebenso schöne, wie mannstolle Tochter fällt in Geisteskrankheit, die Frau stirbt. Mendel Singer verarmt wieder und hnhert, wie Hiob, mit Gott. Das uralte Problem der Theodicee taucht wieder auf: warum kommt das Unglück über den Frommen? Und wie im Buche Hiob bekommt der-Derzweifelte den Besuch seiner Freunde, die ihn trösten wollen, und weist ihren Trost zurück. Da kommt das ersehnte Wunder. Am Passahfest tritt plötzlich, wie der Prophet Elia, unerkannt der Sohn Menuchim ein, der bei einen» Brande die Sprache wiedergosunden hat. später geheilt worden ist und als berühmter Musikdirigent die neue Welt aufsucht und seinen Dater auffirdet. So endet märchenhaft und tröstlich dieses seltsam schön«, in Schlichter, aber anschaulicher uiÄ» edler- Sprache' geschriebene Buch, das allen besinnlichen Lesern aufs wärmste zu empfehlen ist. » Gf. Helden und Abenteurer der Bibel. Ein Kinderbuch von Rabb. Dr, Joachim Prinz, Paul Baumann, Verlag, Bln.-Charlottenburg, 1930. In Berlin-wurde in modernem Deutsch, schlicht, der Kinderseele ent sprechend, aus der bibl. Geschichte erzählt, alsbald das Berichtete aulgezeichnet. So entstand Uraltes in neuem Gewände, literarisch Doll wertiges ohne jegliche Geschraubtheit, und es, ist den» Autor und Religionslehrer zu glauben, daß diese unabgestandenen frischen Erzählungen den Kindern gesielen. Debora, Gideon, Simson, Jabes, David, Saul, Goliath, die Hexe von Endor, Rabat und Abigail, Absalon, Mose werden wenigstens so wie Rotkäppchen dem jüdischen Kind «ingeprägt, ohne einen deutlichen Hauch von den Ewigkeitswerten biblischer Gestalten erfolgreich nahe gebracht. Eine hübsche Chamikkah- und Purimgabe liegt hier vor! 'v ol, Dr. Leckel B a inbe r ge r: Amirah Le-Beth Jakob. I. Kaufsmann. Verlag, Frankfurt a. M. 1930- Die Mischen Religionsgesetze sind nicht als ein Kompendium der Medizin «mzusehen, obwichl ihre Beachtung sicherlich auch die Erhaltung der körperlichen Gesundheit fördert. Ihr eigentliches Motiv liegt au! sittlichem Gebiet und hat die sittliche und geistige Vervollkommnung zum Ziel. Das gilt auch für die Ehegesetze, die hier in faßlicher Form von bewährter Hand dargestellt find. Ungenauigkeiten und Jrrtiimer^ di« infrüher erschienenen Schriften dieser Art zu verzeichnen waren, sind »er micden. Das Werk wird seiner Absicht, jüdischen Frauen die Kenntnis ihrer besonderen Pflichten zu vermitteln, nach jeder Hinsicht gerecht. Dr. W. B, TOTAL AlisTevkauf des Riesen-Lager^ modernster - LAIUPEN nur noch kurze Zeit zu unglaublich herabgesetzten Preisen Eine außerordentlich günstige Gelegen heit für Neuvermählte .. — I...I.IH I. Stock (Fahrstuhl}) Schweidnitzer Straße 43b Eingang Hummerei LAMPEN-GROWALD Unsere Kranken nnd Armen bedürfen dringender denn je Ihrer Spende durch die bewährte „Chewras GmiluB Chessed Umischan Aweilim" Krankenwiterstatzungs- und Minjanverein e. V. Breslau Postscheckkonto Breslau! 700 21 . . . und nicht vergessen! Montag, den 26. Januar bis Montag, den 2. Februar hnentor- Ausverhäui! 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