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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-11-01 · 12 (11.1930) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
12 (11.1930)
Date
1930-11-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Nr. 12 Breslauer Jüdisches Gemein de blakt 199 Var Landhelm Asinsberg der Breslauer Ortsgruppe -es Ji'idischen Frauenbundes nimmt ab Mitte Dezember dieses Jahres «rhölungsbcdürftige, jüdische Frauen und Jugendliche mit Bevorzugung hes in Not geratenen Mittelstandes am. Der Tagespreis beträgt (inklusive Heizuüg^und Beleuchtung) 4 Mark, für Jugendliche unter 20 Jahren 3.50 Mark. Zur Ausnahme ersorüerlich ist ein ärztliches Attest, das ein« Bescheinigung darüber enthält, daß die Antragstellerin frei ist von ansteckenden! und nervösen Erkrankungen. Während der Wintermonat« sind keine Kurperioden eingerichtet, so daß Erholungsuchende auch sür eine kürzere Dquer (von sieben Tagen an aufwärts) Aufnahme im Heim finden können. Seiner hohen Lage wegen ist das Heim während der Winterszeit besonders zur Aufnahme jüngerer Frauen und Mädchen geeignet,! I < ’i Anmeldungen sind rechtzeitig zu richten an das Büro des Jüdischen Frauenbundes, Breslau, Wallstrahe 9, undan Frau Dr. Bogelstein, Breslau, Anger 8. Aufruf. Oie umwälzenden Vorgänge der legten Jahrzehnte, die das politische unh wirtschaftliche Leben aller Länder stärk erschütterten, sind besonders verhängnisvoll für Hie Juden iiy Osten geworden. Die krasse wirtschaft-!id>e Not hat eine Umgestaltung der. Levensbedingungen herbeigeführt, die vor allem für die weibliche Jugend einx gründliche berufliche Schulung auf moderner europäischer Grundlage notwendig macht. In Fortsetzung des bereits vor dem Kriege von Bertha Pappenheim in Polen begonnenen Erziehungswerkes übermittelt das Beth-Jaickob-Schulwerk in Polen modern« europäische Schulbildung als unumgängliche Boraust jetzung späterer Berufsarbeit.! In 147 Städten und Dörfern befinfden sich Deth-Jakobschulen und zählen zirka 20 000 Schülerinnen. Die verarmte jüdische Gemeinschaft Polens ist nicht imstande, den Ausbau dieser segensreichen Arbeit aus eigenen Mitteln weiter durchznführen. .Nach neueren, durchaus zuverlässigen Berichten aus Polen ist das Elend unter den Juden dort so groß, daß es ganze Judenstädts gibt, dertn Bewohnern das Nötigste an Kleidung und Wäsche fehlt.! Darum erbitten unser« Btüder im jOsten unser« Hilfe. Wenn das Beth-Jakobschulwerk der äußeren und ismeren Proletarisierung weiter jüdischer Kreise entgegenwirkt^ dient ts auch der westeuropäischen Judenheit.! I Es war stets heiligste Aüfgabe des Juden, für die Erhaltung der religiösen Güter zu wirken. Es war stets Recht und Pflicht, dort zu Helsen, wo moderner europäischer Kultur! der Weg gebahnt werden soll. Bei diesem Werk hoffen wir auf Ihre Mithilfe. Wir beabsichtigen, ■! wie es in in anderen deutschen Gemeinden bereits geschehen ist, allen j an dieser Arbeit interessiertest Menichen auch hier in einer Organisation s zusammenzuschließen, die das Beth-Jakob-Schulwerk fördert. Um alle jüdischen Kreise zu gewinnen, ist der Beitrag auf 3 Mark jährlich bemesien worden. Spenden werden mit herzlichem Dank entgegengenommen. Verband für Kulturarbeit in Polen: Paula Ollendorsf. Dr. Elscj Rabist. 'Sofie Kaim. .Betty Wreschner. Die Kinderfürsorge der vreslmier Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes _ eröffnete am Sonntag, den.30. November d. I., in den Räumen de» . Kindergartens, Eonnenftrahe 55, die oom-Berein jüdischer Frauen gütigst i zur Verfügung gestellt werden, «inen ' j K i nhe r m it t a g s t i s ch. j; Die Speisung, der eine Ruhestunde ungegliedert wird, findet täglich; (außer Sonnabend und Sonntag) zwischen 12 und 15 Uhr statt- Sämti liehe Kinder werden von einet Hortnerin betreut, die außerdem in Wohlfahrtspflege ausgebildet ist. Um 15 Uhr übernimmt der Kinderhort di« Kinder, die nach der Speisung im Hort verbleiben wollen. Nach Vereinbarung mit der Leitung des Kindergartens haben Kleinkinder, di«! morgens um 9 Uhr in den Kindergarten eingeliefert werden, die Möglichkeit, über Mittag, bis nachmittags 18 Uhr im Kinderhort versorgt zu j werden. Die Kinderspeisung Erfolgt unentgeltlich.! Anmeldungen nimmt das Büro der Kindersürsorg« des Jüdische» Frauenbundes, Breslau, Wallstroß« 9, entgegen. Der Verein „Jüdisches Jugendheim" oeranstaltete am 2. November 1930 das erst« Jugendtreffen. Eine große Schar, von Kindern und auch einige Erwachsene waren erschienen und wurden zunächst durch die Räume des Jugendheimes geführt. Sodann hielt Herr Lehrer Wesel, der die Leitung der Veranstaltung übernommen hatte, eine kurze Ansprache, iN der er den Zweck des Vereins „Jüdisches Jugendheim" näher erklärte und Frau Ollendorsf sür die Schaffung dieses vorbildlichen Heims daäkte. * Es folgten einige Volkslieder, gesungen ^on Frl. Käte Freundlich. Frl. Spanier und Herrn Dapid Freund, ferner ein Vortrag von Herrn Unterprimaner Hahn über ^.Jerusalem, das heilige Land und feine Stellung i» der Geschichte der Welt". Anschließend wurden Lichtbilderaufnahmen von Palästina gezeigt, zu denen Herr Dr. Halpersohn den begleitenden Text sprach. msmfn tm GEGEN VERLUSTE DURCH KRANKHEIT UNFALL UND TOD 0«l d*r p" Deutschen Kranken- Ve'rsicherungs-‘ Akt.-Ges. Landssdlrsktlon Schlesien _ Max Korn Breslau 13, Kainr-WIWa-Slr, Bei NI chte rk ra n k u n g G e winnbeteiligung It. § 30 der A. V. B. Nur fOr Nichtviersicheifungspflichtigcl Bitte ausschneldenl AI» Drucksache In Umschlag stecken I Erbitte kostenlose Zusendung von Prospekt Name: Beruf:. Lebensalter: Deutliche Adresse: Trewendl & Granier Buchhandlung Breslau ♦' Albrechtstraße 15 ' gegenüber Oberpräsidium Abtlg. Redilswlisensthatt Behörden, Anwälte, Studenten finden ihren gesarnten Bedarf bei uns. — Lesesaal für 60 Personen mit aller einschlägigen Literatur, Entscheidungen etc. zur kostenfreien Benutzung. Versand'nach allen Teilen der Provinz sofort, porto- und spesenfrei. Mift+hi- An+inuariat

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