Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 7 (1930)
- Issue
- 12 (11.1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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198 Breslauer Jüdische» Gemeladeblalt Nr. 12 U/äcrkp Regina Baer Vw nohenzoiiernstr. 48 « - Tel. 58888 Sehr geehrte gnldige Frau! Bitte um Ihr gOtigee Interesse beim Einkauf von Leib-, Bett- und Tischwäsche einfach-eleganter Ausführung, in nur bewährten Qualitäten t Preise da ktine Ladenepeeen, wie Ihnen von keiner Seite gebeten werden können. I Die Paulo-Ollendorff-haushaltungsfchule im.Bealc-Gutlmann-lheim), bekanntlich streng rituell geführt, entläßt am . 'April 1931 erstmalig weibliche Lehrlinge nach einjähriger theoretisch- .'raktische Ausbildung. Jüdische Hausfrauen, die ihr eurem Haushalt selbst »ersteht und Freude daran findet, mit einer Hilfskraft ihn schön und {weckmäßig zu führen, meldet euch als Lehrfrauen für die weiter« prakijche Ausbildung unserer Lehrling«. Näheres durch die Leiterin der pchulej Frau Gewerbeoberlehrerin Käthe Meier, Kirschallee 36 a (Beate- Bultmpmi-Heim), Montag und Donnerstag, 10—11 Uhr. Einweihung der Kinderheimstätte der sozialen Gruppe für erwerbstätige jüdische. Frauen und Mädchen. Sonntag den 16. November, fand die feierliche Einweihung der Kinderheimstätte der sozialen Gruppe statt. Frau Käthe Fischer sang zunächst einen von Herrn Kapellmeister Krieg komponierten Psalm. Dann erläuterte Frau Edith Lachmann die großen Aufgaben der neuen Institution. Wenn der edelst« Besitz jeder Gemeinschaft, die Jugend, wertvoll werden soll, so muß sie frühzeitig körperlich, geistig und seelisch gepflegt werden; di« Eltern sind durch den schweren Lebenskampf behindert, die Heimstätte muß hier «ingreifen. Die Not der Zeit wird manchen Alleren trotz aller sozialen Institutionen sinwegiegen. Ganz aitüers ist es bei der Jugend, sie ist widerstandsähiger, biegsam und leichter glücklich zu machen, hier ist der Mrkungs» reis der Kinderheimstätte. Di« Rednerin ermahnte die Kinder zu freudiger, freiwilliger Disziplin und bat di« zahlreich erschienenen Eltern, sich in allen Frage» mit den Leiterinnen der Institution zu beraten. Sie dankte schließlich der großen Zahl der Gäste für die Spenden, die die Einrichtung der Heiinstüite ermöglicht haben. £ Eine anschließende Führung' zeigte einen großen luftigen Saal, mit Kindermöbeln und Spielschränken eingerichtet, für die nicht schulpflichtigen Kinder, die hier- Gelegenheit haben, mit schönem Spielzeug froh zu lei» und bei modernen Beschästigungsspielen ihre Geschicklichkeit und ihr Nachdenken zu üben. Ein freundliches Arbeitszimmer mit Bibliothek und Handarbeitskästen ist für die größeren Kinder hergerichtet, die unter Aufsicht einer E«prüften Lehrerin nachmittags ihre Schularbeiten machen und Nachhilfe itiüen. Sodann werden sie mit Gymnastik, Singen^ Volkstänzen und jandarbeilen beschäftigt, schließlich ist noch ein Baderaum mit sließendem Wasser und Badewanne für die Kinder eingerichtet. Jedes Kind besitzt eine eigene Tasche, in der die für das Kind bestimmten zur Körperpslege dienenden Geggnstäiche untergebracht sind. > Sämtliche Kinder wurden vor ihrer Aufnahme freundlicherweise von dem Kinderarzt Herrn Dr. Pogorschelsky untersucht, alle vier Wochen, finden Nachuntersuchungen statt. _ Die Kinder kommen zum Teil aus allgemeinen Kinderhorten, vom Judentum wissen sie wenig. Wir werden die jüdischen Feste mit ihnen feiern und wollen sie zu frohen, verantwortungsbewußten Juden erziehen., Auch auf diesem Gebiet füllt die neue Kinderheimstätte ein« empfindliche Lücke ^aus. Der verein Jüdisches Museum L. v. zu vreslau eröfsnete .seine Veranstaltungen für das Winterhalbjahr 1930,31 mit einem Müseumsabend im kleinen Saal des Hotels „Vier Jahreszeiten" an, 20. November cr. Der Vorsitzende, Herr Max Silberberg, begrüßte di« zahlreich cr-> schienenen Gäste und gab zunächst einen kurzen Ueberblick über die in den letzten Monaten erfolgte Arbeit des Vereins. Trotz der Wirtschaft-! lichen Notlage konnte, unter Mithilfe einiger Gönner und Freunde des Vereins, eine rege Sammeltätigkeit entfaltet werden. Es wurden größere Ankäufe getätigt, aber auch Leihgaben und Spenden in Form von Sammelgegenständen erhielt der Verein. An einem Tisch im Saal waren verschiedene letzchin erworben« Stücke ausgestellt, um den Mitgliedern Proben davon ,zeigen zu können. — Ferner berichtete Herr Silberberg über die durch Herrn Felix Perle geleisteten Arbeiten zur Anlegung eines photographischen Archivs, welches später für wissenschaftliche Zwecke be-s reitgestellt weiden soll. Dann erteilt« Herr Silberberg Herrn Gemeinderabbiner Dr. Vogelstein das Wort zu einer längeren Ausführung über die .iReuchlinjch« Hebräische Grammatik", ein kürzlich vom Verein erworbenes Werk aus dem Jahre 1527. Herr Dr. Vogelstein sprach über die Pcrsönlichkesi Reuchlin's, über sein Schaffensgebiet und in diesem Zusammenhang über den Inhalt des Werkes selbst. -! Sodann sprach Herr Rabbiner Dr. Lewin über den kürzlich in de« Auktion Figdor erworbenen Schalenttopf aus dem Jahre 1582 und übctf feine hebräische Inschrift und erwähnte hierbei die früheren Gebräuche unserer Altoorderen bei der Bereitung der Sabbathspeise. Zuletzt gab Herr Silberberg «inen interessanten Bericht über di>f Sammlung Figdor, die Persönlichkeit des bekannten Sammlers, das Entl stehen und Wachsen seiner Sammlung, ihre Verwertung nach seinem Tode und die Ergebnisse der Auktionen in Wien und Berlin. Nach Beendigung der Vorträge verblieben die Anwesenden noch zii einem zwanglosen Beisammensein. j Vidi Fernsprecher 59065 Tctßb&nder | Das lejne Taßöeader I Taßöender] ROmCH D Tauenfzienplati 10 Biüdierplatz 3 Ed* N«ue SdnMidnitx« Sir. Mohran-Apotheke Bestellungen werden prompt zugesandt. . * Snnatorlum FrlßdrlcIishöhG Tel 42* Bad Obemlgk b. Breslau Tel. 42* Für innert. Kranke, Nervenkranke u. Ernolunooedürftige (GeUteskr. sosgeschL) — Ahtellf. für Zuckerkr. Tagessatz: 1. Klasse 1t—14 KM., II. Klasse 7-SO KM. Chefarzt Dr. KSblsch — 3 Aerzte. WG Prospekt Nr. 1 gratis. $ Julius Jflüruer 1 vereid. Dolmetscher x für Englisch u. Französisch L f. d. Landger.-Bez. Breslau •) > OpItZStT. 28 Telefon 36759 4 •) eUe6ersetzu/iffe/t a.CCe.r Ctrtt rt (t TntfflacA 9raiuds. fponiscA (* Jüdische Volksschule für Kpaben und Mädchen, 7 stufig mit z. Zt. 11 Klassen! "tmter staatlicher Aufsicht Rehdigerplatz 3.2 j Für das 1. und 2. Schuljahr je eine Parallel-Klasfee im Schulhause, Minoritenhof 1/3. Lehrplan der städtischen Volksschulen. Jüdische Unterrichtsfächerim Bahmen des allgemeinen Lehrplans. ,i Schulfrei sind der Sonnabend " und z. Zt. für die 2 unteren Jahrgänge auch der Sonntag. Anmeldungen für alle Klassen nur Rehdigerplatz 3 täglich 8—*/«9 Uhr bei dem Schulleiter Feilohenfeld. Höhere Jüdische Schule für Knaben und Mädchen, Sexta bis Obersekunda", nach dem Plane des Reform-Real-Gymnasiums. jUnterjfstaatlicher Aufsicht. [Menzelstraße 100/ . Neuere Sprachen in den unteren Klassen, in [den höheren Klassen Latein, Religions- und jüdisch-wissenschaftlicher Unterricht innerhalb des Stundenplans. Sonnabend schulfrei in allen Klassen7 in Sexta auch Sonntag. ^[Anmeldungen für alle Klassen, Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 9—10 Uhr beim [Stellvertretenden Leiter Dr. Speyer. F BRESLAUER PAKETFAHRT-GESELLSCHAFT QjKm <- Breslau, TausntzienstraOs 107—111 / Farnspracher Sammelnummer 52371 Spedition Ifl B» iä m ai n » g» « ■> t Lagerei