Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 7 (1930)
- Issue
- 11 (11.1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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184 Nr. 11 f Breslauer Jüdische» Gemelvdeblall Iöber 2000 jüdische Handwerker sind dem „Zentralrcrband Jfidiscber Handwerker Deutschland*“ aagescblossen. Kollegen und Freunde der Hand* werkersache meldet Euch noch heute in nnterer Geschäftsstelle Richard Kempe, Gatten*tr. 82- :: TeL 54716. j i! ROBERT PRINZ Inb. Morits Pr&nt» IastelleHo&saielster Reuicheitrafle 47/45, parterre and L. KtaRe IBeleuchlungskBrper für jede Beleuchtungsart Ausführung elektrischer Lichte und Kraftanlagen AUSFÜHRUNG VON LICHTREKLAME t III. Nächste Mitgliederversammlung findet am Sonntag, den 30. November ianstatt im Dezember), statt. Alles Näher« besagen die Einladungen, die stoch ergehen. i\\ Unser« Äamerad und Vorstandsmitglied Louis Blandowsky ''eierte am 2Sj Oktober seinen 50. Geburtstag. Den 60. Geburtstag feierte am 6. Novetyber Kamerad Martin Schwersenz, Wallstrasze 37. Nochmals von hier aus unsere herzlichsten Glückwünsche! u Buchbesprechungen Das Licht. Heit 0. Immanuel Bernfeld: Eid und Gelübde nach lalnusd und Schulchan Aruch. Dritte vermehrte Auslage. Philo- Berlag undjBuchhandlung K. m. b. H , Berlin 1030. I Wissen ist Macht, Waffe gegen Angriffe der Feinde Israels. Laxar idcsaunasjung zeihen sie uns. Diesem schlimmen Vorwürfe entzieht die B'sche Schvifl wirksam den Boden, daher sei sie hier genannt. Mit Berücksichtigung des Nürnberger Talmudprozcsfes gegen Holz und Streicher wegen Religiousbeschimpfung. und Gotteslästerung bringt sie .inf 24 Seilen reiches Abwehrmaterial gegen jene Anschuldigung. Erd, Gelübde, Kol Nidrei' Formel. angeblich gegenteilige Lehren ans Talmud und Schulchan Aruch bilden den Inhalt dieser nt.' E. gerade seht sehr notwendigen Schrift. B u ch h ö l z. „Hygiene und Judentum", eine Sammelschrist vom Versag Jae. -ternlicht, Dreeden-A. Dieses fchön ausgestatlete Werk in Großformat bringt unter der Leitung von Ministerialrat Hans Goslar eine Reihe von Aufsätzen erster jüdischer Gelehrter und Sachverständiger über die Hygiene des Judentums auf Grundlage des Religionsgelelzes und seiner Ausstrahlungen sowie des talmudischen Schrifttums. Es werden, aber auch recht intprefsante Beiträge historischer und kulturhistorischer Art und aus Ser vraklischen HygienearbeN gebracht. Bon Breslauer Mitarbeitern sind vertreten Frau Dr. Else' Rabin mit einem Aussatz ..Serualethische Prinzipien und jüdischer Volksg-ist", Gemeinderabbiner Dr. Hermayn Vogelstein mit einer kulturhistorisch-hygienischen Studie über den Osten Deutschlands, als Gegenstück zu der Studie: „Wie die Telefon S4412. r.ll/i2i.Qarti«ik44 WlaCer-ClrßeHen aller Art gesdimtukvoU . preiswert . dauerhaft Renovation von Wohnungen und GeSchäftslokalen. Fassadenanstrich Siegmund <4lefon SchiUersiraße 10 Fenupredur 34648 Gtgi Bndtt 1898 Berliner jüdische Gemeinde vor hundert Jahren die Aerzte instruierte" Von weiteren Aussätzen nennen wir: „Religionsgesetz ccher hygienische Vorschrift" von Oberrabbiner Dr. Joseph Carlebach, Altona, „Die hygienische Bedeutung des jüd. Ritualgesetzes" von Gemeinderabbiner Dr. Felix Goldmann, Leipzig, ,^Die sozialhygienische Bedeutung der jüdischen Ehegesetzgebung" von Dr. Jacob Segall, Berlin, „Schächtvorfchristen und Volkshygiene" von Dr. med. Josef Kallner, Spandau, ..Dreieinhalb Jahrtausend alte und doch modernste Hygiene" von Pros. Dr. Adolf Baginsky, Berlin, „Biblische und talmudische Quellen jüdischer Eugenik" von Dr. Mar Grunwald, Wien, „Die bevölkerungspolitische Lage der deutschen Juden" von Pros. Dr. W. Hanauer, Frankfurt a. M und andere. Dieses ist nur eine ganz beschränkte Auswahl aus der Menge interessanter Aufsätze. Das Büch kann wegen seines hervorragenden reichhaltigen Inhalts und seiner mit guten ausgezeichneten Abbildungen veiiehenen Ausstattung warm empfohlen werden. R. Joses K a st e i n, Sabbaiai Zewi, der INessias von Ismir. (Verlag von Ernst Rowohlt, Berlin 1030.) Erzählt die seltsame Geschichte des Mannes, der in den Jahren 1646 bis 1666 durch sein Austreten als gottgesandter Messias die Judenheit zweier Weltteile in höchste Ausregung versetzte, selbst unter besonnenen und gelehrten Männern begeisterte Anhänger fand — und fchließlich damit endete, Latz er in Todeesurcht zum Islam übertrat, Türhüter des Sultans wurde, seine Glaubensgenossen zum gleichen Abfall verleitete und 1675 in Dulcigno (Albanien), wo ihn die türkische Regierung interniert hatte, vereinsamt starb. Ein Schwärmer? Oder ein Schwindler? Oder beides? — Der Verfasser gibt aus diese Fragen keine unzweideutige Antwort. Seine fesselnde und glänzende Darstellung des Auftretens dieses Abenteurers und seiner Wirkung aus die Umwelt. d>e -childerung der Stimmung in der Iudenheit, ihrer durch das Entsetzen vor dem Himnetzeln huitderttausender von Juden in der Ukraine und in Polen durch die blutdürstigen-'Scharen -des Kosakenhetmanns Chmelnicky (1648) gesteigerten Erlösungssehnsucht und Exstase der damaligen Juden, die den anfänglichen Erfolg Zewis erklärt, verdienen vollauf, daß das Buch von jedem Gebildeten gelesen wird, der sich sür die »euere Geschichte der Juden interessiert. Gs. i I 1 SdHibmadremehter j SdHibmadremehter * j mehrfach prlmilert t Scbillerctraße 9 j | Lieferant des Inj J und Auslandes t I Spezialist | | für Orthopädie i ■ Arbeit statt Almosen' Nur unsere Glaubensgenossen können PeasnnhaIt uns durch Bestellung von Di CW1IHJI4 wirksam dazu verhelfen, mehr Arbeitswillige zu beschäftigen! 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