Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 7 (1930)
- Issue
- 8 (8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 Breslauer Iüdische» Gemeindeblatt 157 i JULIUS PERL N © U * lind UmbUlllAnl PAnorafnrAn PaqaqHa AURERMEISTER Braslau, CharlottanatraSa 40 F r n pr c li r '• 7* 1 « uten Reparaturen, Fassadenabputz, Leitergerüste, Zimmerei. beginnt eine größere Aufsatz^, ihe, welche -er Erläuterung seiner mit Rosenzweig s. A. begonnenes Bibelübersetzung dienen soll; zunächst werden mehrere schwierige S ellen aus dem Buch Jesaja besprochen. Neuland betritt Heinrich Flesch mit seiner großen Arbeit über „Jüdische Handwerker in Mähren" im 17., 18. und Ansang des 19. Jahrhunderts. Aus Grund sorgfältiger Ststi>ien der j Urkunden wird iiber jüdische Fleischer, Schneider, Glaser find sonstige Handwerker gehandelt; it)|re Verbreitung und die gesetzlichen Bestimmungen, namentlich über ihre Besteuerung, werden nachgewisesen. Eisten Beitrag zur Ancrlys« der sogenannten jiddischen Sprache > gibt B. Weinryb. Auch zahlreiche Besprechungen, zum Beispiel üb« die Geschichte und dos Wesen des Antisemitisrnus, sind durchaus gemeinverständlich geschrieben. Man abonniert die Monatsschrist, indem man Mitglied! der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag oon 19 Mk. an diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Beit Simon, Berlin 7030) odfr an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Hest der Monatsschrift ausgezählt sind. Vabbinischer Humor, Sammlung von Anekdoten und „guten Wörtchen" von Dr. P. I. Kohn. 2. ^Auslage.! F. Kausfmann, Verlag, Frankfurt a. M. Preis broschiert. 8 Mark-! Vom Rabbiner: vom Maggid;! vom Wunderrabbi und den Lhassidim; vom Lhasan, Schachet und Melammcd; von Bachurim u. d. Jeschiwah; vom Am>Hoorez ustd den Gelehrten; vom Arzt, Frauen und Kindern; Allgemeines; Lernen^ Neue Glfossen zum Faust. — Keine Witze, sondern treffende Satiren, witzige, geistreich« Erklärungen und Auslegungen von Bibel, Talmud und Midraschstellen, schlagfertige Antworten. Bericht« über manchs bekannte Persönlichkeiten, regt zum Ngch- und Anschauungen originell dar; überall Rechte. Man kann dem Verfasser nur gelungen« > Arbeit, sie daher gern empsehlen. I ' Bz. denken an, stellt jüd. Leben kommt der Humor zu seinem dankbar sein für die durchaus E. Z. Klötzel: „Indien im Schmelztfegel". Verlag F. A. Brockhaus. Leipzig. ' i j Der bekannte Mitarbcilifr des Beniner Tageblattes vermittelt uns in diesem Buche ein ebenso Anschauliches wie fesselndes Bild von den gärenden Strömungen im jetzigen Indien durch geschickte Erweiterung seiner Reisebriese. Mit »Recht betont der Verfasser, dieses Jndienbuch sei nicht di« Arbeit eines Gelehrten, sondern eines Journalisten. Mit höchst persönlichen Erlebnisstst und Eindrücken werden dem Leser die schwierigsten Erscheinungen veranschaulicht, so z. B. der indische Kastengeist durch Klub- und Straßenerlebnissef die Persönlichkeit und die Lehre Gandhis durch einen Besuch in seinem Aschram («ine Art Klosterstedelung), die ethisch-religiös/ Forderung der Gewaltlosigkeit durch «ine Szene beim Streik in Bombay. Auch dieses Buch ist wie das im gleichen , 'Verlage erschienene von Wessl: „Zwischen dem Teufel und dem roten Meere" mit vielen Bildern ausgestattet! Der Verlag hat richtig erkannt, daß der Roman dem gebildeten Leser für wissenschasttiche Belehrung zu wenig, das Gelehrtenbpch zu viel und ih zu trockener Art bietet, dagegen, dem gebildeten, gewandten Neiseschriftsiteller, der belehrend und fesselnd zm schreiben versteht, der häufige große Leserkreis gehört. R. Nathan Asch: „Liebe In Lhartrea". Verlag Rillten. L Loenrng. Frankfurt a. M., geb. 5 Park. Der meisterliche Schulderer des Großstadtmenschen in der Weltstadt Newyork (in seinem Romast: „Als die Firma verkrachte") befaßt sich diesmal mit dem Leben det Kleinstaat, in diezwei Großstadt-Kinder entfliehen, „sie" aus Ueberdruß vor dem unpersönlichen äußerlichen Gesellfchastsleben auf der Suche »ach Freundschaft und.innerlichem Leben, „er" besessen oon dem Gedachten, Jms Zeug zu einem großen Schriftsteller zu haben, in dein Streben stach Ruhe f und Sammlung. Beide „finden" sich bei dem Studium der schönen Glasfenster der Kathedrale in Chartres, nicht stürmisch sondern unwillkürlich, und beginnen ein Zusammenleben, das den Mann in seinem Schassen behindert (wie er glaubt) und ihm deshalb zur Qual wird. Die! seelische Zergliederung der beiden Menschen ist trefflich gelungen, aber leider nicht frei von Längen. Fein beobachtet ift das äußere und das geistige Leben der französischen Kleinstadt. R. —— - ... ....ft. ■ i .. — — ■ ' H_Werbenachrichten. N Stettiner Dqmpfschisso-Gesellschast 3. g. Braeunlich <S. m. b. H. — Swinemünder Dampfschissaorlr-Aktiey-Gesellschast. — Einen schönen Beruf hoben die zu der Flotille dieser! Gesellschaften gehörigen Passagierdampfer. Sie tragen di« müden Großstädter und alle die anderen Menschen, die der Ruhe und Erholung bedürfen oder zur Kur und Ge. nesung gekommen sind, an die Gestade der See, wo neuer Lebensmut, frische Äbenskrast winken. Es verkehren durchweg neue Prachtschiffe, Deinen Besitz Ä durch Minimax-Feuerlösrher gegen Brandschaden! Mehr als 101000 Brände wurden mittels Minimax im Entstehen gelöscht. 184 Menschen durch Minimax vor dem Feuertode errettet. Diese Zahlen bilde?) den besten Beweis für die Notwendigkeit und Zuverlässigkeit de? Minimax-Apparate. Verlangen Sie unverbindlich Auskunft und Be- ,/ratung über zeitgemäßen Feuerschutz-durch die > Ninintflx A.-G. 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