Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 7 (1930)
- Issue
- 8 (8.1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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128 Sreglanet Jüdische» © e m e i n ö e b l a t» Nr. 8 Uachachten cms dem Verbände der Synagogen-Qemeinden der 5*twlfiz- Wieder echCeelen '^^Anschrift ^cs Büros: T; Verband der «Spnagogcn-Scmcinben der Proviinz Riederschlesien, Breslau I, Wallstraße 9. Fernsprcch-Anschluß Nr. 21Ö11, J16 12. Ans-brift des Bezirks-Rabbiners: Ssabbiner Dr. Wahrmann, Oels i. Schlesien, Groß« Feldstraßc. Fernsprcch-Anschluß Nr. 592) Anschrift des Derbandslehrers: Richard Ezollack, Breslau, höfchenstraße 72. I L ch ä ch r M e s c n. Die örtlichen Tierschutzoereine befassen sich mehr * oder minder eingehend mit der Schächtfrage und,!je nach der Einstellung der betreffenden Versammlung, >nit der Erörterung eines zu erstrebenden Lchächtverbots. In den ineisten Fällen hat es sich geleigt, daß di« Anwesenbeit und aufklärende Stellungnahme kenntnisreicher jüdischer Mitglieder 'hie Bestrebungen einzudämmen.rmd zurückzuwciscn geeignet waren. Ls ist darum angezcigt, daß unsere Radbinen, Lehrer, «Ich Schächter die Mitgliedschaft in den örtlichen Ticrschutzoereinen erwerbet, und deren Dersamm lungen regelmäßig besuchen, '»8 -fj- _ “7 'Dortragswesen. Unsere leistungsschwachen Anschlußgemeinden, die auf unsere DeihUfe zu den Kosten von Vorträgen reflektieren, wollen uns möglichst zeitig angcben, für welche Vorträge und zu welchen Terminen bei ihnen Interesse besteht. j Arbeitsnachweis. Mit dem Beschluß unseres Arbeitsausschusscs, den Arbeitsnachweis ' jüdischer Organisationen Schlesiens auch rveiterhin zu unterstützen, besteht für die Anschlußgemeinden die Möglichkeit, den Arbeitsnachweis für sich in Anspruch zu nehmen. Wir empfehlen und bitten dringend, bei Bedarf an Personal, gleichviel welcher Art, die Der- .mittlung des „Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen Schlesiens", Breslau, Schweidnitzcr Stadtgraben 23, in Anspruch zu nehmen und sich diescrhalb unter Angabe deb Erwünschten zu melden. ' j Bezirk sichrer. Gegenwärtig liegt unserem Pcovinziakverband die Bewerbung eines Lehrers um Anstellung vor. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, durch Zusammenschluß mehrerer Anschlußgemeinden diese mit regelmäßigem systematischem Religionsunterricht zu' versorgen. Es soll ein entsprechender Lehrerbezirk gebildet werden. Gemeinden, welche daran beteiligt werden wollen, mögen entsprechenden Antrag bald an unseren Verband richten. preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden Amtlich. Am Sonntag, den 22. Juni 1930, tagte zu Berlin unter dem Vorsitz von Lanügerichksrat Dr. Lilienthal der Wohlfahrtsausschuß des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. In vielstündigen eingehenden Beratungen wurden die im Etat des Landesverbandes für Wohlsahrtszwecke eingesetzten Mittel verteilt. Mit Rücksicht darauf, daß die Endsumme in diesem Jahre gegenüber dem Äorjahre gekürzt werden mußte, konnten nur in Ausnahmefällen neue Verbände und Organisationen bedacht werden; lKtrüber hinaus mußte fogär eine Reduktion verschiedener lausender Subventionen eintrpken. Mehr als-je erschien daher äußerste Konzentration der Mittel geboten. E.e wurden grundsätzlich nur solchen Organisationen, Anstalten und Verbänden Unterstützungen gewährt, deren Wirkungskreis ein umfassender ist und über örtliche Interessen hinausgeht. Aus demselben Grunde' sollen die'Stipendien für hauswirtschaittiche Ausbildung in Zukunft auf solche Fälle beschränkt werden, in denen sich junge Mädchen zu Haushaltungslehrerinnen oder zur Tätigkeit in Heimen ufw. ausbilden wollen. — Von Einzelheiten dürft« noch vchi Interesse sein, daß allen Gemeinden die Anstellung hauptamtlichst Sozialbeamlinnen dringend empfohlen werden soll. Da- . bei wird darauf hingewiesen, daß -diese Anstellung, über deren Notwendigkeit kaum ein Zweifel bestehen dürfte, die Gemeinden auch finanziell nicht belastet, da die Ausgabe für das Gehalt der Beamtin durch Ersparnisse aus allen möglichen Gebieten wieder eingebracht werden dllrite. Bei verschiedenen Gelegenheiten befaßte sich der Ausschuß mit der Notwendigkeit einer einheitlichen Gestaltung.der jüdischen Wohlsahrtsarbeit. Es wurde in Aussicht genommen, in bestimmten Fällen, in denen es daran noch kehlt, im Zusammenwirken mit der Zentralwohlsahrtsstelle aui eine rationellere Gestaltung des heutigen Zustandes hinzuwirken. * * Amtlich. Am 30. November 1930 finden die Wahlen zum Derbandstage des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden statt. Der Verbandstag besteht aus Abgeordneten, welche von den Mitgliedern der zum Derbaitd gehörigen Gemeinden gewählt werden. Wahlberechtigt und wählbar sind alle volljährigen einer Verbandsgemeinü« angehörenüen Jtiden beiderlei Geschlechts, die mindestens ein Jahr vor Auslegung der Wählerlisten innerhalb einer Berbandsgemeinde ihren Wohnsitz gehabt haben. Änsgeschlosien vom Wahlrecht ist, wer entmündigt ist oder unter vorläufiger Dormundschast steht, und wer sich nicht im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte besindet. Die Abgeordneten werden in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Auf je 3000 Seelen entfällt ein Abgeordneter; insgesamt wird der künftige Verbandstag 130 bis 110 Ab- Sdnete zählen. Die Abgeordneten werden auf die Dauer von vier ren gewählt, die Wahlperiode läuft vom 1. Oktober bis zunt 30. September. Die Wahlordnung, aus der alles Nähere über die Bildung der Wahlbezirke und das Wahlversahrey zu ersehen ist, kann durch das Büro des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, Berlin- Eharlottenburg, Kantstraße 158, bezogen werden. In der Wahlordnung sind insbesondere auch die näheren Bestimmungen über die Einreichung von Wahlvorschlägen und Auslegung von Wählerlisten enthalten. Oie Not -er stu-ieren-en Jugenvoranlaßt zahlreiche jüdische Studenten und Studentinnen 4ut Durchführung ihres Studiums wahrend der dreimonatigen Sommerserien einen Erwerb za suchen, der sie in die Lage verseht, das Studium weiter zu führen. Die Art der Beschäftigung, vor allem auch in manuellen Berufen, ist gleichgültig. Wir bitten, um diesen jüdischen Werkstudenten Gelegenheit zu geben, während ihrer Ferien zu arbeiten, um Aufgabe geeigneter Arbeitsstellen. Wir bitten ferner die Gemeindemitgliedcr wegen Nachhilfe st un den uns zu befragen. Auf telephonischen Anruf hin (2v8S3) werden wir stets geeignete We kstudcnten und Studentinnen anweisen können. Arbeitsnachweis jüdischer Schweidniher Organisationen Schlesiens. Stadtgraben 28 pt.) zügige Notstandhilfe zu beschafi en Halhj PC Die Bibliothek der im 1. > (Januar Das Lesezimmer wurde lichen, insgesamt von 1755 2vlv Werke in 2öä3 Bünden Ausnahme der Feiertage war tagen und Sonntagen geöffnet 18—21 Ahr, Sonnabend Bonn! Vormittag von 9i/>—13*4 6 ynagogen-Gemeinde fahr 1930. Ami) n 1543 inännlichcn, 212 wcib- Lesern benutzt. Es wurden an 1238 Leser verliehen. Mit ie Bibliothek an allen Wochen- (Montag, Donnerstag von ttag von I I —13 Abr, Sonntag r). ' 11 > und am 17. September 1930 Frar Emma Stern geb. Augustastraß« 72. ' Den 75. t feburkslag . feiert am 28. August 1Ö30 Frau Re Biktoriastraße 31.; Die göltet e Hochzeit mann Hermann Schösser und j feierte am 3. August 1930 der KauP leine Ehefrau Fanny geb. Stein, Gutenbergstraße 19. Bibliothek -er SpnagoHen-Gemein-e Anger 8, geöffnet Montag bis Donnerstag. 1l—21 Uhr, Sonntag 9J4—13' ,3 N. .Die Wirtschaftsnot unter den Gemeindemitgliedern, die in der letzten Gemeindeveirtretung eingehend behandelt worden ist, hat das Wohlfahrtsamt zu einer Reihe von Hilfsmaßnahmen veranlaßt, über die Frau Ollcndorff berichtet hat. Zu diesem gehört,,wie in Ergänzung unseres Berichtes mitgeteilt wird, auch die Einsetzting eines Notstands- A u s s ch u sfe s aus sachverständigen Mitgliedern der Wirtschaft und des Sozialwesens, in deir die Versammlung aus Antrag noch Frau Dr. Pragcr-Badt hincingcwählt hat.' Dieser Ausschuß wird an alle Vereins, Organisationen, Logen und Privatpersonen herantreten, um die Mittel für eine groß- Den 80. Üieburtslag feiert am 21. August i 1930 Herr Max Kassel, Tclegraphenstraße 8, Schreyer, j i n a Schlesinger geb. Berliner, Uhr. Neuanschaffungen inx Juni und Juli 19 3 0. Jabotinsky, Vlad.: Feuilletons. Ostrau 1930. 4099 JiUKsches Lexikon, Band 1a. M^—R. Berlin 1930. (Lesezimmer.) 7532 Mendelssohn, Moses: Gesammelte Schriften. Band 7: Schriften zum abiläums-Ausgabe.) ' 7688^; Judentum. Berlin 1930.