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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-05-01 · 5 (5.1930) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
5 (5.1930)
Date
1930-05-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 5 Bteilauet Jüdische» Gemeindeblakt £ Auch die diesjährigen Brandenbur,gischen Meisterschaften brachten schöne Erfolge. Zwei Brjandenburgische Meister und ein Zweiter waren das Ergebnis für die Gruppe. Zu den diesjährigen deutschen Meisterschäften in Breslau vom 26. bis 29. Juni 1930 wird die Gruppe in drei Gewichtsklassen ihre Besten entsenden. Di^se Kämpfe sollen auch in Breslau bas Interesse für den Jiu- Jitsu wecken und der neugegründeten Jiu-Jitsu-Abteilung der Ortsgruppe Breslau des R^ j. F. zahlreiche Sportfreunde zuführen! W. Beck. Jüdische Persönlichkeiten in und aus Breslau b" Don Rabb.,J)r. Heppner, Gem.-Archivar. 1 (Fortsetzung.) Lassalle Ferdinand, der „Denker u. Kämpfer, der „Erwecker der Arbeiterklasse", geb. kl. 4. 1825 in Breslau als Sohn von Heymann .i. Rosalie Lassat geb. Heijseld, besuchte bis 1840 d. hiesige Magdal.- Äymnasium, dann d. Leipziger Handelsschule, kam 1841 nach Br. zurück, bereitete sich für d. Abiturientenexamen vor und stud. von 42—44 an der Brest. Universität Philosophie. 1 Schon damals kannte er d. Hegel dis in die dunkelsten Stellen auswendig, schlug im Kießlingschen Bierkeller sein wanderndes Kathedex auf, hielt bis tief in die Nacht hinein philos. Aorträge und schrieb für das Journal seiner Verbindung (Rac.zeks) philos. Artikel. Dann verließ L. seine Baterstadt, um nur noch hin u. wieder u. für kurze Zeit zum Besuche der Eltern, an welchen er init großer Liebe hing, hier zu verweilen, bis s. tragisches und vorzeitiges Ende ihn für immer in d. Heimat zurückbracht«. Am 28. 8. 1864 traf ihn in Genf d. Kugel f. Gegners, äm 31. erlag er der Verwundung, und am 15. 9. wurde er, wie ein Augenzeuge, Peter Nothjung, berichtete, im Beisein von wenigen Freunden und Verwandten, eines Polizei-Inspektors und etlicher Gendarmen auf dem Friedh. Lohestraß« „verscharrt". Seine große Begabung und Bedeutung wurde auch von leinen Gegnern und Feinden nicht geleugnet, und Männer, wie Heinr. Heine und Bismarck urteilten in wannen Worten über ihn. In deutschen Arbeiterkreisen aber sang man das Lied: „Zu Breslau «in Friedhof — Ein Toter im Grab — Dort schlummert der Eine — Der Schwerter uns gab." Ihm zu Ehren, ist der alte Karlsplatz in Breslau in „Lassalleplatz" umbenannt worden auch Frankfurt a. M. hat eine Lassallestraße. iHeppner im Bresl. Geip.-Bl. 1925, 3 und Müller a. a. Ö. S. 17.< Lazarus Dr. Leser, geb. 8. 4. 1822 in Filehne (Pos.), Bruder d. Philosophen Moritz iL war «in Schüler von R. Akiba u. Salon«. Eger-Posen, stud. in Berlin und promov. in Halle, war über 25 Jahre Rabb. in Prenzlau, von 1875—79 Direktor des Bresl. Rabb.-Sem. u. starb hier am 16. 4. 1879. Er hinterließ außer seiner Frau Minna oeb. Ehotzen (gest. 6. 4., 1914) drei Söhne: Eli L. in Berlin, Prof. Dr. med. Adolf L. in Eharlottenburg und Rabb. Dr. Arnold L. in Frks. a. M. und zwei T ichter: d. Witwe d. Rabb. Dr. Bärwold-Saatz und Frau Pros. Cohn-Breslau.. — 187^ erschien von ihm: „Zur Charakteristik d. talm. Ethik". .(Brann, Gesch. d. Sem. und'jüd. Vvlkszeit. Breslau vom 10. 4. 1914.) Leipziger Mora 'Solomon, geb. ufn 1770 in Glogau, st. in Breslau am 2. Kislew 1842; er ist der Stifter der nach ihm benannten „Beth-hamidrasch-Stist." Der berijchmte Malbim nennt ihn: npix F|-nn .-ik-psi ,-mra kScic 2-1 tcoi min -ip' ocnco Tr; vv: t— "!cm s. Gräbst. (Claassenstr.) hat die Nr. 1353». Leva Dr. Immanuel, San.-R., geb. in Breslau am 16. 7. 1820, im Alter von 18 Jahren d. hies. Ikniv., machte 1842 s. med. Doktor und setzte' in Paris s. Studien fort. -Mach seiner Rückkehr ließ er sich in Bresl. als prakt. Arzt^ nieder, war 13 Jahre auch im Dienste der p'np.häbilitierte sich an der Unw. und trat nach dem lode seines Vaters Sain. Jak. L. 1852 in d. Kuratorium d. Fränckelschen Stift, ein 'Hs zu seinem Tode (24.'>6. 1864). segensreich für dieselben a. O ). . Levh Dr. Israel, Pros., geb. in Hoheysalza (Pos») am 14. Tebeth 1840 als Hohn d. R. Nachuni L., besuchte -1864—69 d. Bresl. Rabb.- 1872—413 Doz. an der Bert. Hochschule und seit 83 am hiei. Er war ein bedeut. Talmudgelehrter urzd starb hier am (beerb. Eoser Feld 7). lieber die von L. oeri. Schristenr-vid. Brann, G4sch. d. Rabb.»Sem., S. 131; seine Frau war ein« Tochter des Krotoschiner Talmudgelehrten Bär Daniel, und seine. Schwiegersöhne: Rabb. Finkelscherer-München und Rabb. Knoller, Direkt, des Lehr.-Sem. in Hannover (Heppner-Herzb. 482).. (Fortsetzung folgt.) und wirkte «Brann, a. «em., war Rabb.-Sem 8. 9. 1917 teierten aist Paula Schb «eiert am ) Freiburger feiert am Wreschen; 16. eiber Goldene Hochzeit Mai 1930 AtexanderSchreibe.r mit Ehefrau geb. Landsberger. Wohnung: Atfenstraße 19. Den 80. Geburtstag feiert am ill. Juni 1930 Herr A r n 0 l d H 0 l I ä nde r , Brüderstraße 29.' früher in Sorau O.-Schl. Den 75. Geburtstag feierte r»st 5. Mai Herr Buchdruckereibefitzer Max B e r m a n n. Gräbfchene: Straße 19/21; am 6. Mai verw. Frau Justizrat Fanny Brieger geb. Ämberg, Reuschestraße 2. ' * \ Den 75. Geburtstag * . Juni 1930 die Lehrerin i. R. Fräulein Amalie P e i s e r, Straße 19. Den 75. Geburtstag. 1. Juni Herr Isaak K a d >1 ch,. Holleistrahe 1, früher in ain 16. _3um Herr Bernhard. Cohn, Antonienstrahe 6 fc-G.. BRESLAU, BING 25 jMMN ORIG.W€CKAPPARATE EISSCHRÄNKE Zur Seelenfeier um Scliowuuus senden $ie uns Ihre Spende auf Postscheck-Konto 70021 (hewrass „Gmiluss Chessed." Krankenunterstfltiungs- und Minjanverein e. V. Breslau Auf Wunsch Abholung durch Boten » Telefon: 57090 .Einmal bin, einmal her. So ein Reigen ist nicht schwer,' Nestlemehl tut Kindern gut. Denn es macht gar frohen Mut. Nestle’s Kindermehl seit Jahrzehnten geschaht, ist eine vollwertige Nahrung für Ihr Kind und ein wirksames Vorbeugungsmittel gegen die englische Krankheit. Verlangen Sie bitte Probedoee und Broschüre „Ratschläge eines Arztes" kostenlos durch die Deutsche A. G. (Qr NESTLE-Erzeugnisse, Berlin W 57, Reg. 3 1 - 78 33

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