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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-03-01 · 3 (3.1930) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
3 (3.1930)
Date
1930-03-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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50 Nr. 5 Breslauer IHdIjche « Qeme taheblaf t . —r~ 1! '> Denkt an bU „Peah"! Weder einmäl möchte ich unseren Glaubensgenossen in Erinnerung bringen, daß sie au» ihren Haushaltungen alles Entbehrlich« hetgeben, da» die Peah nutzbringend verwerten kann. Selbst di« unmodernsten Kleidungsstücke perhelfen den Näherinnen durch Umarbeitung zur Arbeit, den Bedürfttgen zu Kleidung, die sie sich neu jetzt nicht anschafsen können und die der besseren Stoff« wegen haltbarer im Gebrauch sinh. Die Nachfrage in dieser schweren Zeit ist so groß, daß sie mit den derzeitigen Eingängen nicht Schritt hält. Darum die erneute Bitte: Spendet all«. Entbehrliche an Kleidung, Wäsche. Schuhen. , Möbel. Hausrat ufw. und tragt dadurch ohne Geldspenden zur Linderung der schweren Not bei, die durch die große Arbeitsnot herrsch. [ Auch Holzbestellungen sind dringend erwünscht, um Arbeitswillig« beschäftigen zu, können. 1 j. Bestellungen durch Karte oder Telephon (261 46) an das Büro der Peah. Sttiegauer Sttah« 3. Frau Else Wohlaper. Irauengruppe des Zentral-Verb'andes jüdischer Handwerker, Ortsgruppe Breslau. Am Donne^tag, den 28. Januar 1930, fand bei Hirschlik, Reuscheskraß«, die ordentlich« Generalversammlung statt. Die erst« Vorsitzende, Frl. Gattel. begrüßte di« Anwesenden und'dankte für ihr Erscheinen. Die Schriftführerin gab in kurzen Wdrten einen Ueberblick über die gesamte Tätigkeit der Frauengrupp«. Auf dem Gebiete der Wohlfahrt 'ist auch in diesem Jahr« eine eifrige Tätigkeit entfaltet worden. Anläßlich der hohen Feiertag«. Neujahr und Passah, wurden an bedürftige jüdische Familien Beihilfen in Geld gegeben. . In der Kleiderablage bei Frau Sander, Westendstraße 12, s finden oftmals Bedürftige das Notwendigste für sich und ihre Kinder. Es kann nur immer wieder um reichliche Sendung abgelegter Sachen jebetcn werden. ■ Die Aufstellung der Sammelbüchsen für das jüdische Waisenhaus zeitigte einen nennenswerten Erfolg. Es konnten Bettwäschi, Kleider und Schuhe angeschafft werden. Im Sommer wurde ein Ausflug für die Waisenkinder veranstaltet, der den Kindern große Freude bereitet^. Die Lehrlingsgruppe, für die wir ja immer gern arbeiten, macht« jeljr gute Fortschritte. Die diesjährige Chanukkahfeier legt hiervon beredtes Zeugnis ab. Der Kassiererin wurde nach dem Kassenbericht Entlastung erteilt. i In der daraus stattsindenden Wahl wurde der gesamte Borstand wiedergewählt. Anschließend an di« Generalversammlung rezitierte Frau Thekla Eisner ernste und hestere Gedichte und Geschichten und unterhielt die Bersammlüng aus» angenehmste. Israelitische» Mädchenheim. Am 29. Dezember 1929 wurde im Israelitischen Mädchenheim. Sräbschener Straße 61/65, eine Chanukkahfeier veranstaltet. Am Borabend der eigentlichen Feier fand in Gegenwart einiger Mitglieder des Vorstandes die Bescherung der jungen Heiminsassinnen statt. Es waren wunderschöne, geschmackvolle und praktische Dinge, die dem Kuratorium ded Heims von güttgen Spendern für diesen Zweck zur Verfügung gestellt worden waren. Trotz der Not der Heit ist die Freude am Geben und Schenken die gleich große geblieben w>« in den vergangenen Jahren, und es ist bedauerlich, daß ttotz der neuen Räume der Platz so begrenzt war, daß nicht älle Spender geladen werden konnten, um sich selbst an der Fxeude und Glückseligkeit der jungen Mädchen zu erfreuen. 1 Herr Rabbiner Dr. Simonsohn zündete die Lichte und erläuterte Sinn und Zweck des Chanukkahfestes, Herr Oberkantor Borin sang zwei Lieder, die Herr Organist Schäffer am Klavier begleitete. Während der darauf folgenden Teetasel erfreuten die Mädels durch gänz besrmders nette Darbietungen. Das von Frau Zadik verfaßte Stück berichtete den Zuhörern in humorvollen, lustigen Versen vom Leben und Treiben der Mädchen im Heim. Die dem Institut anvertrauten jungen Mädchen genießen, was ja das Wesentllche ist, die Vorzüge eines Heimes, verbunden mit sorgfältigster Erziehung und gründlicher beruflicher Ausbildung. Die Nachfrage um Aufnahme in das Mädchenheim ist eine so große, dqß man sich entschließen mußte, auch die Wohnung Im Erdgeschoß hinzuzunehmen. Die Lasten sind dadurch noch größere geworden, und die D fserenz, für sich zwischen Einnahmen und Ausgaben ergibt, muh durch O >ferwilligkeit"unserer Gemeindemitglieder aufgebracht werden. An sie ergeht wieder und immer wieder die dringende Bitte, in Freud und Leid des Heime» durch Grldspenden zu gedenken. Alle unsere Fonds sind erschöpft und nur durch regelmäßige Mitgliedsbeiträge können unsere FeTne 1 Gardinen Stores UsrtK * Bettdecken hauten SfeDesserundblllloerbelmHersteller Automobil-Verleihung zu Beerdigungen, Hochzeiten und anderen Gelegenheiten zu günstigsten Preisen. 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