Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 7 (1930)
- Issue
- 3 (3.1930)
- Date
- 1930-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 Brolantt Jüdisch«» ©etnclnbeblaff 41 m zahli nur genannt: Einmal hunderttausend Taler: Berlin bei Nacht: Der gebildete Hausknecht: Berlin, wie es weint und lacht. Sein „Müller und Schulze", .^karlchen Miestnick" u. a. Figuren leben im Berliner Volksmund fort. Auch seine Tochter Anna (in erster Eh« mit Paul Lindau oerh.), war liter. tätig (I. L. und W.). Karfunkel Aron (ho-kohen), geb. in Kalisch, war Rabb. in Nachod und seit 1800! Ob.-L.-Rabb. in Breslau und starb hier 15°. Trbeth 1816. Er ist Vf. d. rrS-mr und seine Ruhestätte defindet sich auf Friedhof Elaassenstrah« 2824 (Heppner im Brest. Gem.- Blatt 1928, S. 152). j j Aayser Max, wurde als 16jähr. Breslauer Handlungsgehilfe mit den Lehren des Sogialipmus bekannt gemacht und später einer seiner idealsten Vertreter. Obgleich er Breslau bald verliest, blieb er doch in engster Fühlung mit seinen hiesigen Gesinnungsgenossen, weilt« oft und gern ln Breslau und hat im Reichstag« besondere Breslauer Angelegen^ heilen zur Sprache ,gebracht. Oeffentlich trat er hier zum ersten Male im August 1874 aus, 1880 redigierte er den „Schief. Erzähler", und 1887 war er Reichstagskandidat der Breslauer Sozialdemokraten. Auf Grund de« Sozialistengesetzes wurde er aus Dresden, wo er Weib und Kind und später auch aus Breslau, wo er sein« Mutter und seinen Bruder hatte,- und aus verschiedenen Orten ausgewiesen, so dost »r keine feste Wohnung mehr nahm, von Ort zu Ort reiste und im Eisenbahnwagen übernachtet«. Auch den Schwerkrankrn und Sterbenden versdlgt« man noch; nachdem ein« sehr schwere Kehlkopsoperation an ihm vorgenommen worden war und er zu seinen Verwandten nach Breslau wollt«, um in den Armen seiner. Mutter zu sterben, war die Erlaubnis hierzu nur schwer'zu erlangen, und bei der Fahrt hierher wurden besonder« Ueberwachungomastnahmen ergriffen. In Breslau starb er am 29. 3. 1888; Taufende von Breslauer Arbeitern geleiteten seine Leiche nach dem Fried- Hof Lohestraste, wo er in der Nähe von Lasialle beigesetzt wurde. — Ein Bruder von K. ist der hochbetagte Breslauer Facharzt San.-Rat Dr. Rich. Kayser (Müller,45 Führer aus d. Ans. d. Brest. Sozialdemokrat. S. 67). (Fortsetzung folgt.) 'hat aus Herabmen zu rundsatz at nicht preußkscher Lan-esverbünö jü-ischer Gemeinden Amtlich. Im Preustischen Landesverband jüdischer Gemeinden hat di« Ratssitzung, weiche zur Erledigung derin der Novembersttzung vertagten Gegenstände notwendig geworden ist. am 9. Februar 1930 uMer dem Vorsitz de» Präsidenten, Kammergerichtsrat Leo Wolfs, stattgefunden. Sie beschäftigt« sich im wesentlichen mit den Verfassungsänderungen, welche von der Derbandstagung des Jahres 1929 angeregt und alsdann oon dem Rechtsausschust der Landesverbandes durchberaten worden sind. Oer Gedanke war dabei der, dast, nachdem die oon der Verfassung eingesetzten Brrwaltunskörper de» Landesverbandes beinahe fünf Jahre gearbeitet hoben, und somit die Schwierigkeiten der Einrichtung und Inganghaltung des Apparates überwunden sind, die Vereinfachung der verwaltungsarbeit und damit die Vermeidung jeder Ueberorganisation^ erreicht werden soll, wag zugleich mit einer in der heuttgen Zeit besonders zu begrüßenden Herabsetzung der Verwaltungskosten verbunden sein wird. Man ging dabei freilich davon aus, dast unterdem Bestreben einfachung der Charakter des Landesverbandes als der selb! "Vertretung aller preustischen Juden sticht leiden dürfe, uni diesem Grunde geglaubt, die von mehreren Seiten befürworte setzung der Zahl der Abgeordneten zum Verbandstag nicht vor sollen. Ferner erschien es zweckmäßig, den hauptsächlichsten der bisherigen Verfassung insofern beizubehalten, als dem bloß, wie vorgeschlagen worden ist, die Exekutive belassen werden soll, wodurch er zu einem bloßen, die Verwaltung führenden Ausschuß des Verbandstages werden würde. Vielmehr soll neben dem letzteren der Rat nach wie vor als gesetzgebendes Organ bleiben, so daß ein Derbandsbefchluß erst durch übereinstimmenden Willensakt des Notes und des Verbandstages zustandekommt. Wie auf dieser Grundlage di« Dersossungsbestimmungen über den Rat, insbesondere seine Zusammensetzung, abzuändern sein werden, darüber soll zunächst ein achtgliedriger Ausschust beraten, der bis zur Derbandstagung Bericht erstatten soll. Diese ist bekanntlich auf den 3 0. März.1930 einberusen worden. Die Sitzung beschäftigte sich im übrigen mit der Feststellung der" Aenderungen, welche für di« End« dieses Jahre» vorzunehmend«! i Wahlen die bisherigen für den Rot und den Lerdandstag geltend« n Wahlordnungen zu erfahren haben werden, sowie mit einigen den Lande»- verband vorliegenden Gesu«hen um Zuwendung von Subvrntilnen. S» wurde ferner über den Stand der Verhandlungen mit dem M nisterium wegen der Genehmigung der Verfassung des Landesverbandes und wegen de» Gesetzentwurfs zur Regelung der Verhältnisse der Juden in Preusten eingehend Bericht erstattet. - Endlich fand noch ein« Beratung über die beantragte Unterstützung de» Lehrerseminars in Köln statt, welchem im laufenden Etatsja! »re Mittel niiht gewährt werden konnten. Die Meinung der Mehrheit ging dahin, dast sorgfältig zu prüfen sein wird, ob im kommenden Etatsjahre di« Möglichkeit der Unterstützung des Kölner Lehrerseminar» gegeben sein wird. Den 75.-Geburtstag feierte am 22. März 1930 Herr Josef Wohs, Agnesstrast^ 8. Den 75. «tzebnrt»lagseiert am 12. April 1930 Herr Gustav Blumenthal. Freiburger Stroh« 38. [ Den 70. Geburtstag feiert am 1. April 1930 der Städtische BoUsbücherei-Direkfor Dr. Berthold Kronthal, Elsafserftraste 24, seit 1912! .»-Ausschusses. L R. _v__. . . .. . seit 1912! ununter brachen Mitglied unseres Bibliothek» (ven 60. Gebu a.x G i n s, Garte «-iijju-v , v». -——Jng, Vorsitzender L- . ausschufses dieser Körperschaft und Mitglied des Finanzausschusses Schulausschufses und des Kultusausschusies II. | feierte am 26. März 1930 Handelsricht seit 1920 Mitglied, der Gemeindeve «rtzstag htMMc eAuni Rnalied 49, (Etats-- des Bi Baftomlimcf vom l $. Mal za TtrmletZn. Dame brro-zujt MoHtetr. 32, >, red*. Lang), erfahr. ML Hausverwalter m. best. Kmpfehl., abfreb. Bocbb., aoobC noch Holge Verwaltungen.- Obemehm. Gefl. Offert. «. B. -400. vwcK Sonderabt<?//ung OuiujQh/mctbeu^hrttr^ bekannter Gut* Zahlungser/eichterungen RerztthrUcti K>G. BRESLAU 1 . 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