Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 7 (1930)
- Issue
- 2 (2.1930)
- Date
- 1930-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2 Breslauer Jüdisches Gemeindeblall Lg Neuerung?" Ein Teeabenl im gleichen Raum beschloß die von Ansang bis zu Ende gelungene Veranstaltung. Die Gäste nahmen von Breslau schöne Eindrücke und, vom Festgottesdienst in unserer Reue» Synagoge eine weihevolle Empfindung mit. Jüdisch-liberaler Jugendverein „Abraham Geiger". Breslau (3(i). Ein kurzer Ueberblick ü!>er 2'A Monate unserer Tätigkeit mag zeigen, welche Fülle von Anregüng und Arbeit der Ist seinen Mitgliedern zu bieten weiß. Die Winteraibeit wurdelam 25. September durch eine Veranstaltung in den Räumen von-Frau Paula Ollendorsf eröffnet. Im Mittelpunkt dieses Abends stand ein überaus interessanter Bortrag von -Herrn Gemeinderabbiner Dr. Vogelstein über „Was gibt das liberale Judentum unserer Jugend?" Besonders hervorgchoben zu werden per. dienen die Vorträge von Herrn I. Wolssohn über „Die Verbindung von Religion und Politik im Judentum", von Herrn Religionslehrer W. Davidsohn über „Religion und Wirtschast", von Max Gundersheim Jli-Franksurt)-Berlin über „Tie Ausgaben der jüdisch-liberalen Jugend in der Gegenwart" und von Franz Meidner aber „Der Friedensgedanke in den Weltreligionen". Nei artig war ein „Aktuelle Zeitungsschau" benanntes Dreigespräch. In regelmäßigem Abstand findet ein Aussprache Zyklus über „Di? augenblickliche Situation des deutschen Judentums" statt. Jeder dieser Abende wird durch ein Referat eingeleitet. Bisher sprachen W. Berliner über „Dse Jewish Agency", E. Vulkan über „Der Abwehrkamps" und A. Fabian über „Unsere Stellung zur christlichen Religion". Außer einer, Führung durch die beiden Gemeindesynagogen und ihre Einrichtungen^ seien die Sukkausseier und eine gesellig aus« gestaltete Simchas - Thorafeiei erwähnt. Ferner nennen wir dis Veranstaltung eines gemeinsamen. Freitagabendessens, den großen Vorträge von Herrn Referendar Stellung der Religionsgcsellschastcn Echanukkah - Ball Martin Brasch sowie über die „Die in der Weimarer Reichsversa sung" und von Martin Schreiber über „Feiertage". Nicht minder un sangreich ist die in ähnlicher Weise verlaufend« Arbeit unserer Jünger en-Gruppe. Ju chen Berichtsmonaten hat sich uns eine ganze Anzahl jugger Menschen angeschlossen. Wir hossen, Freund« zu gewinnen. Der Jüdisch-liberale 'Juggndverein will die Jugend herausheben aus dem materialistischen Streben des Alltagck-und ihr neben der Beruss» arbeit in ernstem Besinnen dei^Blick weiten/helfen für das Große und Wertvolle im Leben. Er leh rt entschieden ^.Bestrebungen ab, die das religiösen Gemeinschaft durch hineintragen zu etwas anderem stempeln wollen, r religiösen Gemeinschaft des Judentums Verwirklichung zu Helsen. — _ _.... um Einladung in unseren Kreis bitten wir zu richten an stud. jur. Ejcich Vulkan, Moritzstr. 15, und sind. jur. Alfred Fabian, Moritzstr. 35. Judentum aus einer nationalistischer Gedankengänge Unsere Ausgabe ist es, d, zu dienen und ihren Ideen zu Anfragen oder Ersuchen Der Hilfsverein der Deutschen Juden, Berlin W. 35, Steglitzer Straße 12, der es sich u. a. zum Ziel gesetzt hat, an der kulturellert Hebung der Jude» im Osten mitzuarbeiten, hat sein besonderes Interesse den Studierenden zugewandt, denen die Wege zu ihrer Fortbildung sä gut wie verschlossen waren. Nach dem Kriege befanden sich in Deutschland mehrere tausend jüdische Studenten zum größten Teil in bitterer Not, die sich umsomehr steigerte, als die Möglichkeiten, von den Angehörigen unterstützt zu werden.. infolge der politischen Wirren und'wirtschaftlichen. Zerrüttung in Oft europa immer mehr schwanden. : Dr. Paul Nathan, einer der Milbegrün.der und Führer des hiljs Vereins, regte im Sommer 192-1 beim hilssverein eine hilssaktion.au und setzte sich mit größter Hingebung für die Durchführung derselben ein. Der Hilfsverein übernahm die Leitung der Aktion: er interessierte die Jewish Colonization Association und das American Joint Distribution Eommittee für dieses-kulturelle außerordentlich bedeutungsvolle Hilfswerk." Von diesen zwei Organisationen, sowie von Gemeinden und Prioai Personen sind im Lause der letzten Jahre dem Hilfsverein für das Sludentenhilfswerk beträchtliche Summen zur Verfügung gestellt worden. Die dem hilssverein überwiesenen Gelder wurden , dem Verband der Jüdischen Stuhentenoereine in Deutschland zugesührt, der den hilssverein von Semester zu Semester über die Höhe der jeweils erforderlichen Summen für Prüsungs- und Etudiengebühren sowie für Stipendien,informierte. Der hilssverein bewilligte dem Studentenverband aus eigenen Fonds nicht unbeträchtliche Mittel und unterstützte noch gesondert eine Anzahl von Hörern. Im Ganzen sind für diese Aktion von Mitte 1921 bis Ende 1929 rund 177 000 Mark vom hilssverein aufgebracht und verausgabt worden. Mit diesen Sumrnen konnte.der hilssverein einer sehr großen Zahl von jüdischen Studenten den Abschluß ihres Studnuns an deutschen Lehranstalten ermöglichen: insbesondere auch solchen jüdischen 'Akademikern, die infolge der Numerus clausus-Bewegung in Ungarn, Polen und Rumänien deutsche Hochschulen aufzusuchen, genötigt waren. Die Aktion wird fortgesetzt. Dom Sommersemester 1924 bis zum Sommersemester 1929 wurden >171 Studenten unterstützt. 814 Studenten haben ihr Studium beendigt, hiervon studierten Technische Wissenschaften 322, Medizin 229, Naturwissenschaften 105, Philosophische Wissenschaften- 82, Landwirtschaft 31. handelswissenschast 28, Rechtswissenschaft 12, Musikwissenschaft 5. Den Absolventen mußten Mittel zur Heimreise— etwa 57H der Gesamtzahl der Absolventen kehrten nach ihren Heimatländern zurück •— zur Verfügung gestellt werden. Der hilssverein' trüg zu den Kosten aus seinem Emigrationsbudget vielfach bei. Ein Teil verblieb in Deutschland, andere begaben sich nach Frankreich, Palästina und überseeischen Ländern, wobei wiederum der hilssverein dank seinen weit verzweigten Der bindungen mit jüdischen Organisationen und Institutionen in diesen Ländern die nötigen Informationen einholen konnte. " Steuerberatung » Bilanzen Buchführung aller Systeme Grundstücksverwi iltungen Bücherrevisor Erich P>gerselski Breslau 2, Tauenhfcflslrate 28, Fernruf 55705 Sie essen gut [rituell u. preiswert Frühstück, Mittag* undAbendbrot Soharff-Salinger r KarlstraB« 16, T«f. 27422 Kein Trinkzwang, Lieferung auf Wunsch frei ins Haus, kpin Trinkgeld Barmizwah - Geschenke Verlobung8-Gescljenke Hochzeits - Geschenke Arnhold RosenUial Uhren — Brillanten — S^berwaren BRESLAU; Neue Schweidnitzers|raße 5 Leichte Unterziehjfickchen (Blusen-Schoner) weiche, reine Wolle einfarbig und gestreift RH 3.85, 5.85. 3.40, io.eo ^IDdlbraLferv Drerkau, nur Aoingerpkaß 1 Schweidnitzer Stadtgraben 22, Ecke Taschenstir. 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