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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-02-01 · 2 (2.1930) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
2 (2.1930)
Date
1930-02-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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26 =f= Breslauer Iüdischies Gemeindeblall Nr. 2 Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen Schlesiens, Breslau II, Schweidnitzer Stadtgraben 2H. Telephon: 208 63. Postscheckkonto^ Breslau 263 09. . Unsere Büroräume befinden sich nunmehr endgültig in den Räumer, des Jugendheims, Schweidnitzer Stadtgraben 28. parterre. -Die -:prcch stunden sind nach wie vor folgende: i ü r d i e m ii n n l i ch e A b te i l u n g Montag bis Freitag 3—5 Uhr, iür die weibliche Abteilung Montag bis Freitag 10 12 Uhr, ■ii: d i e Lehrstellenvermittlung und B o r u j s b e r a t u n g Montag bis 'Freitag 10—12 Uhr,! sowie Sonntag 10—11 Uhr. ' Alle Litern zur Schulentlassung kominenden Lehrlinge und Lehrniaochen wollen sich unverzüglich zwecks Berufsberatung und Lehrstellen . erinitllung an uns wenden; nur so kann für rechtzeitige Unterbringung m geeignete Lehrstellen Sorge getragen werden. -! Die außerordentliche Arbeitslosigkeit der' Wintermonate macht sich > ■. -. uns in eStur besonders starken Frequenz bemerkbar. Täglich melden >ich neue Erwerbslose, die dem allgemeinen Abbau zum Opfer fallen.! Jn'olgedessen' stehen uns zur Zeit in besonderem Maße geeignet« Be; cverber für frei werdende Stellen zur Verfügung, und zwar Büro! Betriebs- und gehobeneres Hauspersonal. Auch für Lehrlinge, die in j .im Sabbath geschlossen« Betriebe untergebracht werden müssen, suchen wir dringend geeignete Lehrstellen. Wir bitten, wie stets, alle jüdischen > Arbeitgeber, uns Vakanzen aus dem eigenen Betrieb, wie auch von be! 'reundeten Firmen telephonisch unter 268 63 auszugeben. Gleichzeitig stellen wir aus telephonischen Anruf unsere Schreib-! it ube für Schreibarbeiten jeder Art zu Normalpreisen zur Verfügung. Das Jüdische Wohlfahrtsamt hat einen Kursus im Weißnähen ein gerichtet. Interessenten dafür wollen sich in dem Büro des Arbeitsnach? vifes, Schweidnitzer Stadtgraben 28, annielde». Di« „Vereinigung für das liberale Judentum" lueil in Breslau ain 1. und 2. Februar 1920 ihre Hauptversammlung ab. : Lin Vorspiel zu dieser Veranstaltung bildete ein schon am Donnerstag, j . den 30. Janüar abgehaltcner Tee-Nachmittag im großen Saal der „Bier Jahreszeiten". In diesem sprach Miß Li ly Montagen, London.' über ,Meligiöse Ausgaben der jüdischen Frau". Eine' .ihlreiche Zuhörerschaft folgte mit sichtlichem Interesse den interessanten ' Ausführungen der Rednerin. Der eigentliche Anfang des Delegierten . tages war der Festgoitesdienst in der Neuen Synagoge am Sonnabend, den 1. Februar, der eine wahkhast feierliche Stimmung herftellte. Ge ineinderabbiner Dr. Vogelstein hatte das Thema für seine Predigt dem Wochenabschnitt cntnominen und der Bedeutung des Tages angepaßt In die Liturgie waren deutsche Gesänge des Synagogenchors (Psalmen» eingesügt: außerdem wurde die Musiaphkcdusche in der deutschen Fassung! “ I und der Lewanodwskyschen Melodie gesungen. — Am Nachmittag,! "57-4 Uhr, begann nach einer kurzen Vorstandssitzung die Delegierten-! sitzung im großen Saal der Spinozaloge. Ra. Heinrich Stern, ' Berlin, der 1. Vorsitzende der Vereinigung, begrüßte die Erschienenen,; besonders die aus England gekommenen Freunde Rabbi Dr. M a t t u e k! und M i ß Lily Montag u aus London. Er sprach dann von den schon erreichten und »och zu erreichenden Zielen des Liberalismus und von den verschiedenen Gruppen, die aber nur verschiedene Wege be deuteten. Der Liberalismus sei grundsätzlich für die Einheitsgemeinde, müsse aber darauf halten, daß er in dieser zu seinem Rechte komme. Es folgte dann der Bericht des Generalsekretärs George G ö tz, Berlin, uni» die Verlesung verschiedener Anttäge. Eine lebhafte Diskussion, die erst am Sonntagnachmittag fortgesetzt werden konnte, hielt die Teil »ehmer init einer kurzen Jmbißpäuse bis Mitternacht zusammen. Dann erst konnten die „I l i s" (jüdisch-liberalen Jugendvereine) mit ihrer itzung beginne», die bis gegen 3 Uhr morgens währte. - Am Sonntag, den 2. Februar, begann im gleichen stark überfüllten Saale die öfseistliche Hauptversammlung, die gleichfalls von Rä. Heinrich Stern geleitet wurde. Der Versammlungsleiter begrüßte die Gäste und die Vertreter der verschiedenen Gemeindekörperschasten usw., besonders auch den Vertreter der Ortsgruppe D a n z i g, Herrn Rabbiner Dr. G r ü n. Ra. Stern gedachte dann auch der durch den Tod entrissenen Mil glieder des Hauptvorstandes, des unvergeßlichen Justizrat Bern h. Breslauer, Berlin, und des Leiters der libcr. Jugendbewegung, Ludwig Lewin, Berlin. Dann überreichte er Herrn Gemeinde rabbiner Dr. Vogel stein die dessen. Ernennung zum Ehrenmitglied enthaltende Urkunde. Nach de» Begrüßungsansprachen der Herren Geheimrat Goldfeld, Dr. Vogel st ein, Erich Bayer, Dr. Ernst F r ä n k e l, Breslau, Dr. H o f s m a n n, Frankfurt a. M.. Dr. Grün, Danzig, nahm Rabbiner Dr. Cäsar S e l i g in a n n, Frankfurt a. M., das Wort zu seinem Vortrage „Das Judentum als W e l t r e l i g i o n". Aufs stärkste begeistert und gefesselt lauschten die Zuhörer dem Redner, der niit tief innerlicher Empfindung und vollendeter Schönheit des Ausdrucks und der Rede sprach. Es folgt« noch eine sehr interessante Aussprache über das Thema, die bis zum Schluß der Versammlung 154 Uhr nachmittags währte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde die unterbrochene Diskussion des Vortages fortgesetzt und gegen 6 Uhr nachmittags die Versammlung geschlossen. — Abends. 8% Uhr, fand ein« große öffentliche Kundgebung, zu der alle Gemeinde Mitglieder geladen waren, im großen Saale der Börse statt. Auch diese Versammluncs war so übersüllt, daß die eigentlich nicht dem Publikum zu gänglichen Galerien geöffnet werden mußten. Die Veranstaltung wurde eröffnet und geleitet von Herrn Phil. Lachs, Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Breslau. Es sprachen Miß LilyMontaguundRabbi Dr. Mattu ck, London. Rabbiner Dr. Lazarus, Frankfurt a. M. lein Breslauer Kind), hielt einen fesselnden, die Zuhörer begeisternde» Vortrag über das Thema „U ntergang oder Er- Jocksche höhere Lehr-u. Uorbereltan$sanstalt 1 Breslau V( OartenstraBe 25, II. Fernsprecher 24fll. Spr*chstun4en II—li Ufar. Die Anstalt umfaßt sämtliche Klassen der öffentlichen höheren Lehranstalten bis Oberprima aller Schulgattungen, auch für Damen. Erste Erfolge bei staatlichen Schulprüfungen emschl. Abitur. Auf Wunsch auch Teilnahme an einzelnen Fichem. Für Ausvirtige Pension, evtl, rituell. Beginn des Sommersemesters 1* April ' KATALOGE KALENDER PLAKATE REKLAME-ARTIKEL sowie sämtliche Drucksachen für jeden Bedarf TH. SCHATZKY A-G, BRESLAU V Neue Graupenstraße 1 Fernruf: 24468 u. 24469 Wilh. Ermler Brealaufs modernat eingerichtete Damen- und Herren- Frisier-Salon S2£Z gibt jetzt Abonnemente-Karten zu 10 Bedienungen aus . 15V. 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