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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1929-04-01 · 4 (4.1929) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
6 (1929)
Issue
4 (4.1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M" T~« /. i / Ä'jsy:' 'A^/i ) ^Breslauer Amtliches Blatt der Synagogengemetnde ji ng: Derwaltungsbtrekior Dr. N«ck»nltz, Breslau, Wallstratze 9 I Druck und Anzekgrn-Annahme Druckerei Schckstlftitung: DerwaltungadlreNor 0r. Neitznitz, Breslau, Wallstratze 9 I Druck und Anzekgrn-Annahme. Dru> Verlag: Büro der Sgnagogengemeinde. Breslau. Wallstr.y / Tel. 21611/12 I Breslau 3, Neue Sroupenfiraßel Nr; 3ln|ilgntntl: St* 6 gefp. SMMmetrr-Srtlr öfter (cm Ttaum 16 vis. — 3Ki laufen6m StuMftgtu ufua wir Th. Schotzkg AMengeselkschast, 7 r Fernsprecher 24468 u, 24469 . TtaftaH. niimuttnmmmiiammiitmiuaaaMi i Breslau Für die unter dem Namen des Verfassers erscheinenden Artikel und die Dereinsnachrichten übernehmen wir nm die prrssrgesetzüche Derantwortung 6. Äohrg. April 1929 Nr Zur Jahrhundertfeier -er Storchstinagoge am 23. Apr l (20. Nissan) 1929 Don Ra bdiner Dr. h c p p n d t. Auf geschichtlichem Boden, dort, wir das Gotteshaus des reichsten und angesehensten Mannes der Breslauer Judenschaft, des Münzlieferanten! Philipp Lazarus Hirsche! einst stand, wo dieser bei der Explosion des Pulverturmes am 21. Juni 1749 sein Leben verlor, in dem Hause, in welchem der Landrabbiner Joseph Jonas Fraenckel, der Großvater des Breslauer Philanthropen, g<-! lebt und gelehrt hat uns wo heute die Synagoge „zum 1 Tempel" steh, wurde von dem damcligen Besitzer des Harses, dem Bau-Assister ten Johann Gottlieb Ei", für die i. I. 1780 gegründete „Gesellscha tj. der Brüder" ein Gotte« - haus erbaut, für 20 Jahre vermietet und atu! Sonntag, dem 23. 0!> tobet 1796 (HoschanP rabbah) feierlichst eirgeweiht. Aber unar - gemessene Mietserhölung und die ständige Zunahme der Besucher dieser Synagoge erweck len schon im Jahre 181l7; den Wunsch nach einejr größeren und würdigörenAndachtsstätte?) Und von seiten der Regierung wurde dieses Verlang! n mit Eifer und Nachdruck unterstützt; aber aus einem ganjl anderen Grunde. Hatte man doch hier das Bestreben,!»ie kleinen Synagogen einzuschränken oder ganz zu schließen! Und so erging am IO. August 1819 ein Schreiben des Jynenministeriums an die Breslauer Regierung und von t tiefer an die Aeltesten der Gemeinde, daß „nach der ausdrüclichen Anordnung des Königs Majestät besondere Bethäuser und Privat-Synagogem der Juden nicht statt finden sollen und, um die in dortiger Stadt befindlichen Bethäuser eingehen zu lassen, die Allerhöchste Erlaubniß ertheilt ist, daß sich die Judenschaft daselbst eine große, zum allgemeinen Gottesdienst geräumige Synagoge erbauen kann. Die König!. Regierung hat daher die Judenschaft anzuhalten, die Syncgoge in einem verhältnißmäßig sestzusetzonden Termine aufzubauen, damit dann die Beihäuser eingehen können." A ier so schnell, wie dies von oben gewünscht wurde, könnt« sich die Gemeinde nicht entschließen; denn hie Zeiten waren! chlecht, der Bau einer großen Synagoge war «iine sehr kostspie! ige Sache, und außerdem befürchtete man, daß die Regierung Kultus wünschen oder gar überlieferten zuwiderläust. für das neue Gotteshaus ei rem vorschreibe« werde, der dem Oanz besonders äußerten altsich Alt« Synagoge (Storchsyiiogoge), Wallstrchc 7 dagegen Abraham Moses Hirsch»! und Hirsche! Lobe! Köb ucr, die beiden Vorsteher der Glogruer-Schul, da diese erst vor kurzem nnt eiyem Aufwand! von 860 Talern auf eigene Kosten erbaut worden war, der Kontrakt mit der Bes tzerin des Hausesjnoch IO Jahre laufe! und sie es; daher nicht zugcben ‘ können, d.astdie „Sdutl"' nun eingehe. Aber die Regierung ließ nicht locker und drängte »weiter; es wurde unter l ein 18. April 182O den Vorstehern uns» Aelte ten der Juden - Gemei »de einfach mitgeteilt, „o jue weiteren Verzug einen den Allerhöchsten öestimmungengenügen )en Beschlust zu fassen und dafür zu sorgen, »aß der Bau binnen . sp> bestens 2 Jahren vollendet ist, indem nach L erlauf dieser )rist die r och bestehenden^ BetstüOen. Hierselbst unselstbar ohne weiteres geschlossen ««erden." Man verhändelt6jß>a>ier, um zum Ankauf fines geeigneten Platzes und' zur Besc iafsung der Baymateria ieu wenigstens eirwn Teil dir erforderlichen Gelder zur Verfügung zu hoben, mit den einzelnen „Beth-Schulen", und diese entschlossen sich endlsch ßu folgenden Beiträgen: es zu verzinsendes Tarlelyi.) b) c| »30 . —' Taler 35 1375 >50'. »W . — ... 50 10 .. 60 . .. 145 367 [a) Geschenk, b.) zinsloses junb a) Landschul Gesellsch. d. Brüd. Lissaer Schul Lembergcr Schul - 2. Brüderschaft Zülzer Schul Lithauer Schul eh. Benj. Jacob'schc Marc. Raphael'sche Jos. May'sche _ 285 140 96 45 60 180 zusammen 1462 8*' i -150 6t 25 1523 ,m ganz.: 9812 T rl?)

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