Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 6 (1929)
- Issue
- 2 (2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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:■>* Bteslauec jüdische» Gemeindeblatt i’il. 2 Das Dezember Heft der MGWJ beginnt mit einem Sammelbericht von Heinrich Speyer über «»euere bibelwissenschaftliche Arbeiten. Die folgenden drei Aussätze geben auch dech Fernerstehenden ein Bild von dem Geschick unserer Vorfahren im spalten Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit. Ellen Littmann zeigt, zum Teil nach unveröffentlichten Urkunden, unter welchen Bedingungen es denjenigen Juden, die in der Zejit des Schwarzen Todes um Heimat und Belitz gekommen waren, gelang, neue Riederlassungsmöglichkeiten. zu finden. Eine kleine Arbeit von Professor Donath behandelt die Gesundheiisverhältnisse unter den Jude « zu Beginn der Neuzeit und weist nach, tvejch furchtbare Krankheiten die sehr ungesunden Berufszweige-, die man den Juden übrig lieh, zur Folge haben muhten. Was sie aufrecht erhielt, ist deutlich zu Erkennen aus L. Zandau's Aufsatz „Der jiddische Midrasch Waioscha": hier wird zum er ten Male «in Spielmannslied über den Auszug aus Aegypten veröffentl cht, das u«w veranschaulicht, wie bereits unsfre Vorfahren die biblischen Stoffe mit den Stilmitteln ihrer Umwelt darzustellen muhten. Zahlreiche Besprechungen folgen. I« lehrreicher undi anregender das Heft ist, um so wenigen ist es zu verstehen, dah anscheinend noch weite Kreise irfifti er Glaubensgemeinschaft der Gesellschaft zur! Förderung der Wissenschaft des Judentums, der Herausgeberin der fremd gegenüberstehen. Im letzten Jahre hat diese Gesellschaft ihren Mitgliedern gegen den geringen Jahresbeitrag von 10 Mark die lechs Hefte der Monatsschrift (zusammen 640 Seiten) zugesandt und ihnen außerdem Vergünstigungen beim! Bezug wichtiger jüdisch-wissenschaftlicher Veröffentlichungen gewährt. Hüffen wir, daß im neuen Kalenderjahre zahlreiche neue Mitglieder das segensreiche,! von Juden, und Nichtjuden anerkannte Wirken der Gesellschaft unterstützen werden. Ihre Anschrift ist! Berlin-Schüneberg l, Belzigerstrahe 46j II, 2, das Postscheckkonto! Paul Veit -imon, Berlin, 7030. j Die Gesellschaft für züdische Ftlmiliensorschung »etirndel soeben das 16. Heft ihrer „Mitteilungen". Dr. Czelliger gibt einel ausiühtliliie statistische Zusammenstellung über die „Berliner M i» ch e h e n", ^unü zwar nicht nur die zwischen Juden und Christen, «onaern auch die sämtlichen ander«,« Kombina ionen. Evangelisch-Katholisch ufnjj Das Ergebnis ist, dah die Neigung |ttr Mischehe heute bei den Berliner Katholiken, und zwar sowohl bei len männlichen wie bei den weiblichen, ain häutigsten ist, tndicv« von ltlti Personen 66 auherhalb der eigesten Konfession ihre EhcpartiUer wählen. Zunächst kommen dann die ssionslosen Männer und erst in weiten« Abstande jüdische Männer, ssionslose Mädchen, Jüdinnen und zu allerletzt die Evangelischen. ■ Neigung zur Mischehe ist »ün in« Laine der letzten 16 Jahre tut« en Evangelischen ungeiähr gleich geblicb n, bei allen übrigen hat sic :end des Krieges eine starke jSteigcrung serfahren, um jetzt ungefähr ton kon' Die bei wä wieder dieselbe Höhe wie vor dem Kriege zu gewinnen. Noch interessanter sind die Untersuchungen über die eheliche Fruchtbarkeit, die er mit einer neuen Methode vergleichend berechnete, wonach sich ergeben hat, daß die eheliche Fruchtbarkeit, zwar bei sämtlichen Ehen stark abgenommen hat, daß aber diese Abnahme, was sicher niemand erwartete, pin stärksten die rein evangelischen Ehen betroffen hat, während die rein j katholisch«!, und die rein konfessionslosen lange nicht im selben Maße kinderärme« geworden sind. Die rein jüdischen Ehen nehmen hierbei nne Mittel Nellung ein, und nicht, wie man allgemein behauptet, die utstersie Stufe In noch viel höherem Maß« haben die säintlichen Mischehen an Frucht barkeit abgenommen. Die Kombiiwtion Jude-Christin hält di!e Spitze, in sofern hier nur noch auf drei Ehen ein Kind kommt. i. Der Oberstadtsekretär Peter Gänsen, Siegburg (Rhld.), gibt für die rechtsrheinischen Juden eine Zusammenstellung der sämtliche» Familiennamen, die in den drei Regierungsbezirken Düsseldorf, Köln und Koblenz ün Jahre 1606 angenommen wurden. — Das Heft enthält ferne.' eine List« sämtlicher jüdischer Familienchroniken, die an dos Archiv der Gesellschaft bis jetzt eingeliejert worden sind. Man wird übe« rasch! sein, eine wie große Zahl derartiger Familiengeschichten bereits gc druckt vorhanden sind. - Man abonniert die „Mitteilungen", indein man Mitglied der Gesell schast wird. (Jahresbeitrag 10 R.-Mk. für Einzelpersonen, für Korpora klonen 30 R.-Mk.) Zuschriften an den Vorsitzenden, Dr. A. Czellitze«. Berlin W., Potsdamer Straße 5. Zahlungen auf Postscheckkonto „Gesell schaft für jüdische Familiensorschung" Nr. 16 326, Berlin-Wilmersdori. Von dem in jeder Nummer enthaltenen „Suchblatt" dlirften unsere Gemeindemitglieder folgende Fragen interessieren: Nr. 06. Äer weiß Genaueres über Eleaier tEloescr) Laquer La kör), geb. etwa 1740, vielleicht in einen« elsässischen Dorfe, Vater der beiden Brüder: David <Reb> David, 1772—1646) und Josef H. <1760 bis 1636), beide in Städtel bei Karlsruhe O.-Schl. Ludivig Laqueur, Bresian. Nr. 00. Wer weiß Sicheres über jüdische Abstainm« ng des ln rühmten Mathematikers Prof. Georg Eantor? Die Angaben va, »ohut und Jacobs sind unzuverlässig. Dr. A. Schwadron, Jerusalem. Nr. 100. Wie erklärt sich der Name Hoff? Mordch etwa 1750, lebte in Adelnau, heiratete spat und verließ aus unbekannte» Gründen etwa 1600 seine Familie. Er soll dann in Ungarn ( worden sein und von dort seiner Frau den Scheidungsbnet gcceben habe» Wer kann mir Hinweise aus Quellen zwecks weiterer Ermitle :hn und die Vorfahren gbben? Architekt Ernst Hos Schluß des redaktionellen Teiles. - Hoff, geb ) fcstgestelli ungen über s. Berlin. llili 1 .I:i jficfii!:ü!i!i!iii .:;iitiiimi;iiiiiiiiiiiii!iit>ti«:uiii!iimiiKiiiiiumaiEMii idti und J£rafi 8884 •p Rufen Si^ 58885 Elfektre*Motof«n Motoren'Reparaturen ö.mr. D. n Matthiasstraife 39 tlärtrumpf & Co. _/ llil!!!lllli!li!>llslll!ll!l!»l>>lil>!li>l!lls!ll»l»l!>il!l!liiis!!ll!!>liil»li!!li!»sll!li!llll!> Wir empfehlen in täglicher frischer Zufuhr: lebende Karpfen Schleie, Hechte geschl. Hechte, Zander Marinaden und Räucherwaren für dl« Tafel und den Konsum Deutsche Öompfflschetel-Ges. „Nordsee“ Bohrauerstr. 2, Neue Schweidnitzerstr. 5a Schmiedebrücke 19, Anderssenstraße 2 GräbecheDerstraße 6. 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