Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 6 (1929)
- Issue
- 1 (1.1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1 Breslauer Iüdif hes (SemeinDeblaf ( Die Ausstellüug |beö Jüd. MuseumSvereiuS wird mit Rülksicstt oiif und die Slstw'pr'oke't onno vormissiü'ts'ct' b Wir hoffen in dm Umfang der Aiisstaisiinososisekt« 'br«r E''nordr>nno und krit'sck>en Wü^di s zi m 2. Februar 1929 ne^icboben. Die Borbereituuaen söbre'len »uter der rübriaen.Arbmt des Vor flaustes und seiner w'ss 'nick oftlicden Nd'torbeiter rüstig vorwärts Es ist der Le'tuna g'lim'en, Ausstesliiuasobs-kte non außer orstenllicbem Werte in künstlerischer und jüdischer H'nsickt von ötsentlichen Stessen, Mrseen und privaten Sammsern alK Leibaabe zu erholten, so daß stier in Breslau eine Ausstellung der Oeffentstchkeit voi gekiihrt werden wird, wie sie wostl kaum in dieser Art je existiert stc t. De wissenschaftliche Bearbeitung des Kataloges hat $>m Professor H'ntze mit Unterstützung einiger hervorragend« r jüdischer Gelehrten übernommen. Tic stistorische E'nleitung zun Katalog stammt aus der bewästrten Feder unseres heima^lichfn Historikers Studienrat Tr. Willst Cohn. >er Februar-Nummer bereits eine Beschreibung und kritische Dürdigung der Ausstellung bringen zu können. Der Evangelische Oberkirchenrat gegen Iriedhofgschcindungen. H^rr Michael Fraeikel. hier, hatte unter gleichzeitiqqr Uebers^nduna seineslim „Schild" Nr. 47 48 unter dem Titstl „Friedh"fsschändung^n" neröffentlichten Slufsatzes eine Eingabe an den Oberkirchenrat per rächt mit der Bitte um Stellungnahme gegen die schändlichen Untaten auf jüdischen Friedhöfen. Der Evangelische Oberkircheni at hat Herrn Fraenkel nachstehendes von dem Präsidenten! D. Dr. Kapler gezeichnetes Schreiben 311gehen lassen: ' Evangelischer Oberkircheyrat, > I E. 0 I. 2540. 1 Belin-Charloltenhurg 2, de» 14. Dczembet 192K. Jebensstratze 3f. Aus das gefällige Schreiben vom 5. d. Mls. Wir können Ihren Abscheu gegen Schändungen jüdischer Friedhösc nur in vollstem Matze teilen, und es bedars keines Wortes,, wie solche Untaten jeden christlichen Geist verleugnen. Lon einem amtlichen Erlaß an unsere Geistlichen disterhälb glaubest wir Abstand nehmen zu sollen, da wir sür ausgeschlossen hasten müssen,^datz christlich-kirchliche Kreise sür die läterschast in Frage kotnmen, der 'evangelischen Kirche fernstehende Personen aber von eine? Mahnung unserer Geistlichen nicht erreicht oder beeinflußt würden Wir werden die Angelegenheit jedoch sorgfältig im Auge behalten und gegsbenensalls Weiteres erwägen. K a p l c r. | An Herrn Michael Fra« nkel: in Breslau I. labbiner Dr. 3ohn Lohn, der Dajan unserer Gemeinde, feiert am 12. Februar 1929 feinen 7 0. Geburtstag. Durch die politischen Berhältnisse üus Rawitsch vertrieben, wo er 26 Iehre als Rabbiner gewirkt hatte, übernahm er im Jahre 1920 zur Unterstützung des damaligen Rabbinatsassessors Muadan und nach dessen Todei als sein Rachsolger die Leitung des hiesigen Kaschruthwesens. Seiner unjern,üblichen Arbeit ist es im wesentlichen zu danken, daß die KaschyutheiNrichtungen unserer Gemeinde sich des Zm spruchs und des Vertrauens auch derjenigen Gemeindemitglieder erfreuen, die die strengsten Anforderungen stellen. — Wir sprechen dem allseits verehrten und beliebtest Rabbiner Cohn auch an dieser Stelle unsere herzlichsten Glückwünsche aus. Herr Studienasses Jahren an der jüd. höh direktor an die ,Lawn> Dr. Klibansky, ein geb in Frankfurt, Berlin u Marburg mit Auszei«' ihm in Fachkreisen g hat er durch Herausga büchern für die Iüdis' Seine Crnennun Breslau einen Verlust Archivalien über die <3 Stadt-Archiv ist, und i! Vereins eifrig Mitarbeit Ehrenvolle verufung str Dr. Erich Klibansky, der seit mehrereil ren Schule in Breslau wirkt, wurde als Studien- “ in Köln st. Rh. zu Ostern 1929 berufen. Herr rener Frankfurter, studierte an den Universitäten d München und promovierte an der Universität nung. Seine historischen Arbeiten verstbofsten ohe Anerkennung. Auf pädagogischem Gebiete e von Schriften sür die Jugend und von Lehr- S hule sich «inen Namen gemacht, so sehr wir uns über sie freuen, bedeutet für da Dr. Klibansky ein ausgezeichneter Kenner der chjäckr der IuDen von Schlesien im Staats- und Wssienfchaftlichen Ausschutz des Jüd. Museums. Iilmvorführunseu der Synagogengemeinde. Der Vorstand der Syliag »gengemeinde veranstaltete mit Hilfe des Mittelschlesischen Bilderbundev, )er die Filme freuudlichst zur Verfügung gestellt hatte, zwei Filmvorführungen. Die erste fand am 28. November im Sitzungssaal des Israelitischen Krankenhauses statt und war sür die -nicht bettlägerigen Kranken und die Inlassen de» Astersversorgungsänstalt und des Siechendauses, so wstit ihr Kommen möglich war, bestimmt. " Der schöne Film „Schlesien", der!di: Eiinvohner des Landes, die ^Entstehung der Städt«. seine Industrie und ' die landwirtschaftlichen «ckänhettkn zeigt, fand allgemeinen Beifall bei den Anwesenden und verschaffte ihnen eine angenehme Abwechslung! Um 12. Dezember böt sich den Zuschauern bei der Vorführung im Lichtbildfaqle des städtischen Schulinuseuins ein anderes Bild. Wie seit ein paar Jähren üblich, aalt diese Beranstaltuirg der Jugend, und zwar den K.ivp"n, die in, den jüdischen Waisenhäusern, den Erziehungsanstalten und'Kinderhorten uiUergebrackit sind, und auch eine Zahl Kinder, die von! der Kinderfürsorge des jüdischen Frauenbundes betreut werden, dursten an der Ausführung teilnthmen. Zu zwei Akten des Schlesiersilms, die sur die Kinder besonders geeignet waren, gesellte sich das Märchen voyi Hase» und vom Igel, das! in seiner drastische» Komik besonders belacht wurde. Der von Herrn Poklekowski, dein Leiter des Mittelschlesischem ik ilderbllhnenbundes, ausgenommene Film von der Anwesenheit des Reick spräsidenten Hindenburqi in Breslau, der auch die Volkstänze Und Türnvorsührunaen im. Messehvs brachte, zeigte der Jugend aus beauemste Weile, alle Bilder von Hindenburgs Anwesenheit in Breslau. - Auch dielär Film, der aHnz beso»iders,gut gelungen ist, bereitete der Jugend viel Freu )c. : Den i 90. Geburtstag! Februar )92|l Fräulein Pauli» r K o s en stein, feiert am 13. Kirschallee 35. Geburtslage im. Januar und Februar 1929! 29. Januar: Abräham H j lll e r! Fein, 75 Jahre, Änrnerftratze 40. 12. Februar: Siegfried Mona sch, 75 Jahre,'Zinfinrerstratze 57. 12. Februar: Rabbiner Dr.!I a h n Cohn, 70 Jahre, Gut^nbergstratze 43. Bmtnmt sikkMliMIsMM tu SWichWarM Das Tatzwieln von Geschirr etc findet von jetzt ab-nur nstch - j Montag bis Donnerstag von 12—13 Uhr chittags in der Badeanstalt Watlstrahe 9 statt.! Der Bjorstand der SyiiagogenfGemeinde. . Tie Z'nsen, der j. | . ' ' | Ferdinand und Flora Landsberger-Ltistnng sind zu verteilen an j 1. würdige bedürftige Verwandte von Ferdinand und Flora Landsberg« r, , in Ermangelung solcher aü 2. würdige bedürftßg; jüdische Studierende der Maschinen oder Bautechnik r der des Kunstgewerbes. (Söhne hiesiger jGomeiindemitglieder haben den Vorzug schriftliche Meldungen unter Einreichung der die Ber- Utkunden und von Bedürftigkeits zu richten qn das Büro der Sstna . 9. im Januar 1929. wandtschaft erweisenden oder Fleißzeugnissen sind gogen-Gemeinde, Wallstr Breslau, Wallstr.!9, l lilf ^UUWUi. Das Stistungs-Kuratonum. gez. W a l d st e i n, Vorsitzender Der Pertrieb der Wohlssthrtr-Briesmarken der „Deutschen Rothilss' ist am 31. Januar 1 >29 beendet, die Gültigkeitsdauer an 3 0. April 1929. Wir bitten unsere Gemeindeniitglieder, im Monat Januar nock rechtvrel 1 ' ■ wohlsahrtsbrlelmarkea und^Glückspostkarlen bei uns persönlich — schriftlich oder telephonisch (542 69s pder durch di, mit unseren Ausweisen versehenen Helfer zu kaufen. Die kleine Mehr ausgabe für diese vollwertigen Postwertzeichen erfordert keine allzi grotzen Opfer: der Käufer:tragt aber dazu bei, dringende Rot der zahl reichen '.Mi alten, kranken, erwerbsunfähigen Glaubensgenossen und der! Kinder zu lindern. Rur siir die durch unier.Amt vertriebenen Postwertzeichen er. halten wir 80 X vom Reingewinn Wir bitten deshalb, bei zu lassen. ' Breslau, im Januar Kqus durch Helfer sich Ausweise vorzeigsthk J. \ ' .!'!Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Jüdisches Wahlfnhrtsamt.