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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-12-01 · 12 (12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
12 (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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224 Breslauer jüdische» Gemeladeblail Nr. 12 für die jüdische Jugend. Verlag B Heller. unserer Jugend interessanten und guten das Oktoberheft des .^Zclts" wiederum jüdischen beredtes „Da* Zelt". Zeitschrift München. Für das Bestreben, Lesestoff ja bieten, legt Zeugnis ab. > Zwei illustrierte Artikel über die Juden in Indien sowie <jine dazu passende Erzählung („B n's Bungalow") führen die jugendlichen Leser <n das interessante Geb et exotischer- Judcnsiedlungen ein. Eijn kurzer alle, in der Bibel so oft erwähnte <5i Austatz berichtet über di« schisch: zwei Bilder mit ladt.Tar kurzem Text schildern eine verfallen, jüdische Schönberger. Axel Junk« r-Verlag, Synagoge in einem süddeutschen Landstädtchen Eine kleine Erinnerung .an Mordechaj Bennet wrb in dem „Urteil des Wundermannes' wiedergegeben. Ein schönes Kapitel aus dem neuerschienenen Buch r on Felix Salten „Simson" schildert den Kampf des biblischen Helden mit den Philistern. Die Erzählung „Abner" erscheint in der vierten Fortsetzung: die „Unheimlichen Geschichten" aus dem Tagebuch eines jüdischen Pfadfinders finden ihren Abschluß. Eine Anleitung zum Reproduzieren von Zeichnungen, lustige Spiele, eine Bücherecke, Briefkasten und schö ie Bilder vervollständigen den Inhalt des Heftes, das, wie immer, auch e n Preis, rätsel enthält, „Berufung", von D a v i n Berlin W. 15. Dies« Lyrik atmet wahre, innige Frömmigkeit, sie erklingt zu Gottes Ruhm und Preis; bestimmt fühlt der Sänger dieser Lieder sich tief verbunden mit feil em Schöpfer in allen Lebenslagen. Und aus diesem Gefühle strömt oll' die Zuversicht und sonnige Heiterkeit des Verfassers. Die Lyrik Sch iybergers, großenteils früherem Empfi iden entfprechesid, weist z. B. i > „Nachklang", S. 77, durchaus modernes Empfinden aus. ^Vielleicht fn den gar manche Nicht-Gottgläubige durch die Glut und Sicherheit der Frömmigkeit hier sich doch noch zurück zuri Wirten Israels*? Gläubige uterden in ihrer Gottseligkeit sich neu bekräftigt Slen. Das Büchlein wünschte ich in die Hände unserer hiutigen zend zu wiederh »Nein, tiefen Durchdenken. Ob immer der Reim nötig, scheint msr zweifelhaft. Oft ist eine durch ihn bedingte Gezwungenheit der Spräche unverkennbar. Dieses für künftige Lieder des begabten Verfasfersl B. Das Maafe-Bilch „Allerlei Gefchichteu", gedruckt in Amsterdam im Jahre 1723, ist v« Bertha Pappenheim Übertrager worden und erscheint Anfang ^nächsten Jahres. Es ist eine Samn lung von 250 Geschichten, Legenden, Volkserzählungen, die neue Einblicke in das allgemein kulturelle Laben der damaligen Zeit und in den jüdischen Sagenschatz vermitteln; in sprachgeschichtlicher Hinsicht ist es besonders interessant. Der Jüdische Frauenbund hat die Herausgabe des Buches übernommen und erbinet Subskriptionsmeldungen <das Buch kc stet 6 Mk. pro Stück) an seine Gefschäftsstelle, Berlin R. 24, Monbijouplatz 10. Im Novemberheft der Zeitschrift jüdische Arbeit»- uüd waadersürsorge* wird in dem Leitartikel „Vom anderen Ufeij" ber über» aus interessante Versuch unternommen, di« Wohlsahrtspslege und für« -sorgerische Arbeit unter dem Aspekt der Befürsorgten selbst zü betrachten, deren kritische Bemerkungen über die jüdische Fürsorgearbeit Deutschlands veröffentlicht werden. Das Heft enthüll ferner einen auf reichem statistischen Material basierenden Aufsatz von N. - G e r g e I über die Strukturwandlungen der jüdischen Bevölkerung im Sowjes-Staat und einen Beitrag zu dem heute besonders aktuellen Problem des Handelsvertreters und -reisenden von dem Breslauer Stadtverordneten Rudolf Huppelsbera. In der Rundschau polemisiert Dr. Georg Lubinski gegen die im .Lfraelit" veröffentlichte Kritik seines Aufsatzes über „Das Freizeitproblem der jüdischen erwerbstätigen Jugend", der in Heft 4 der .jüdischen Arbeits- und Wanderfürsorge" erschienen war. . Die Rundschau bringt ferner längere Ausführungen über die Aussichten im kaufmännischen Beruf und berichtet Fälle aus der Praxis. Schluß de» redaktionellen Teile». Geschäftliches. N Di« Musikalienhandlung von Julius Hainaner, Gchweidnitzer Straße 52 (Filiale Gartenstraße 39/41, Konzerthous), empfiehlt für den Weihnachtstisch ihr großes Lager von Noten und Büchern jeder Art in den besten und billigsten Ausgaben. Die Firma unterhält auch ein großes Lager in Musik-Instrumenten, Sprechahparaten und Schallplatten nur allererster Fabrikate zu mäßigsten Preisen. mäßigsten («fteT is Die Dezembernummer von „Westermanns Monatsheftes" ist so recht ein Weihnachtshest geworden. Das Heft ist wieder so reichhaltig, daß unmöglich auf den ganzen Inhalt eingegangen werden kayst. Aber die Theatererinnerungen von Dr. Manz, sowie di? Abbildungen hon^Dr. Sülze: „lieber die Ursachen der Herztätigkeit" möchte ich nicht unerwähnt lassen, ebenso den sehr fein bebilderten Artikel: „Der Pelz in der Geschichte der Mode" von Ruth Goetz, der unsere Frauen fesseln wird. Was soll ich noch viel über das schöne Heft sagen! Legt doch jede Buchhandlung gern ein Probeheft vor. Ucberzeugen Sie sich persönlich! Als entzückendes Weihnachtsgeschenk hat der Verlag die vier Hefte seit Beginn des neuen Jahrgangs (September, Oktober, Nooeyiber und Dezember) zu einer reizenden Geschenkpackung zusammengestellt, die in 5 farbenfreudigen Transparit-Weihnachtskartons mit sehr vornehmen Seidenbändern geliefert werden. Lassen Sie sich bitte bii Packung bei, Ihrem Buchhändler vorlegen. 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