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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-12-01 · 12 (12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
12 (12.1928)
Date
1928-12-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Nr. 12 Breslauer Jüdisches Gemelndeblall 223 goangelifdje Kirche und Zttdeninm. .Ein Beitrag zu christlichem Derftändnis von Judentum cnd Antisemitismus von Ed. Lamparter, Stadtpfarrer a. D. Ve lüg L. Klotz, Gotha. Inhalt: 1. Luther und die Juden: 2. Stellung der lutherischen Orthodoxie und des Pietismus zum Judentum; 3. Evangelische Kirche und Judentum seit der Auskläiung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts; 4. Die Stellung der eoangsistchcn Kirche zum Judentum in der Gegenwart. — Mit bemerkenswerter Offenheit wirst der Verfasser in der lesenswerten Schrist der evangelishen Kirche mancherlei Pslichtvcrgessenhest den Inden gegenüber vor, betört die engen Beziehungen zwischen dem ursprünglichen Evangelium C*ji, und der zu seiner Zeit im Judentrnn herrschenden religiösen Rill uing, erwartet zuversichilich, daß die entsprechenden praktischen Folgen für gerechte Beurteilung des Judentums und die angemessene seelischt. Einstellung zu ihm gezogen werden gemäß 'einer Bedeutung" sür die Entstehung des Christentums und für die Religionsgeschichte der Menschheit. Den Darlegungen des wirklichen Fachmannes auf religiös-hi torischem Gebiete kommt Bedeutung zu, ihr üreng sachlicher, dabei ver ähnlicher, gerechter Ton berührt angenehm. 4!. K a r l K lü g c r: „OlS elfte Gebot". (R. Löwit Verlag, Wien 1.) Fünfzehn Novellen und S izzcu aus dem osljiidlschcn Ghetto: fesselnd und zum Teil mit Humor geschrieben. kulturgeschichtlich sind diese Erzahlungen von hohem Intel cfie, sie schildern durchweg eine Umwelt und ein jüdisches Leben, das den deutschen Juden unserer Zeit völlig fremdartig anmutet. So wenn st der --kizze j„Der Schläger" der Melamcd die Ehederschüler, weil sie siy eines Abends gegen die Angriffe sie tätlich »bersallender christlicher Gchsterbeschüler zur Wehr gefegt haben, heftig «adelt und ihnen die Frage sellt: „Was haben jüdische Kinder zu mache», «venn sie von Raufbolden sngcfallc» werden.?", und von den Kindern die Antwort verlangt: „En lauten!" — Bon solcher Anschauung trennt «reilich unsere Lehrer und S yülcr ein Äbslgnd von Jahrhunderten. . Gf. „Der letzte Waldjude", Roisian von Opatoschu. Weltverlag Berlin 1923.! , . Vor dem Polenausstastd von" 1363 gegen Rußland spielt dieser historische Roman. Mordechai, das Waldgut-Kind, wird wegen standesmidriger Liebe zur Tochter: des jüdischen Pächters nach Kozk verbannt, soll dort durch einen strengirn Ehassid'vergessen lernen, sieht dort einen seiner Begeisterung berauljten Chassidismus des Müßigganges, des Trunkes, nächtlicher Orgie». Aus alledem löst er sich ab, studiert Deutsch, Polnisch, Philosoph sche und schöngeistige Bücher, wird bei gebildeten Verwandten mit Politikern bekjllnnt, gerät in ihren Bann,' demonstriert gegen die Regierung, agitiert, stürmt Gutshöse mit, flieht zuletzt nach Paris, -j- Ein d irchweg fesselildes, buntes Buchaus östlichem jüdischen Volksleben der Etassidim, Talmudb'chaurim, Schnorrer, Fuhrleute, Fischer usw. - z. Im Oktoberhest der TNonalsschrisk für Geschichte und Mssenschast des TUdevium» bespricht I- Bergmann, Berlin, die Entst^Hlng einer Anzahl religiöser Gebräuche, die man, schwerlich mit Recht, auf religiöse Verfolgungen zurückzusühren glaubt. Die Untersuchungen Frsedmanns über Sie Judenfrage im galizischen Landtag von 4861,1363 gelangen zum Abschluß. Die Untersuchungen von H. Horomitz über die Familie Lwow dürfen deswegen auf besonderes Interesse rechnen, weil durch sie Karl Marx' Stammbaum eine genauere Bestimmung erfährt. Während die Untersuchungen des greisen Gelehrten Michael Holzman über Uebersetzungsfehler, die aus der Septuaginta in spätere UebersetzuUgen eingedrungen sind, sich vorwiegend an gelehrte Kreise wenden, sind eine Reihe von Berichten über Neuerscheinungen, durchaus gemeinverständlich gehalten: so die Arbeit von B. Heller über wichtige Midraschsorschungen und von I. Heinemann über. die beiden „Enzyklopädien des jüdischen Wissens", von denen nunmehr die ersten zivei 'Bände erschienen sind. Es bietet auch dies Heft jedem Gebildeten Wertvolles, der sich sür die Vergangenheit seiner Gemeinschait interessiert- ' Man . abonniert die Monatsschrift, indem inan Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums i» Berlin wird" und den. jährlichen Mindestbeitrag von 1Ö. - Mk. an diese Gesellschaft. (Postscheckkonto Paul Veit Simon. Berlin 7030i oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgezählt sind. „Das Land zwischen Orient und Occ!dent"^von Marcus Ehrenpreis. Mit 35 Text- und Tafelbildern, nebst Inhalts- und Bilderverzeichnis. Weltverlag Berlin 1923. Preis >geb. 7 Mk. Auf dein Wege nach Madrid. Spanische Kultureindrücke. Toledo, im Schatten der Inquisition. Marannen in.Pörtugal. Granada la bella, mit Stiergefecht. Durch mittelalterliche Judengassen. In Gabirols Geburtsstadt. Begegnungen mit Maiinönides. > Sominertage in Marokko. Bon 1001 Nacht zu Don Ouirolte. ' Der bekannte Schriftsteller Alfons Paquet sagt zu diesem Buch etwa: -Ein ungewöhnliches Reisebuch über Spanien, eine Reise durch Jahrhunderte, durch große Hintergründe, durch die Religionen der Mittelmcerländer, durch diese Kulturen Jberiens in unvergleichlich farbiger, lebendiger.Umwelt mit Bauwerken uralter, flüsternder Städte^— Dem ist kaum etw-ls hinzuzufugen - als nur: Jeder Leser wird beim i Beendigest bedauern, daß das Buch nur 226 Seiten hat. 1; , B. Georg Earo's Lebenswerk „Sozial- und wirlschaslsgefchichle der Juden im Mittelalter und in der: Neuzeit" ist imolge des frühzeitigen Todes des Verfassers unvollendet geblieben. Seine handschriftlich hinterlassenen umfangreichen Materialien sollen nunmehr in einem weitere» Bande zugänglich gemacht werden. Es darf bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen werden, daß der im Jahre 1920 erschienenelzweite Band unter den Nachwehcn des Weltkrieges nicht genügend beachtet und be-- kannt geworden ist. Er ist durch dsn Verlag I- Kausiinan», Frankfurt am Main, Schillerstraßc 19. zu beziehen. . ’ I Jean Harnft, Juwelier, SMdnitzer Str. 37 | ' gerichtlich vereidigter Taxatot Perlen. Brillanten. Fantasieschinack. SllberbeSteCKe, Silbergeräte Spezialität rituelle KuItuAge£en£tände Beachten Sie mein» neuen Auslagen I Wäscherei ul Inskiltaii-Vlskt Neaplällerel liefert: vnivnnim •ehJsskf«r*i*. itpmtct fRlLlfUILII od«> ieroUt’ ,, .... . oder bodenlerüf euere- Ysseliteloslr« Nr* 3 voäBB nn nach Wunsch ... B ucl\lnemcllu ng OeseheakllteratBr / MHilMppea Oute ]M. jateiiMiMr in Rituellen, Stickereien, ecbSne Oeechenke lln ilOtde randels, Karlstraße 20 imiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHhiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiimiiiiimiiiiiiiiiiHiiiumiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiii KranKensclnaestel titig gewesen, sucht pme sofo^ Wirkungskreis 4uch als Haasdame na.Oerniguenspotten Eitofferten unter H. B* 344 anTtfte Exped. d. Bl. Erdeten. gebildet, staatt|. gepr., aus guter Familie, in elterlichem Geschlft auci Ltbnn ln unsarar Zeitschrift dl« grüßten äRPOl Jil-libtr. JagendTereln Jlbrabam Geiger". Bmlao 9 Vereioslokal: Bretter Saal der „Sozialen Gruppe*** Kaiser-Wilhelm«Strafte H Mittwoch, den 12. Dezember, 20.15 Uhr. im Vereinslokal: Vortrag von Fhiu Dr. Else JHeMntr über: „Der Fall Maurizlus“ Mittwoch, den 19. Dezember, 26.15 Uhr im Vereinslokal: Arbeitsgemeinschaft „Die Propheten“. Leitung: Religionslehrer Davidsohn. Del^Thealev + Glovia-Pal SCHATZKYo Breslau 5, N. Graupen*». 7 Pemeprecher 244 SS a. 24-4 SS 1 Sptzitl-Abtailung; Kalender« Plakate rtlMI für Weihnachten undlNeulahr von der einfachsten Dis vornehmsten Ausführung fordere Me Angebot n. Besucht Für Sonderanfertigungen ü rf * Kristall* Palast 3 Direktion: Gebrüder Hirschberg w» jtt «*W!

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