Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 12 (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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V 212 t , , Breslauer Jüdische» Gemeindeblakt Nr. 12 Wir selten diese Erholungsfürsorge bis zum 1. Oktober d. I. planmäßig ort. Der Erfolg war ein überraschend guter. Selbst die Kinder, die chon gekrästigt aus Erholungsheimen kamen, nahmen durchschnittlich 2 bis 3 Pfund zu. Bei einem besonders elenden Kinde, bei dem die Verhältnisse im Elternhaus sehr traurig sind, wurde eine Gewichtszunahme von 5 Pfund erzielt. Wir verzeichneten einen regelmäßigen Besuch von durchschnittlich 15 Kindern. Mit besonderem Dank muß daraus hingewiesen werden, daß unserer Arbeit großes Berständnis und tatkräftige Hilfe von Seiten der Behörden und privaten Wohltätern entgegengebracht wurden. Wir erhielten Zuschüsse vom Landesjugendamt, vom städtischen Jugendamt und vom Jüdischen Wohlfahrtsamt der Synagogen-Gemeinde. Wir hoffen, daß diese segensreiche Einrichtung im nächsten Jahre weiter ausgebaut wird, sodaß wir imstande fein werden, eine größere Anzahl von.Kindern unserer nachgehenden, örtlichen Erholungsfürsorge zuzuführen. Betty Lippmann. Die „Peah". jüdisches Brocken Haus, tk. v. hat am Sonntag, den 2. Dezember, vor einer Anzahl geladener Gäste - ihre neuen Räume, Höschenstraße 52. eröffnet. Damit ist es dem rührigen Derein nach 21 jährigem Bestehen gelungen, alle Betriebe auf eigenem Grund und Boden zu vereinigen. Der schmucke Neubau ist vom Maurermeister Julius Perf und einigen jüdischen Handwerkern unter der dankenswerten ehrenamtlichen Leitung von Herrn Regierungsbaumeister Richard Ehrlich mit etwa 300 Quadratmeter Nutzfläche errichtet worden. Er zerfällt in einen großen Berkaufs- und Lagerraum und in einen Sortier- und Reserveraum. Daran anschließend befindet sich in einem überdachten Hofroum dir Holzsxalteanstalt und daneben die Dorratsräume für Holz. In der Holzspalterei werden durchschnittlich sechs Arbeitslose beschäftigt. Durch die Herkichtung der von jüdischen Gemeindemitgliedern gesammelten unbrauchbaren Sachen finden durchschnittlich 24 Heimarbeiterinnen gegen -Lohn Arbeit. Insgesamt hat die Peah in diesem Jahre berests 6000 Mk. für Arbeitslöhne ausgezohlt. Die hergerichteten Sachen werden lediglich für dos aufgewendete Arbeitslohn an Bedürftige abgegeben. Größere Zuschüsse erfordert dagegen die 'Holzspalterei, da sie das ofensertige Holz zu den billigsten Konkurrenzpreisen abgibt. Der Segen der Peah-Tätigkeit beruht darin, daß einmal Bedürstige billige Kleidungs- und Bedarfsartikel, erhalten, andererseits Arbeitslose nicht Almosen, sondern bezahlte Arbeit erhalten. Dieses edle Werk ist der hingebungsvollen Arbeit des Vorstandes, dem seit der Begründung die Damen Grete Bial, Beate Guttmann, Julie Henschel, Helene Loewe, Paula Ollendorss, Elara Schottländer, Else Wohlauer und die Herren Willi Falk, Dn W. Freyhan und Eugen Perle, sowie außerdem die Herren Adolf Lesser, Rasael Markus, Js. Pleßner und Berthold Rosenfeld angehören, sowie den! dort tätigen Helferinnen zu daitken. Die Leistung ist um so erstaunlicher, als die Peah keine Beiträge erhebt, sondern lediglich mit Zuwendungen von Glaubensgenossen und jüdischen Korporationen arbeitet. Hoffen wir, daß ihre ersprießlich« Tätigkeit sich in den neuen Räumen weiter ausdehnt, und auch die Sorgen für die Kosten des Neubaues durch Zuwendungen edler Wohltäter behoben werden; denn wie wir verraten können, hat die von der Gemeinde bewilligte Hypothek von 20 000 Mark nicht ausgereicht, um die gesamten T^aukosten zu decken. -! R. Dijenstbefreiung jüdischer Beamter. Der Reichsmißister des Innern hat unter Nr. I 3611/11. 10. vom lä. Oktober d. I. an die Arbeitsgemeinschaft der Landesverbände jüdischer Gemeinden z. Hd. des Herrn Kammergerichtsrats 2öolffj in Berlin- Charlottenburg 2 folgendes bekanntgegeben: Für die Reichsbehörden ist die Anordnung getroffen worden. daß Anträgen von Beamten, Angestellten und Arbeitern, sie zur Befriedigung ihrer religiösen 'Bedürfnisse an den drei höchsten jüdischen Feiertage» (den beiden Tagen des Neujahrsfestes und dem Tag des Bersöhnungssestes) ganz vom Dienst zu befreien, stattzugeben ist, soweit die Dienstverhältnisse es irgend gestatten,; Das 50 jährige Jubiläum bei der S. Sternberg A.-G. feiert am 1. Januar 1029 das!Mitglied des Synagogen-Ausschuffes II, Herr Jakob Blau, Kleinburgstraße 13. Den 80. Geburtstag ' feiert am 25. Januar 1929 Herr Oscar Schuftan, Fricdrich- Wilhelm-Strohe 4.! Todesfall. Am 22. November 1928 verstarb im 84. Lebensjahre Frau Sophie Sachs, geb. Wollmann, die Witwe des langjährigen verdienstvollen Vorsitzenden des Gemeindevorstandes und der Israelitische» Kranken-VerpsleguNgs-Anstalt, Gemeindeältesten Eduard Sachs. Au> Wunsch der Verstorbenen fand die Beisetzung in Miller Stille statt. Entzückende Weihnachtsgeschenke Abendkleider reiche Auswahl . . . AI. 175.— Nachmittagskleider reine Seide . m. 110 — Jumperkleider gestickt . . . .,.. m. 58.— Aparte Jumper u. Westen . . m. 25.— Elegante Damenhüte in reicher Auswahl Pelzmäntel*us edelstem Material j Neuester Pariser Schmuck I Elizabeth Arden-Schönheitsmittel zu Original-Preisen M Gerstel*o Breslau Schweidnitzer Straße lOjll > Hebräische Gesänge „Moaus Zur“ usrw. bei Gadiel d Co. Garten - Straße 85 Jeder Größe und Bauart für Handel und Industrie Btückenwaagenfabtik Breslau 17 Werbet lfir den Humboldt-Verein!